Donnerstag, 8. Dezember 2022
Dienstag, 13. August 2019

Bundespräsident bald in Torgau?

Bettina Klein (M.) und Gabriele Beyler sprachen mit Bundespräsident Steinmeier.Foto: Gedenkstätte

von unserem Redakteur Christian Wendt

Berlin/Torgau. Vertreter der Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau weilten heute bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in der Bundeshauptstadt.

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30 Jahre nach der Friedlichen Revolution initiiert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eine Gesprächsreihe im Berliner Schloss Bellevue: Unter dem Titel „Geteilte Geschichte(n)“ macht er zwischen dem 13. August und dem 9. November das Schloss zu einem Ort für persönliche Geschichten aus Ost- und Westdeutschland.

Erste Runde

Gestern nun, dem 58. Jahrestag des Mauerbaus, nahmen Bettina Klein und Gabriele Beyler von der Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau auf Einladung des Bundespräsidenten an der ersten Gesprächsrunde teil.

Nach Steinmeiers Ansprache kamen dabei die Journalisten Siegbert Schefke aus Eberswalde und Georg Mascolo aus Stadthagen über „Mut- und Glücksmomente“ ins Gespräch. Schefke filmte am 9. Oktober 1989 die Leipziger Montagsdemonstration. Georg Mascolo berichtete am 9. November 1989 von der Ostseite des Berliner Grenzübergangs Bornholmer Straße über jenen Moment, als die DDR-Grenzer den Schlagbaum öffneten.

Beim anschließenden Empfang nutzen Beyler und Klein die Gelegenheit, um den Bundespräsidenten in einem persönlichen Gespräch auf die Situation der ehemaligen DDR-Heimkinder vor und nach der Friedlichen Revolution aufmerksam zu machen. Steinmeier zeigte großes Interesse und äußerte, dass er Torgau gerne einmal besuchen möchte. Bereits sein Vorgänger Joachim Gauck weilte im vergangenen Jahr – als Bundespräsident a.D. –  in der Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau. Gauck war am 21. Juni einem Versprechen gefolgt, das er bereits als amtierender Bundespräsident drei Jahre zuvor gegeben hatte. Ein erster Besuchsversuch Gaucks war 2015 noch kurzfristig abgeblasen worden.

„Entscheidender Beitrag“

„Wir haben in Torgau sehr viel erreicht“, betonte Gabriele Beyler damals. Die Gedenkstätte habe einen entscheidenden Beitrag dafür geleistet, dass auch den DDR-Heimkindern als jüngste Opfer des SED-Regimes Anerkennung zuteil wurde. Gauck beließ es nicht allein bei einem Rundgang durch die Gedenkstätte und deren Dauerausstellung. Im Dachgeschoss kam er mit Elftklässlern des Beruflichen Schulzentrums Grimma ins Gespräch. Die Schüler beschäftigten sich mit Hilfe des Storytellingportals www.grenzgeschichten.net mit Schicksalen von Betroffenen der repressiven DDR-Heimerziehung.

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