Freitag, 23. September 2022

Großer Photovoltaikpark nahe Belgern geplant

von Christian Wendt

In Belgern-Schildau laufen derzeit Planungen für einen zweiten großen Solarpark. Dieser soll zwischen den Ortsteilen Belgern und Mahitzschen ab dem 2025 errichtet werden.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken

Belgern In der Nähe von Belgern soll ein etwa 80 Hektar großer Solarpark errichtet werden. Entsprechende Pläne wurden auf der jüngsten Belgern-Schildauer Stadtratssitzung von Vertretern der Firma UKA Meißen Projektentwicklung vorgestellt. Rein rechnerisch könnte der Solarpark nach Angabe von Projektmanager Tom Findeisen 12?500 Drei-Personen-Haushalte mit Strom versorgen. Läuft alles nach Plan, wird mit dem Bau im Jahr 2025 begonnen.

Mit zwei großen landwirtschaftlichen Betrieben, die Flächen auf dem sogenannten Steinerberg - dieser befindet sich zwischen den Ortsteilen Belgern und Mahitzschen am alten Bahndamm - einbringen, hat die UKA bereits Einigkeit für die Millioneninvestition erzielt. Bei den Betrieben handelt es sich um die Kaisaer Agrargenossenschaft und den Landwirtschaftsbetrieb Knorr aus Döbeltitz.

Wie Olaf Knorr gegenüber den Stadträten im Bürgersaal ausführte, handelt es sich bei den Flächen um qualitativ minderwertiges Ackerland. Der Fachmann sprach von einem benachteiligten Gebiet. "Der Name Steinerberg kommt ja nicht von ungefähr", betonte er. Die Bodenwertzahlen lägen lediglich bei 20, mal etwas mehr, mal sogar noch weniger. Hier könne Landwirtschaft lediglich im begrenzten Umfang betrieben werden, sagte er. Diskussionen vonseiten der Stadträte gab es daher keine. Die UKA würde von der Planung, über den Bau bis hin zum Betrieb der Anlage nach Angabe von Tom Findeisen alles aus einer Hand anbieten. Die Stadt könnte finanziell bei einer angepeilten Leistung des Solarparks von 50 Megawatt mit einer jährlichen Einnahme in Höhe von 100?000 Euro rechnen. Auch Bürgern stünden Möglichkeiten offen, sich an dem Solarpark zu beteiligen. Allerdings ging Findeisen diesbezüglich nicht weiter auf Details ein.

Der Standort des Solarparks liegt mit seinem westlichen Teil inmitten des Landschaftsschutzgebiets Dahlener Heide. Deswegen werde man mit den Planungsbehörden nach Möglichkeiten suchen, wie die betroffenen Flächen aus dem Schutzstatus herausgelöst werden können, sagte der UKA-Vertreter. Anders, als noch die Diskussion über eine weithin sichtbare Bebauung des Schildbergs mit Solarmodulen - das Projekt war im Januar 2020 letztlich an massiven Bürgerprotesten gescheitert - soll die von der UKA geplante Anlage kaum einsehbar sein. Dazu komme eine entsprechende Bepflanzung mit Sichtschutzhecken. Bürgermeister Ingolf Gläser (CDU) zeigte sich ob des Vorhabens zuversichtlich, zumal die Stadt dringend ihre Einnahmenseite verbessern müsse. Aktuell gibt es eine Vielzahl an Ideen, unter anderem auch für einen Solarpark bei Liebersee, sagte er. Planungen laufen derweil für einen Solarpark zwischen Schildau und Klitzschen.

Sie interessieren sich für das Neueste aus Torgau und der Region? Dann bestellen Sie den Newsletter "Darüber wird morgen gesprochen"! Der kommt jeden Abend per E-Mail und bringt die wichtigsten Themen des nächsten Tages mit. >> Hier können Sie ihn bestellen.


Jetzt kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Wir-packens-an

epaper

 

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
 

Aktuelle Bildergalerien


Wirtschaftsmagazin

Abenteuer Tiefschnee

AKTIONEN

Newsletter

Festtagsmagazins

Torgau-Plus

Riesenmagazin

Oschatz-Magazin

Azubi-Expo-Digital

INFOS & EMPFEHLUNGEN

laga