Mittwoch, 5. Mai 2021
Donnerstag, 9. Mai 2019

900-jährige Geschichte geht aufs Kloster zurück

Ähnlich muss es damals im Kloster Riesa, dem ersten in der damaligen Mark Meißen, ausgesehen haben.Foto: Matthias Seifert

SWB/KD

Riesa. Gegründet wurde das Kloster vom Naumburger Bischof Dietrich I. Erstmals erwähnt wurde das Kloster „Reszoa“ 1119 in einer Urkunde des Papstes Calixtus II.

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Riesa. Wie alles begann ... Gegründet wurde das Kloster vom Naumburger Bischof Dietrich I. Erstmals erwähnt wurde das Kloster „Reszoa“ 1119 in einer Urkunde des Papstes Calixtus II und war das erste, welches in der Mark Meißen entstand.
„Reszoa“ ist die lateinische Form des slawischen Wortes „Riezowe“ – der Ort am Fluss, dem Mündungsbereich von Jahna und Elbe.
 
Das Kloster gehörte zum Benediktinerorden und wurde von Mönchen bewohnt. Im Jahr 1207 wurden zum ersten Mal Nonnen im Kloster Riesa ernannt und ab 1223 lebten nur noch Nonnen darin. Damals hielten sich nicht alle im Kloster lebenden Nonnen ausschließlich aus religiösen Gründen dort auf. Das Kloster diente auch als Versorgungsstift für vermögende, unverheiratete oder verwitwete Frauen. Manche Nonnen entzogen sich dem Kloster durch Flucht und heirateten.
 
Im Jahr 1243 wurde das gesamte Kloster, nebst seinem Bethaus, durch ein Feuer zerstört. Der Aufbau des Klostergebäudes erfolgte 1244 im romanischen Stil und wurde später mit dem Kirchenbau „Sankt Marien” zu Riesa im gotischen Baustil vollendet.
 
Das 14. Jahrhundert verhieß nichts Gutes für Riesa, brach doch im Kloster erneut ein Feuer aus und einige Jahre später herrschte die Pest in Riesa.
Im Jahr 1440 wurde das Gewölbe im Kapitelsaal eingezogen. Hier werden heute die Trauungen durchgeführt.
 
Wer mehr zur Geschichte erfahren möchte: Der Museumsverein organisiert mit seinen ehrenamtlichen Klosterführern auch 2019 wieder saisonale Klosterführungen. Die Führungen finden von Mai bis September jeweils donnerstags, 18 Uhr, sowie samstags und sonntags, 16 Uhr, statt. Sie dauern etwa 1 Stunde und kosten 4 Euro/Person, 2 Euro ermäßigt. Treffpunkt bzw. Ausgangspunkt ist in diesem Jahr ausnahmsweise der Zunftbaum, weil im gesamten Bereich des Rathauses in diesem Frühjahr und Sommer gebaut wird. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 

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Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de