Mittwoch, 13. November 2019
Montag, 6. Mai 2019

TORGAU

Viele Fragen rund um die Landesgartenschau

Die Podiumsgäste und Moderator Sebastian Stöber.Foto: TZ/F. Wendt

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Torgau. Viele Torgauer nutzten die Chance,  sich beim 1. LAGA-Talk im Haus der Presse über die Landesgartenschau zu Informieren. Die Stadtverwaltung plant weitere Beteiligungsmöglichkeiten.

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Der erste LAGA-Talk hat am Donnerstagabend rund 50 Interessierte ins Haus der Presse gezogen. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung hatte die TZ-Mediengruppe die Veranstaltung auf die Bein gestellt, um die Torgauer frühzeitig zum Thema Landesgartenschau 2022 ins sprichwörtliche Boot zu holen. Dem Talk werden in den nächsten Monaten weitere Veranstaltungen wie Ideenworkshops folgen.

Gäste bei der von TZ-Chefredakteur Sebastian Stöber moderierten Veranstaltung am Donnerstag waren Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth, Michael Rudolp, der mit seinem Architekturbüro „Station C23“ die Landesgartenschau baulich begleitet und Bettina Klein, die Gartenschau-Beauftragte der Stadtverwaltung.

Im ersten Punkt des Abends brachte Michael Rudolph die Gäste im Pressetreff auf den aktuellen Planungsstand. In der ersten Publikumsfrage erkundigte sich Ulf Podbielski über die Fußgängerbrücke am Bahnhof über den Schwarzen Graben, über die zur Laga die Besucher aus Richtung Bahnhof aufs Gartenschschau-Gelände gelangen sollen: „Ist eine Erweiterung geplant?“ Michael Rudolph erklärte, dass die Wunschvorstellung beinhaltet, die Brücke so zu lassen. Ein neues Geländer steht auf jeden Fall zur Debatte. „In der jetzigen Dimension wird sie so bleiben, erhält jedoch eine neue Ästehtik“, ergänzte Bettina Klein.

Eine weitere Frage zielte auf die Einbindung des Rosengartens. Der liegt zwar nicht im eintrittspflichtigen Kerngebiet der Ausstellung – wird jedoch im Rahmen der Vorbereitungen ebenfalls angefasst, so das Versprechen am Donnerstag. Bettina Klein erklärte zudem, dass auch der Schlossgarten Bestandteil der weiteren Planungen sei. Überhaupt, so die Oberbürgermeisterin, sei es ein Ziel der Planungen, so viele Besucher wie möglich nach dem Besuch des LAGA-Geländes in die Stadt zu locken.

Mitten drin in der Fragerunde war plötzlich Christoph Baß vom Torgauer Ruderverein. Eigentlich wollte der nur wissen, inwieweit die Elbwiesen Teil der LAGA-Planungen sind (sind sie nicht), konnte den Anwesenden allerdins seinerseits erklären, dass der Verein in Verhandlungen mit einem neuen Pächter für das Bootshaus stehe und bereits im Juni genaueres verraten werden könne.
Auch die Zukunft der Eisbahnwiese beschäftigte die Gäste im Pressetreff. Bettina Klein machte klar, dass dort kein Gondelteich entstehen werde. Die Nutzung des ehemaliges Mückencafés während der Gartenschau ist dagegen noch offen. Die Stadt wolle mit dem Besitzer in Gespräche eintreten, kündigte Romina Barth an. Wünschenswertes Ziel sei es das Café als solches in die Gartenschau und damit den umzäunten Bereich zu integrieren. Das Thema Zaun kam an weiteren Stellen zur Sprache. Unter anderem bei der Frage, ob nach der Gartenschau das Areal vom ehemaligen ABT-Gelände über die jungen Gärten bis zur künftigen Skaterbahn eingezäunt werden soll. Bei einer von der OBM kurzerhand angeregten Abstimmnung der Talk-Gäste sprach sich eine große Mehrheit pro Zaun aus.

Wer während der LAGA aufs Gelände will muss bekanntlich Eintritt bezahlen. Die Preise stehen zwar noch nicht fest, einen Zahn musste Bettina Klein den Torgauern aber ziehen: Es werde keine Sonderregelungen für Einheimische geben.

Ebenfalls um die Einheimischen ging es bei der Frage nach dem Parkkonzept für die Gartenschau. Man rechne zwar mit über 300 000 Besuchern, so die OBM, allerdings über ein halbes Jahr verteilt. Vorgesehen seien unter anderem Großparkplätze mit Shuttleverkehr analog zum Tag der Sachsen 2018. An dieser Stelle brachte sich Andreas Hesse vom Verein Elbandbahn ein. Er könne sich vorstellen, Parkmöglichkeiten entlang der Elblandbahn-Strecke einzurichten und Besucher mit einem Bahn-LAGA-Kombiticket nach Torgau zu bringen.
Nicht für die Bahn aber für den Straßenverkehr wird während der LAGA die Wolffersdorffstraße in Höhe der Glacis-Übergänge gesperrt. Die Frage nach einer Brücke als Alternativlösung wurde sehr kategorisch mit einem „finanziell nicht machbar“ beschieden. Die an sich clevere Idee, die Brücke danach in der Dommitzcher Staße als Brücke über die Bahngleise weiterzunutzen fiel durch. Unabhängig von der technischen Machbarkeit positionierte Romina Barth den frühest möglichen Zeitpunkt, ein solches Projekt mit der Bahn zu besprechen im Jahr 2030. Deutlich eher geklärt werden muss die Zukunft des DRK-Asylbewerberheims, das sich am Stadtpark in Räumlichkeiten befindet, die abgerissen werden sollen. Hier stelle sich in Richtung Landratsamt  die grundsätzliche Frage, so Romina Barth, ob die Einrichtung überhaupt noch gebraucht werde.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein 16-minütiges Video des Ehepaares Winkler aus Süptitz, das seine Eindrück der Landesgartenschau im Sachsen-Anhaltischen Burg bei Magdeburg als Anregung für Torgau 2022 zusammengefasst hatte.
 

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