Freitag, 24. Mai 2019
Freitag, 3. Mai 2019

TORGAU

Reggae und Ska in Mehderitzsch

Das Mehderitzscher Waldbad bietet eine optimale Kulisse für das Colors of beat Open Air. Foto: TZ/ Archiv

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Mehderitzsch. Drei Torgauer stellen mit dem Colors of Beat ein komplettes Open Air selbst auf die Beine. Im Mehderitzscher Waldbad soll das ganze stattfinden und mit einem bunten Lineup auftrumpfen.

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Die Torgauer Musikszene ist breit gefächert. Es gibt den Punkrock im Brückenkopf, den Metal beim In-Flammen-Open-Air, klassische Musik bei der Internationalen Sächsischen Sängerakademie und die Kulturbastion wartet fast wöchentlich mit einem neuen Blues- oder Soul-Konzert auf. Eine Sache hat die Elbestadt bisher noch nicht auf Lager, und das ist Reggae. Alfred Slotta, Benjamin „Benni“ Woelki und Dominik Schubert wollen das ändern und stellten deshalb das Colors of Beat Open Air auf die Beine. Am 18. Mai wird ins Mehderitzscher Waldbad eingeladen, um zu fetzigen Reggae- und Ska-Beats das Tanzbein zu schwingen und das hoffentlich strahlend schöne Wetter zu genießen.

Die perfekte Location

„Die Idee, ein eigenes Reggae-Open-Air zu veranstalten, gibt es eigentlich schon mehrere Jahre“, blickt Benni im Gespräch mit der TZ zurück. „Damals waren das aber eher noch Hirngespinste, so richtig konkret wurde es erst letzten Sommer.“ Dann habe er sich mit seinem Kumpel Dominik zusammengesetzt und über die Idee konkret nachgedacht. „Das Mehderitzscher Waldbad ist einfach die perfekte Location für ein solches Konzert. Das Ambiente dort ist klasse“, sagt Schwimmmeister Benni, der auch in Mehderitzsch regelmäßig arbeitet.

„Außerdem höre ich regelmäßig von älteren Leuten, dass dort früher viel mehr los war. Also haben wir uns gedacht, sorgen wir doch einfach dafür, dass wieder mehr los ist.“ Und so war die Idee für das Colors of Beat geboren. Alfred wurde als Dritter im Bunde mit ins Boot geholt und damit war das Team komplett.

Alles kommt aus der Region

Wichtig ist für die drei Männer vor allem die Regionalität ihrer Veranstaltung. Fast alles, von der Bühnentechnik von TrampSound aus Torgau über die Logogestaltung durch die Torgauer Maler bis hin zum Druck der Flyer und Plakate durch die Torgauer Firma Kopielski, stammt aus der Umgebung und kurbelt somit die heimische Wirtschaft an. Lediglich bei der Security musste das Colors-of-Beat-Team auf eine Leipziger Firma zurückgreifen.

Auch die Werbung schalten die Veranstalter vor allem im regionalen Rahmen. Über 300 Plakate haben sie drucken lassen, dazu noch über 5000 Flyer. „Wir haben uns bei der Plakatierung einen richtigen Plan gemacht und die einzelnen Torgauer Straßenzüge aufgeteilt“, erzählt der 53-jährige Alfred schmunzelnd. „Egal ob an Litfasssäulen oder in Geschäften, die regionale Mundpropaganda ist das, worauf wir am meisten bauen.“ Doch auch in den sozialen Netzwerken sind die Jungs aktiv. Unter Anderem wird die Veranstaltung auf Facebook beworben und auch ein passender Instagram-Account wurde angelegt. Dies ist die Aufgabe der beiden jüngeren Teammitglieder, Benni (30) und Dominik (43).

Jeder hat seine spezielle Aufgabe

Besonders Letzterer kümmert sich um die Arbeit im Internet und hat außerdem noch das gesamte Booking übernommen. Mit zahlreichen Kontakten in der Musikszene war es ihm ein Leichtes, passende Bands an den Start zu bringen und das Lineup des Open Airs entsprechend zu füllen.

Alfred kümmert sich um die Unterbringung der Künstler und erledigte zahlreiche Behördengänge. „Das sind für eine solche Veranstaltung deutlich mehr als man erwartet, Probleme gab es aber trotzdem keine. Die Torgauer Stadtverwaltung wie auch die Stadtwerke haben uns perfekt unterstützt und nicht nur keine Steine in den Weg gelegt, sondern uns bei unserem Vorhaben regelrecht unter die Arme gegriffen.“

Benni ist als ausgebildeter Schwimmmeister vor allem für die Aufsicht während der Veranstaltung zuständig. Da in der Zeit des Open Airs im Waldbad natürlich auch gebadet werden kann, wird vor allem ein Auge aufs Wasser geworfen, aber auch den generellen Ablauf der Veranstaltung überwacht er.

