Mittwoch, 21. September 2022

Keine evangelische Grundschule in Belgern

Aus diesem leerstehenden Gebäude in der Neußener Straße wird nun keine Grundschule mehr. (Foto: Christian Wendt)

von Christian Wendt

Mit Blick auf enorme Kosten zieht Stefan Branig, der Geschäftsführer der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz, in Sachen Grundschulprojekt in Belgern die Reißleine.

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Belgern Die Evangelische Schulgemeinschaft Niederlausitz hat sich in dieser Woche von ihrem Plan verabschiedet, in Belgern neben der staatlichen Grundschule ein eigenes Grundschulangebot zu etablieren. Dies geht aus einem von Geschäftsführer Stefan Branig unterzeichnetem Elternbrief hervor, den die Schulgemeinschaft am Dienstag auf elektronischem Wege verschickte.

In dem Schreiben bedankt sich Branig bei allen Unterstützern, die die Schulgemeinschaft "mit Mut und Einsatz auf dem Gründungsweg der Grundschule" bis jetzt unterstützt haben. Doch nach reiflicher Überlegung und einen nochmaligen Blick auf die hohen Kosten (die Rede war von mindestens 1,6 Millionen Euro) nehme man nun Abschied von dem Vorhaben. Gleichwohl verfolge man weiterhin den Plan, im Landkreis Nordsachsen ein Angebot zu etablieren. Jenen Eltern, die ihre Kinder schon weit vor der Einschulung bei der Schulgemeinschaft angemeldet hätten, müsse nun nach einer aufregenden Zeit abgesagt werden. Zuletzt hatte es im Juli eine große Demonstration von Eltern auf dem Belgeraner Marktplatz gegeben, nachdem es zwischen Stadtrat, Verwaltung und Schulgemeinschaft zu Unstimmigkeiten gekommen war.

Von der Entscheidung zur Grundschule unberührt bleibt das Erfolgsmodell der Evangelischen Oberschule am Standort Belgern.

Stefan Branig, Geschäftsführer der Evangelischen Schulgemeinschaft Niederlausitz. (Christian Wendt)

Für das kommende Schuljahr sind bereits alle in Frage kommenden Erstklässler in der staatlichen Grundschule angemeldet. Nur zwei Familien hatten nach Information der Torgauer Zeitung einen Wechsel in Betracht gezogen, sofern die Schulgemeinschaft eine eigene Grundschule eröffnet hätte. Diese sollte ursprünglich in der Neußener Straße entstehen. Das Gebäude war bereits erworben worden. Probleme bereitete aber ein Bauantrag, der wiederum Voraussetzung dafür gewesen wäre, überhaupt die Genehmigung für die Grundschule zu erhalten.

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