Donnerstag, 29. Oktober 2020
Freitag, 5. April 2019

GESPRÄCH AM SONNTAG

Enrico Ihle: "Große Kameradschaft"

Enrico Ihle: „Feuerwehr ist nicht nur mit Wasser spritzen. Gemeinsam mit Kameraden anderen Menschen zu helfen, die in Not sind, macht mich stolz.“Foto: SWB/Peter Noack

Von unserem Redakteur Peter Noack

Enrico Ihle ist seit 2018 Stadtjugendwart in der Freiwilligen Feuerwehr Riesa-Stadt. Seit 1996 ist er als Mitglied der Feuerwehr aktiv. Heute berichtet er über sein Ehrenamt.

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Riesa. Enrico Ihle ist seit 2018 Stadtjugendwart in der Freiwilligen Feuerwehr Riesa-Stadt. Seit 1996 ist er als Mitglied der Feuerwehr aktiv und hat sich in viele Stunden seiner Freizeit für dieses  Engagement eingesetzt. Heute berichtet er über sein Ehrenamt.

SWB: Wie sind Sie zur freiwilligen Feuerwehr gekommen?
Enrico Ihle:
„Das war 1996. Als ich 14 Jahre alt war, also recht spät, erzählte mir ein Freund ständig von den Unternehmungen und Diensten der Jugendfeuerwehr, sodass ich irgendwann nicht mehr widerstehen konnte und einfach mal reinschnupperte. Seitdem bin ich dabei und ich habe immer noch Spaß daran.“


Was gefällt Ihnen an der Feuerwehr?
„Die ungeheuer große Kameradschaft, in guten wie in schlechten Tagen, und das über alle Generationen. Zugehörigkeit und das ,Gebrauchtwerden’ ist ebenso etwas Besonderes. Alle, vom Studierten bis zum Schüler arbeiten hier kameradschaftlich zusammen.“


Was wird in der Jugendfeuerwehr gemacht?
„Wir bilden die Jugendlichen dazu aus, um in unsere Einsatzabteilung nachzurücken. Das aber auf kindgerechte Art. Mit Zeltlagern, Spielen, Sport und unseren wöchentlichen Diensten wollen wir den Kindern beibringen, was Feuerwehr ist. Dass wir nicht nur mit Wasser ,spritzen’, wird den meisten erst hier klar.“


An welches besonders schöne Erlebnis bei der Feuerwehr können Sie sich erinnern?
„Es gab da mal eine kleine Wanderung, im Zeitalter, wo Telefone noch eine Schnur hatten und ich selbst noch in der Jugendfeuerwehr war. Unser Jugendwart hatte alles gut geplant, nur nicht, dass die Beschilderung des Wanderweges ein wenig irreführend war. So wurde der Weg immer länger und mit der Dämmerung die Kameradschaft immer größer. Die Älteren haben sich um die Jungen gekümmert, sodass unsere vier Betreuer den richtigen Weg fanden und wir sogar rechtzeitig zum Abendessen zurück waren. Das war für mich eines der schönsten Erlebnisse, worüber wir heute noch sprechen.“


Gab es auch schon dramatische Erlebnisse?
„Bis auf kleinere Blessuren gab es da nichts.“


Was haben Sie sich für die Zukunft bei der Feuerwehr vorgenommen?
„Solang es geht, möchte ich meinen Kameraden zur Seite stehen, den Bürgern helfen, die uns brauchen und gesammeltes Wissen an interessierte Kinder und Jugendliche weitergeben.“


Was wünschen Sie sich?
„Dass die Frauen und Männer der Kameraden uns weiterhin den Rücken stärken, wenn wir an einem Feiertag das zweite Mal zu Hause wegrennen, wegen einer brennenden Mülltonne, wir beim Sonntagsessen hochspringen, um zu einem Fehlalarm zu fahren oder um mitten in der Nacht beim größten Unwetter Keller auszupumpen. UND ich wünsche mir eine zeitnahe Lösung für unser marodes Gerätehaus.“


Welche Veranstaltung der Feuerwehr können Sie ankündigen?
„Am Ostersonntag, dem 21. April, laden wir herzlich zum Osterfeuer ein. Ab 16 Uhr beginnt die Veranstaltung auf den Elbwiesen in der Nähe des Bootshauses und je nach Witterung wird am Abend das Osterfeuer entzündet.“


Wo können sich Interessenten an der Jugendfeuerwehr melden?
„Das ist ganz einfach. Jeden Mittwoch, ausgenommen in den Ferien und an Feiertagen, ist Jugendfeuerwehrdienst in den freiwilligen Feuerwehren. Ab 16 Uhr ist hier in Riesa-Stadt jemand da. Einfach mal vorbeischauen. In Riesa-Nickritz ist das von 17.00 bis 18.30 Uhr, in Riesa-Gröba von 16.00 bis 18.00 Uhr und in Riesa-Weida von 15.45 bis 17.15 Uhr möglich. Zu diesen Zeiten ist immer ein Ansprechpartner dort, der weiterhilft.“ Gespräch: Peter Noack

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