Sonntag, 27. September 2020
Montag, 10. Oktober 2016

OSTELBIEN

"Nach sieben Minuten lag das erste Ergebnis vor"

Gleich nach Bekanntgabe des offiziellen Wahlergebnisses überbrachten Ulrich Fiedler (l.), stellvertretender Landrat sowie Holger Reinboth, Bürgermeister von Arzberg, herzliche Glückwünsche. Foto: TZ/N. Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Beilrode. Einen Tag nach der spannenden Bürgermeisterwahl (TZ berichtete ausführlich) herrschte gestern im Beilroder Gemeindeamt allgemeine Erleichterung. „Wir sind froh, dass die ganze Wahl ordentlich abgelaufen ist und dass auch die Wahlbeteiligung gut war. Natürlich sind wir ebenfalls sehr erleichtert, dass es keinen zweiten Wahlgang mehr geben muss und dass ein eindeutiges Ergebnis zustande kam“, erklärte Andrea Hellwig, die Vorsitzende des Gemeindewahl-Ausschusses.

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Beilrode. Einen Tag nach der spannenden Bürgermeisterwahl (TZ berichtete ausführlich) herrschte gestern im Beilroder Gemeindeamt allgemeine Erleichterung. „Wir sind froh, dass die ganze Wahl ordentlich abgelaufen ist und dass auch die Wahlbeteiligung gut war. Natürlich sind wir ebenfalls sehr erleichtert, dass es keinen zweiten Wahlgang mehr geben muss und dass ein eindeutiges Ergebnis zustande kam“, erklärte Andrea Hellwig, die Vorsitzende des Gemeindewahl-Ausschusses. Man könne nun davon ausgehen, dass ab 1. November der „neue Chef“ in die ehemalige Villa in den Park einzieht und dass bald wieder Normalität herrscht. „Herr Pulver hat aber in der Zwischenzeit eine super Arbeit geleistet und sich wahnsinnig engagiert“, schätzte Andrea Hellwig auch im Namen ihrer Kollegen ein.

René Vetter sei den meisten Mitarbeitern durchaus bekannt. Er hatte sich in den vergangenen Wochen auch mehrfach in Kindereinrichtungen und in der Schule vorgestellt. Ein dickes Lob übermittelte Andrea Hellwig an die emsigen Wahlhelfer. Sieben Minuten nach Schließung der Wahllokale lag bereits das erste Ergebnis aus Rosenfeld vor. „Es ging alles schneller als erwartet. Nur in Beilrode tauchte anfangs ein kleines Problem auf, so dass mehrfach durchgezählt werden musste. Die Zahl der Stimmzettel stimmte wohl nicht mit der Strichliste überein. Wäre das nicht gewesen, hätten wir wahrscheinlich schon nach 45 Minuten alle Daten im Computer gehabt.“ So aber konnte Kandidat René Vetter die Nachricht vom Sieg erst kurz nach 19 Uhr telefonisch entgegen nehmen. Wie bereits berichtet, feierte der Weidenhainer ausgerechnet am Sonntag privat seinen 40. Geburtstag. Am Donnerstag oder Freitag in dieser Woche erscheint nun ein Sonderamtsblatt mit dem offiziellen Ergebnis.

Ab dann läuft die Widerspruchsfrist. Bis gestern war nichts bekannt geworden, dass irgendwelche Unregelmäßigkeiten oder Verstöße aufgetaucht sein könnten beziehungsweise dass jemand die Wahl anfechten möchte. Auch der allgemein notwendigen Wahlprüfung durch das Landratsamt sieht man in Beilrode gelassen entgegen. „Wir konnten ein spezielles Programm vom Statistischen Landesamt nutzen und die Zahlen dort gleich im Computer eingeben. Das System hätte sofort reagiert, wenn etwas unstimmg gewesen wäre“, so die Vorsitzende.

Gut gelaunt zeigte sich gestern Jochen Pulver, der in den letzten Wochen eine ziemliche Last zu tragen hatte. „Ich war überrascht, wie umfangreich die Arbeit für mich als amtierenden Bürgermeister ausfiel. Das hätte ich nicht erwartet“, gab er zu. Fast täglich war der Döbrichauer stundenweise im Beilroder Gemeindeamt, um die eingehende Post zu sichten, Gespräche mit Mitarbeitern zu führen, Kindereinrichtungen und Veranstaltungen zu besuchen, Wünsche von Bürgern entgegen zu nehmen, Sitzungen vorzubereiten und selber zu leiten oder Termine mit anderen Behörden zu erfüllen. Nun könne er demnächst den Staffelstab „guten Gewissens“ weiterreichen. „Ich gehe davon aus, dass wir uns an einen Tisch setzen, sobald die Rechtsaufsicht alles genehmigt hat“, so Jochen Pulver im Bezug auf Nachfolger René Vetter. „Wir werden dann sicher auch gemeinsam mit Bauamtsleiter Steffen Kretzschmar offene Vorgänge und Projekte absprechen“.

Mit Befindlichkeiten der bisherigen Kontrahenten rechnet er nicht. Schließlich sei der Wahlkampf respektvoll und fair gelaufen. „Man muss den Blick nach vorn richten und man darf nicht vergessen, dass wir dem Bürger zu dienen haben“, sagte Pulver. Mit dem Bau des neuen Feuerwehr-Gerätehauses sei ein Millionenprojekt zu realisieren. Gleich die erste Herausforderung für Amtschef René Vetter. Die Aufträge sind ausgelöst, noch in diesem Jahr muss ein Teil der Fördermittel verbaut werden. Die Feuerwehr hat inzwischen Bäume im Park gefällt, als nächstes sind Wurzeln zu entfernen, sodass voraussichtlich im Verlauf des Novembers die Bodenplatte gegossen wird. „Weiterhin liegt mir am Herzen, dass wir mit Hilfe der Sponsoren das Panzer-Denkmal auf Vordermann bringen“, erklärte Jochen Pulver, der seit 4. Juli als amtierender Bürgermeister wirkte.

René Vetter erlebte gestern Nachmittag die offizielle Wahlversammlung in der Gemeindeverwaltung Beilrode persönlich mit und konnte hinterher die Glückwünsche von Ulrich Fiedler, dem stellvertretenden nordsächsischen Landrat sowie vom Arzberger Bürgermeisterkollegen Holger Reinboth entgegen nehmen. Sein Arbeitsverhältnis in der Torgauer Stadtverwaltung will der neu gewählte Beilroder Bürgermeister möglichst ruhen lassen. Sämtliche Details seien aber noch zu klären. 56 Prozent der Wahlberechtigten hatten ihm am Sonntag die Stimme gegeben, die Mitbewerber Steffen Kretzschmar und Holger Schulze erreichten 41 Prozent beziehungsweise 3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,4 Prozent.

Welche Ergebnisse die drei Kandidaten in den einzelnen Orten erreichten, lesen sie in der aktuellen Print-Ausgabe.

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