Montag, 12. September 2022

Torgau-Tresenwalder dürfen Meisterschaft nicht zu Ende spielen

Neun Spiele - neun Siege. Und nun dürfen die siegreichen Torgau-Tresenwalder die Meisterschaft nicht zu Ende spielen. Weshalb? Spielgemeinschaften sind laut den Bestimmungen des Hockeyverbandes von Finalrunden ausgeschlossen. (TSV Blau-Weiß Torgau)

von Karsten Lehmann

Köthen. Die U14-Hockeyspieler der Spielgemeinschaft Torgau-Tresenwald bestritten in der Spielsaison 2021/2022 ihr letztes Punktspiel, das sie ebenfalls siegreichgestalten. Doch der ungeschlagene Staffelsieger und Sieger der Zwischenrunde darf die Meisterschaft nicht zu Ende spielen.

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Hockey Es war die fast perfekte Saison: Neun Spiele gleich neun Siege. Die Hockey-Spielgemeinschaft Torgau/Tresenwald gewann mit 3:0 (1:0) auch beim Cöthener HC und beendete damit die Zwischenrunde um die Mitteldeutsche Meisterschaft verlustpunktfrei als Spitzenreiter. Einziger Wehrmutstropfen: Die Statuten des Hockeyverbandes verbieten es, dass Spielgemeinschaften an der Finalrunde teilnehmen.

"Für unsere Spieler ist diese Regel extrem hart. Sie haben über die gesamte Spielzeit gezeigt, dass sie das beste Team in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen stellen. Deshalb haben wir auch gesagt: Für uns sind die Jungs Mitteldeutscher Meister", sagten die Torgauer Trainer Kay Zimmermann und Karsten Lehmann unisono. "Wir haben vor der Saison aus der Not eine Tugend gemacht, denn sowohl Torgau als auch Tresenwald haben in dieser Altersklasse nicht genügend Spieler, um eine eigene reine Clubmannschaft zu stellen. Hätten wir diesen Schritt nicht vollzogen, hätten wohl einige Spieler mit dem Hockey aufgehört. Und das wollten wir verhindern. Was sich daraus entwickelt hat, ist fantastisch: ein eingeschworenes Team, das das beste Hockey in Mitteldeutschland gezeigt hat."

Die Partie beim Cöthener HC stellte zum Saisonabschluss noch einmal einen besonderen Höhepunkt dar. Denn: In den vergangenen Jahren kassierten sowohl die Torgauer als auch die Tresenwalder Hockey-Nachwuchsteams stets Punktspiel-Niederlagen gegen die Köthner. Von Beginn an zeigte die Gäste, dass sie diese negative Serie endlich brechen wollen.

Mit schnellen Angriffen und einem guten Pressing setzten die Gäste die Köthener Abwehr unter Druck. Das Resultat: Die Torgau-Tresenwalder erspielten sich viele gute Möglichkeiten - eine davon nutzte der Torgauer Marten Anders. Einen Abpraller des Torwarts verwertete er zur 1:0-Führung. Marten Anders war es dann auch, der später den 3:0-Endstand perfekt machte.

In der zweiten Halbzeit kam Anders frei zu Schuss. Der Angreifer erwischte dabei den perfekten Schlag, sodass der Köthener Torhüter nur noch das Netz hinter sich wackeln sah, ohne reagieren zu können. Für das zwischenzeitliche 2:0 hatte ein Tresenwalder Spieler gesorgt.

"Wenn man im Bild bleiben möchte, war dies eine meisterliche Leistung - mit Struktur, Einsatz, Willen sowie technischer und taktischer Raffinesse haben die Jungs das Spiel beherrscht", erklärten die Torgauer Trainer, die bereits einen Blick auf die kommenden Aufgaben warfen: "Für die Hallensaison haben wir eine reine Torgauer Mannschaft gemeldet. Unser Ziel ist es, unsere Spieler weiterzuentwickeln - was am Ende dabei herausspringt, wird sich zeigen. Wir gehen optimistisch in die anstehende Hallenrunde."

Torgau: O. Weber - J. Klisch, R. Winkelmann, W. Gärtner, T. Kurandt, M. Anders (2 Tore), M. Mursch

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