Sonntag, 24. Januar 2021
Sonntag, 19. Mai 2019

BELGERN-SCHILDAU

Heimat mit reichlich Vielfalt

In der Belgeraner Stadthalle war ganz viel Heimat zu Gast.

von unserem Redakteur Christian Wendt

Belgern. Zahlreiche Angebote warteten bei der „Zukunft Heimat“-Messe der TZ-Mediengruppe am Samstag in der Belgeraner Stadthalle auf die Besucher.

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Eigentlich wollte Adrian Klöhn nur mal kurz vorbeischauen, gucken, was sich in und um die Belgeraner Stadthalle am Samstag abspielte. Eigentlich. Doch als Mitglied der Belgeraner Jugendfeuerwehr war er für die Angebote der „Großen“ sofort Feuer und Flamme; auch wenn Schere und Spreizer des hydraulischen Rettungssatzes schwerer waren als gedacht. Unterstützt von erfahrenen Kameraden schaffte es der junge Belgeraner dann aber ohne Mühe, einen Tischtennisball mit den schweren Zangen zu greifen und diesen auf einem Kegel abzusetzen.

Ohne Mühe ging dann auch die Messe „Zukunft Heimat“ der TZ-Mediengruppe über die Bühne. Sechs Stunden präsentierten 30 Anbieter zumeist aus der Region ihre Vorstellungen von einer Heimat, die Zukunft hat. Die Bandbreite reichte einerseits von Ganztagsangeboten in der Belgeraner Grundschule bis hin zur Seniorenbetreuung und -pflege; andererseits von Werterhaltung bis Modernisierung von Immobilien. Und immer wieder galt das Augenmerk der Fachkraftgewinnung. Dazwischen zeugten Vereinsstände von der schier unglaublichen Vielfalt, mit der ehrenamtliches Engagement aufwarten kann.

„Ein tolles Konzept, was die TZ-Mediengruppe hier auf die Beine gestellt hat“, freute sich gleich schon mal zur Begrüßung Belgern-Schildaus Bürgermeisterin Eike Petzold. Gemeinsam mit der Dahlener Heidekönigin Lydia Adler, die im September 2018 gekrönt wurde, sowie dem Belgeraner Viertelsmeister Michael Rosche stand sie Moderator Stefan Bräuer Rede und Antwort. Und klar, dass dabei auch der in Belgern-Schildau herbeigesehnte Ausbau des schnellen Internets thematisiert wurde. Dieser, so die Bürgermeisterin, werde jedoch erst im kommenden Jahr umgesetzt. Darauf habe man sich auf Grund des enormen Bauvolumens im gesamten Landkreis verständigt. Großes Ziel ist es aber, spätestens zum 31. Dezember 2020 mehr als 2000 Anschlüsse in der Doppelstadt per Glasfaser ins World Wide Web zu katapultieren.

Petzold richtete ein großes Dankeschön nicht nur an alle Messeständler sondern vor allem auch an alle Freiwilligen, die durch ihre ehrenamtliche Arbeit viel bewirken. Beispielhaft nannte sie hier Michael Rosche vom Oschatzer Tor sowie die Fördervereine der Kirchen in Staritz und Lausa.

Stichwort Oschatzer Tor: Was die Zukunft des sanierten Belgeraner Wahrzeichens anbetrifft, ließ Michael Rosche durchblicken, dass er demnächst mit dem Abklopfen des alten Putzes im unteren Bereich beginnen werde. Feuchtigkeit hatte auch hier die Wände in Mitleidenschaft gezogen. Tipps, wie private Hausbesitzer gegen feuchte Wände ankämpfen können, verrieten indes die Experten  der MVVB GmbH – auch bekannt als Mauerdoktor.

In Fragen Neubau und Modernisierung waren Besucher bei der K&K Baugesellschaft aus Torgau oder auch der Baufirma Tröpgen aus Roitzsch sehr gut aufgehoben. Wohlige Wärme versprach der HS-Tarm-Stand von Matthias Torge aus Süptitz, der die Vorteile von Holzpelletheizungen beziehungsweise Holzvergaserheizungen sowie deren Förderung erläuterte.

