Dienstag, 20. September 2022

Sächsisches Geschichtscamp in Torgau eröffnet

Herma Lautenschläger (r.) bedankte sich bei Torsten Alf und Steffi Kohlmetz für deren 10-jähriges Engagement rund um das Geschichtscamp. (Christian Wendt)

von Christian Wendt

Teilnehmer aus vier Bundesländern haben bis zum Freitag die jüngere DDR-Geschichte im Blick. Acht Workshops bieten ein breites Themenspektrum.

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Torgau Im Sächsischen Geschichtscamp dreht sich seit Dienstagvormittag alles rund um dunklere Facetten der DDR-Geschichte. Insgesamt 45 Schüler aus Sachsen, Hamburg, Berlin und Baden-Württemberg tauchen in Torgau in ein durch acht angebotene Workshops sehr breit gefächertes Themenspektrum ein. Dieses reicht von unangepassten Jugendlichen im Kontext von Strafverfolgung und repressiver Heimerziehung, über "Beatfans" und Schule im Fokus der Staatssicherheit bis hin zu Jugendlichen in der Kirche.

Hausherr Peter Nowack begrüßte die Teilnehmer der mittlerweile 11. Auflage in der Aula des Johann-Walter-Gymnasiums. Und weil es eben ein Geschichtscamp ist, sparte der Schulleiter auch nicht mit Jahreszahlen. Stolz blickte er dabei auf das Jahr 1371 - dem Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung der Einrichtung. Jener Umstand mache das Johann-Walter-Gymnasium zu einer der ältesten Schulen überhaupt im Freistaat.

Blumen gab es zu Beginn für die beiden Workshopleiter Torsten Alf und Steffi Kohlmetz, die nach einer Proberunde vor elf Jahren seit der eigentlichen Geburtsstunde des Geschichtscamps 2013 in Torgau mit dabei sind. Seit jener Zeit kann das Camp auch auf die Unterstützung und Expertise der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau bauen.

Camp-Teilnehmerin Carolina Bossow, Chemnitz (Christian Wendt)

Neugierig zeigte sich am Dienstag unter anderem Camp-Neuling Carolina Bossow aus Chemnitz. Die geschichtsbegeisterte Schülerin stieß bei ihren Recherchen zu einer Facharbeit über den Jugendwerkhof Klaffenbach auch auf den Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Unterdessen ist Amelie Braun eine überzeugte "Wiederholungstäterin". Bereits im vergangenen Jahr war die Schülerin nach Dresden gereist, wo das Camp auf die Zeit der deutschen Teilung, das Leben in der DDR sowie die Friedliche Revolution und deren Folgen blickte. "Ich hatte keine Ahnung, dass das alles so krass war", sagte die Schülerin aus Baden-Württemberg.

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