Dienstag, 6. Dezember 2022
Freitag, 21. Juni 2019

"Das lebt von Authentizität!"

Kathrin und Kristin Haase teilen die Leidenschaft für Entdeckungsreisen. Foto: PR

von unserer Redakteurin Julia Sachse

Reise-Bloggerin Kathrin Haase über ihre Arbeit, eine Elbe-Elster-Rundreise und Fernweh-Tipps

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Elbe-Elster.  Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch spricht Kathrin Haase, eine Hälfte des Blogger-Duos hinter „Travelinspired“, über ihre kürzliche Reise ins Elbe-Elster-Land. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Kristin bereist die Hamburgerin seit Jahren verschiedene Länder der Erde, um dort Menschen, Kultur und Kulturen kennenzulernen. Was als Hobby begann und einen Großteil der vorhandenen Freizeit einnahm, ist inzwischen zum Vollzeit-Traumjob geworden.

SWB: Sind Sie hauptsächlich als Testerinnen buchbar oder bloggen Sie auch über private Reisen?
Kathrin Haase: Beides. Inzwischen sind wir viel auf individuellen Recherchereisen oder auch Bloggerreisen in Kooperation mit Destinationen oder Reiseveranstaltern unterwegs. Wir schreiben aber auch immer noch über private Reisen. Denn an unserer Motivation hat sich nichts geändert: Wir möchten die Menschen dazu inspirieren loszuziehen, egal ob es ein Ausflug am Wochenende oder die große Fernreise ist. Daher auch unser Blogname „Travelinspired“.

Wie sehen Ihre Tätigkeiten auf solchen Reisen und für Ihre Website „Travelinspired“ im Allgemeinen aus?
Auf Reisen sind wir meistens von morgens bis abends draußen unterwegs. Wir lieben es, auf Entdeckungstour zu gehen, uns aktiv in der Natur zu bewegen (beim Wandern, Paddeln, Reiten oder Radfahren) und dabei am besten noch Tiere in freier Wildbahn zu beobachten. Dabei fotografieren wir natürlich fleißig und posten unterwegs erste Eindrücke auf unseren Social Media Kanälen. Im Anschluss an die Reise schreiben wir unseren Reisebericht, wählen die Fotos aus und stellen den Bericht dann auf unserem Reiseblog Travelinspired online.  

Wo ziehen Sie die Grenzen zwischen dem Wissenswerten und dem Privaten?
Wir nehmen unsere Leser digital mit auf unsere Reise und lassen sie so an unseren Erlebnissen und persönlichen Erfahrungen teilhaben. Und genau darauf kommt es unseren Lesern an. Ein Reiseblog lebt von seiner Authentizität. Durch die persönliche Note heben wir uns von Reiseführern oder rein informativen Presseberichten ab und ergänzen so die Bandbreite an Möglichkeiten, über die sich Reiseinteressierte über eine Destination informieren können.
 

Nun führte Sie ein Aufruf des Landkreises und des Tourismusverbands Elbe-Elster-Land e. V. auch in unsere Region. Unter anderem besuchten Sie auf der dreitägigen Rundreise das Schliebener Land, Elsterwerda und Doberlug-Kirchhain. Was machte für Sie den Reiz aus, daran teilzunehmen?
Wir kennen das Elbe-Elster-Land bisher noch nicht und waren sehr gespannt, was diese Region Brandenburgs an Natur und Outdoor-Aktivitäten zu bieten hat. Wir freuen uns sehr, dass man uns eingeladen hat, das Elbe-Elster-Land gemeinsam mit anderen Reisebloggern per E-Bike zu entdecken und unterwegs Land und Leute kennenzulernen.  
 

Auf was haben Sie sich sofort am meisten gefreut?
Da sowohl unser persönliches Interesse als auch unser Blogschwerpunkt auf Natur, Tierbeobachtung und Outdoor-Aktivtitäten liegt, waren wir besonders gespannt auf die Landschaft und die Tiere, die wir auf unserer Radtour durch das Elbe-Elster-Land treffen würden.
 

Welchem Zweck diente die Bloggerreise, an der noch vier weitere Reisefreunde, neudeutsch Travel Blogger, beteiligt waren?
Mit der Bloggerreise und den daraus entstehenden Beiträgen soll das Angebot, das Elbe-Elster-Land auch per E-Bike zu erkunden, für die Urlauber bekannt gemacht werden. Wir sind mit E-Bikes auf den ausgewiesenen Radwegen unterwegs gewesen, haben dabei Ausflugsziele unter die Lupe genommen und natürlich auch die neuen E-Bike-Verleihstationen getestet.
 

Gibt es ein Art Souvenir, das Sie sich am liebsten mit nach Hause nehmen, wenn es wieder auf Heimreise geht?
Ganz nach unserem Motto „Collect moments, not things“ tragen wir die Erinnerungen an viele schöne Momente und Begegnungen in unseren Herzen mit nach Hause.
 

Was würden Sie Menschen mit Fernweh-Gen raten: reisen, so oft es geht oder lieber in lange Aufenthalte mit viel Zeit für die Schaffung von Erinnerungen investieren, dafür aber seltener aufbrechen?
Dafür gibt es kein Patentrezept. Es gibt so viele verschiedene Arten zu reisen und jeder Mensch hat seine eigenen Vorlieben und Träume. Zum Glück hängen unvergessliche Erlebnisse und schöne Erinnerungen ja nicht von der Länge oder Ferne der Reise ab. Wir haben unvergessliche Momente sowohl beim Bärenbeobachten in den kanadischen Rocky Mountains erlebt als auch beim Besuch des Storchendorfs Rühstädt in Brandenburg.

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