Dienstag, 20. September 2022

Torgau: Firma Lamator gehört nun zur FRANK-Gruppe

Lamator (Silke Kasten)

von Silke Kasten

Mechanische Bodenbearbeitung anstelle von Chemie: Mit Produkten aus Torgau bediene man einen "hochaktuellen Trend", sagt der Chef der FRANK-Gruppe, Frank Grote.

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Torgau Die Firma Lamator wurde Anfang des Monats von der FRANK Walz- und Schmiedetechnik in Hatzfeld (Eder) in Hessen übernommen. Hergestellt werden hochwertige Metallzinken, die in landwirtschaftlichen Geräten für die Bodenbearbeitung Verwendung finden.

Der Torgauer Metallbau-Betrieb beschäftigt derzeit 27 Mitarbeiter, wie Werkleiterin Anne Kayss auf Anfrage mitteilt. Gegründet wurde die Lamator GmbH im Jahr 1996; allerdings werden in Torgau schon seit 116 Jahren federnde Werkzeuge für die Bodenbearbeitung gefertigt.

FRANK rundet durch die Übernahme sein Angebot für Agrarindustrie und Landwirte mit Federzinken ab. An diesen vibrierenden Zinken sind Werkzeuge wie Gänsefüße oder Hackschare befestigt. "Mit den traditionsreichen Produkten von Lamator bedienen wir einen hochaktuellen Trend: die mechanische Unkrautbekämpfung", erläutert der Geschäftsführer der FRANK-Gruppe, Frank Grote. "Sie erlaubt es den Landwirten, den Einsatz von Herbiziden zu reduzieren oder ganz zu vermeiden." Dies sei auch politisch gewünscht, wie die Diskussion um ein Verbot von Glyphosat zeige.

Lamator sei für die Hessen eine "perfekte strategische Ergänzung", so Grote: "Es ist ein wichtiges Puzzleteil, das in unserem Angebot noch fehlte." Die Torgauer Erzeugnisse biete man zum einen den Landmaschinenherstellern für die Erstausstattung ihrer Maschinen an. Zum anderen können Landwirte die Produkte über diverse Vertriebskanäle direkt als Verschleißteile kaufen. Geboten werden mehr als 13 000 Artikel, die in den Bereichen Bodenbearbeitung, Aussaat, Ernte, Kommunaltechnik und im Weinbau Anwendung finden.

Mit dem operativen Geschäftsergebnis zeigt sich Grote zufrieden. "In den letzten fünf Jahren hat die FRANK-Gruppe ihren Umsatz auf knapp 75 Millionen Euro verdoppelt." Insgesamt beschäftigt das Unternehmen 500 Mitarbeiter.

Strategisch hat sich FRANK zum Ziel gesetzt, zum Vollanbieter im Bereich der Verschleißteile für die Agrartechnik zu werden (Fachterminus: "Full-Liner"). "Vollanbieter heißt für uns, den Kunden alles aus einer Hand bieten zu können", sagt Grote. "Kurze Wege, schnelle Lieferzeiten und zuverlässige Qualität sind für Landwirte angesichts knapper Zeit und robuster Arbeitsbedingungen kaufentscheidend." Zur Ergänzung des Sortiments wurde bereits Ende 2021 die OEM Tec GmbH nahe Halle (Saale) erworben.

In den vergangenen Jahren habe das Unternehmen "erhebliche Mittel" in die Modernisierung und Automatisierung der Produktion in seinen Werken in Hatzfeld und Ungarn investiert. Zudem wurde die Innovationskraft gestärkt, indem 2021 das Forschungs- und Entwicklungszentrum "Campus" in Marburg gegründet wurde. Dort widme man sich anwendungsnahen Produktentwicklungen und der Grundlagenforschung für neue Werkstoffe, Beschichtungen und Sensortechnologie. Mehrere Innovationspreise habe FRANK dafür erhalten.

Die Torgauer Immobilie bleibt übrigens weiterhin im Besitz der ehemaligen Lamator, nun umformiert in Torgauer Liegenschaften GmbH.

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