Freitag, 16. September 2022

Wildenhain beliefert weiter Kitas und Schule in Mockrehna

(Martin Schutt)

von Christian Wendt

Einen Nachschlag in puncto Preisgestaltung der Mittagessen in Kitas und Schule gab es im Ortschaftsrat Mockrehna. Dort legte Bürgermeister Peter Klepel auch ein Alternativangebot vor.

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Mockrehna Die Kindereinrichtungen Mockrehnas bleiben bei ihrem örtlichen Essensanbieter: Diese Marschrichtung kann zumindest aus der Mockrehnaer Ortschaftsratssitzung in dieser Woche abgeleitet werden, in der das zuvor noch im Gemeinderat mit Eltern recht emotional diskutierte Preisschild noch einmal aufs Tapet gehoben wurde.

So konnte Ortsvorsteher Bernhard Wagner (CDU) unter anderem Mandy Meißner, die Geschäftsführerin der Wildenhainer Agrargenossenschaft, begrüßen. Die Doberschützerin legte noch einmal dar, wie spitz bei der Preisgestaltung kalkuliert worden sei. Irritiert zeigte sie sich ob des Umstands, dass das Mittagessen vielfach mit 4,05 Euro in Zusammenhang gebracht worden sei, in jener Summe aber ein Essensaufschlag von etwa einem Euro stecke, der an eine andere Firma weitergereicht werde. Allein für das Mittagessen würden nämlich nur 3,05 Euro pro Portion fällig - eine Summe, die auf diesem Qualitätslevel nach Ansicht von Bernhard Wagner wohl kaum zu unterbieten sei.

Dabei hatte die Verwaltung schon Kontakte zu einem Alternativanbieter aufgenommen. Wie Bürgermeister Peter Klepel (parteilos) auf TZ-Nachfrage erklärte, handele es sich dabei um die RWS-Gruppe. Allerdings habe deren Angebot nur unwesentlich unter jenem der Wildenhainer gelegen. Mit Blick auf den Ausgabeaufschlag warnte Klepel jedoch vor Schnellschüssen. Sollte der Gemeinderat, um Familien zu stützen, bei den anstehenden Haushaltsgesprächen die Übernahme jener Teilsumme in Erwägung ziehen, würde dies eine Mehrbelastung von 120000 bis 130000 Euro bedeuten. Problem, so Klepel, sei auch, dass jene Kosten dann nach dem Prinzip "linke Tasche, rechte Tasche" auf die Elternbeiträge umgelegt werden müssten und dann auch jene Eltern belastet würden, deren Kinder kein Mittagessen bestellten. Rückendeckung bekam die Wildenhainer Agrargenossenschaft nicht nur von Bernhard Wagner. Auch Ortschafts- und Gemeinderat Bernd Haubus (CDU) zeigte sich ob der Erläuterungen Mandy Meißners überzeugt. Deren Unternehmen liefert täglich 600 Mittagessen in die Einrichtungen Mockrehnas. Gemeinde- und Ortschaftsrat Erwin Ellguth (DIE LINKE) konnte die offengelegte Kalkulation nachvollziehen.

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