Stichwort Wärme: Die gab es bei Glasbläser Kalook Wollny reichlich. Besser gesagt wurde an seinem Tisch am Eingang der Halle Herzenswärme verschenkt. So konnten sich gerade Kinder beim Fertigen gläserner Herzen probieren. Zudem sammelte der Belgeraner mit dieser Aktion auch noch Spendengelder für die beiden Grundschulen in Schildau und Belgern sowie die künftige Freie Oberschule Belgern-Schildau, die im kommenden Schuljahr ihren Betrieb aufnehmen wird, ein. Unterstützt durch weitere Spenden der Firmen GIS Trans, Montageservice Klengler sowie Fliesenleger Schneider kam so eine Summe von 500 Euro zusammen.

Auf Einzelheiten und die Frage, warum derzeit am Giebel der künftigen Oberschule ein großes Gerüst steht, ging am Nachmittag auch noch Stefan Branig, Geschäftsführer des Trägervereins Evangelische Schulgemeinschaft Niederlausitz, ein. Demnach erhalte der Giebel nicht nur neue Farbe sondern auch gleich noch einen dauerhaften Namenszug. Im Gespräch mit der Torgauer Zeitung verwies Branig zudem auf das am Freitag in Belgern stattfindende dreitägige Kennenlerncamp, das die künftigen Fünfer am Samstag beispielsweise nach Wittenberg führt.

Davon, wie stark derzeit die Heimatverbundenheit in Lausa und Staritz ist, zeugten die Stände der Fördervereine der jeweiligen Kirchen. So warben die Lausaer Petra und Holger Dzur beispielsweise für die Darbietung des Theatre de Luna am 15. Juni. Dass zum fünfjährigen Bestehen des Vereins ausgerechnet noch einmal jenes tolle Licht- und Klangerlebnis aufgefahren werde, habe einen einfachen Grund. „Mit genau diesem beeindruckenden Erlebnis startete der Verein einst in seine Veranstaltungsreihe“, sagte Petra Dzur.

Ein paar mehr Jährchen haben derweil die Staritzer in diesem Sommer zu feiern. 900 Jahre hat die Ortschaft hinter sich gebracht. Beim Drehen eines Glücksrads konnten Besucher am Fördervereinsstand kleine Preise gewinnen. Dabei hechteten Vereinschefin Steffi Gläser und Ehemann Ingolf immer wieder von der Vereins- zur GIS-Ecke und zurück. Mit Gästen kamen sie sofort bei einem Gläschen Sekt ins Gespräch.

Ins Gespräch kam auch Jochen Werner vom gleichnamigen Belgeraner Büroeinrichter mit seinen Standnachbarn. Denn auch bei ihm ließ es sich gut sitzen. Nicht bei Sekt, gleichwohl bei bester (Rücken-)Gesundheit. Ob nun herkömmliche Synchronmechanik oder moderner, verschleißfreier Materialmix – dauerhaftes Sitzen erfordere hohe Anforderungen an die Sitzmöbel, betonte der Fachmann. Ob Bürostuhl oder Hocker, bei ihm blieb am Samstag kaum ein Sitz leer.

Das traf auf die Belgeraner Stadthalle indes nur bedingt zu. Trotz einer großen Bandbreite an Angeboten – auch Auto-Häuser und ein Segway-Stand aus Herzberg waren am Eingang des Rolandparks stationiert – hätte die Halle den ein oder anderen Besucher mit Sicherheit mehr vertragen können. Möglich, dass eine Vielzahl an Veranstaltungen dafür der Grund waren. Immerhin gab es in Belgern auch noch im vollbesetzten Schützenhaus das traditionelle Frühlingskonzert des Rolandstädter Blasmusikvereins, im benachbarten Liebersee wurde Dorffest gefeiert und in Mehderitzsch lockte „Colors of Beat“ mit Reggae- und Ska-Rhythmen. Nichtsdestotrotz haben Besucher der Stadthalle ihren Besuch nicht bereut: So zum Beispiel Dorita und Klaus Kirschke aus Plotha, die unter anderem mit reichlich Informationen rund um den nordsächsischen Wald die Heimreise antraten.


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