All die anderen kleinen und großen Aufgaben, die ein solches Open Air mit sich bringt, werden von freiwilligen Helfern übernommen. Knapp 30 Freunde, Bekannte und andere Unterstützer konnten die drei Organisatoren um sich scharen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu garantieren. Vom Parkplatzeinweiser bis hin zum Bierverkäufer werden alle Aufgaben auf ehrenamtlicher Basis erledigt.

Der Gewinn wird gespendet

Als Träger der gesamten Veranstaltung fungiert der Belgeraner Verein „Zusammenkommen“. Dieser sponsert nicht nur ein großes Kuchenbüfett während der Veranstaltung, sondern griff Benni, Alfred und Dominik auch im Vorfeld bei der Organisation unter die Arme. Im Gegenzug versprachen die drei Männer, sämtlichen Gewinn, den sie mit ihrem Konzert erzielen, an den Verein zu spenden.

Der wichtigste Faktor für ein solches Open Air ist jedoch, neben sonnigem Wetter, natürlich die Auswahl der auftretenden Bands. Und hier haben sich die Veranstalter wahrlich nicht lumpen lassen. Durch die Tatsache, dass die drei Männer wahre Reggae- und Ska-Liebhaber sind, dominieren diese locker-fröhlichen Musikrichtungen zwar das Lineup der Veranstaltung, werden aber auch von anderen Musikgruppen begleitet. So spielt zum Beispiel neben dem Berlin-Boom-Orchestra, einer neunköpfigen Reggae- und Ska-Kombo aus der Hauptstadt, auch die Torgauer Punkband Sperrzone. Vor dem Auftritt der österreichischen Reggae-Band Rekall tritt der Liedermacher Matze Rossi auf. Und einen klaren Kontrast zum fetten Ska-Sound der Dresdner Band Yellow Cap sorgen die DJs Dexter und Johny Grumble. Abgerundet wird das Ganze dann von der Dresdner Band Mrs Columbo, bei der sich auch die drei Veranstalter überraschen lassen.

Ein doppeldeutiger Name

Den Namen haben Benni, Dominik und Alfred übrigens nicht zufällig ausgewählt. Tatsächlich stecken sogar gleich zwei tiefere Bedeutungen hinter „Colors of Beat“. So soll zum einen die bunte musikalische Mischung mit dem Namen transportiert werden (Colors, engl. Farbe), zum anderen ist ein Offbeat ein gängiger Gitarrenrhythmus in der Regga- und Ska-Musik. Somit soll klar werden, dass zwar alle möglichen Musikrichtungen beim Colors of Beat vertreten sind, es sich aber vor allem auf die beiden zuletzt genannten Genres konzentriert.
Und genauso wenig wie der Name wurde auch das Datum, der 18. Mai, nicht zufällig ausgewählt. „Wir wollen mit unserem Open Air die Festivalsaison einleiten“, erklärt Benni. „Die beginnt so ungefähr zwei Wochen danach, sodass bei uns die Bands noch ziemlich gut greifbar sind, auch richtig Bock haben, in den Sommer zu starten.“

Fortsetzung ungewiss

Ob es im nächsten Jahr eine Folgeveranstaltung gibt, darauf möchten sich die drei Organisatoren noch nicht festlegen. „Wir machen das von der Resonanz und der Akzeptanz des diesjährigen Open Airs fest“, sagt Alfred. „Tendenziell hätten wir schon Lust, aber es kommt eben ganz auf das Feedback der Leute an.“ Was die drei sich jedoch fest vorgenommen haben, ist die Installation eines Vorschlagkastens. So sollen Verbesserungsvorschläge direkt bei den Veranstaltern ankommen und in die etwaige Planung des kommenden Jahres mit einfließen. „Jetzt wollen wir uns aber erst mal auf dieses Jahr konzentrieren und  ein Open Air auf die Beine stellen, dass wir nicht so schnell vergessen.“

INFO

Karten für das Colors of Beat sind entweder im Vorverkauf oder aber an der Abendkasse am 18. Mai verfügbar. Im Vorfeld sind die Tickets entweder im Kulturhaus, im Aquavita Sport- und Freizeitbad sowie mit einer kurzen Mail an colors-of-beat@gmx.de erhältlich. Ab 12 Uhr werden am Samstag die Tore des Mehderitzscher Waldbads geöffnet, ab 12. 30 Uhr legen die DJs Dexter und Johny Grumble auf und eine Stunde später fängt dann die erste Band an zu spielen. Das Ende der Veranstaltung ist auf 1.30 Uhr gelegt.

 

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