Freitag, 15. November 2019
Donnerstag, 26. September 2019

DOMMITZSCH

Feierlicher Startschuss

Es wird modernes Glasfaser genutzt. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Elsnig. Am Donnerstag erfolgte in Elsnig der offizielle Baustart zum Breitbandausbau im Projektgebiet Torgau. Dazu waren Vertreter des Freistaates, der Landkreis-Spitze, der Telekom, Bürgermeister  sowie weitere Gäste aus Politik und Wirtschaft anwesend.

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Elsnig. „Leistungsfähiges schnelles Internet ist wie Vitamin C. Der Körper braucht es einfach!“ Den bildhaften Vergleich lieferte gestern Dr. Eckhard Rexroth, um die Wichtigkeit und Bedeutung der zweistelligen Millioneninvestition gerade für den ländliche Raum noch einmal zu unterstreichen. 

 

Startschuss 

Der 1. Beigeordnete des Landkreises Nordsachsen gab gestern zusammen mit Staatssekretär Stefan Brangs, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für Digitales, Daniel Knohr, Regionalleiter Mitteldeutschland der atene KOM GmbH (Projektträger des Bundesförderprogramms Breitband) sowie Rainer Frank von der Telekom und Elsnigs Bürgermeister Karlheinz Herrmann den Startschuss zum Breitbandausbau im Projektgebiet Torgau. Zahlreiche Vertreter der Kommunen und Gäste aus Politik und Wirtschaft waren dabei anwesend. Und sie alle hatten fröhliche Gesichter. Schließlich ist schnelles und leistungsfähiges Internet heute ein unverzichtbares Element. Ein wichtiger Baustein in der Infrastruktur. Genauso wie ÖPNV, Schulen und Kitas. „Wir brauchen gleiche Lebens- und Arbeitsbedingungen im gesamten Freistaat“, bekräftigte Stefan Brangs. Das Projektgebiet Torgau, das die Kommunen Arzberg, Beilrode, Dommitzsch, Dreiheide, Elsnig, Torgau und Trossin einschließt, ist das letzte von insgesamt sechs Ausbaugebieten in Nordsachsen. „Mit dem heutigen Baustart rollen nunmehr in allen sechs Projektgebieten die Bagger. Der Breitbandausbau in unserem Landkreis geht kontinuierlich voran. Bis Ende nächsten Jahres wollen wir fertig sein“, so Dr. Eckhard Rexroth weiter. Allein vom nunmehr letzten gestarteten Ausbau-Cluster profitieren mehr als 5400 Haushalte, über 300 Unternehmen sowie knapp 70 Institutionen von Schulen bis Behörden. Die Glasfaser-Erschließung ist die größte Investition, die der Landkreis Nordsachsen jemals getätigt hat. Sie umfasst circa 94 Millionen Euro. 90 Prozent fließen als Fördermittel von Bund und Land. In den sechs Projektgebieten profitieren insgesamt 28 Kommunen. Rund 40 000 Haushalte, 3000 Unternehmen und 71 Schulen kommen ans schnelle Netz. Elsnigs Bürgermeister  Karlheinz Herrman betonte gestern nochmal in seiner Rede, dass man sehr dankbar sei, dass der Landkreis Nordsachsen hier die Zügel in die Hand genommen hat. Damit sei den kleinen Gemeinden – die auch finanziell nicht gerade üppig ausgestattet sind – eine große Last abgenommen worden. Schon 2014 gab es auf Kreisebene die ersten Analysen und man stellte rasch fest: Ohne Breitband geht es nicht. 

 

Wichtige Grundlage 

Staatssekretär Stefan Brangs würdigte dieses Vorgehen: „Mein Dank gilt vor allem dem Landkreis Nordsachsen, der frühzeitig die Projektverantwortung für den kreisweiten Ausbau übernommen hat.“ Für den Freistaat sei die Wichtigkeit von schnellem  Internet klar: „Ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist Voraussetzung dafür, dass unsere Bürger, unsere Unternehmen und unsere Kommunen die Chancen der Digialisierung nutzen können. Daher fördern wir den Breitbandausbau so stark wie nie zuvor. Nirgendwo soll der Ausbau an der finanziellen Situation der Landkreise oder Kommunen scheitern.“ 

Der Vertreter vom Ministerium für Wirtschaft und Arbeit sprach von einem dynamischen Prozess, der sich in den nächsten Jahren fortsetzen werde. Dann vielleicht mit Innovationen und Neuerungen, die man heute noch gar nicht kennt. Schnelles Internet sei die Grundlage dafür. Insbesondere von der Jugend werde erwartet, dass sie damit umgeht. Man habe frühzeitig auf leistungsfähiges Glasfaser gesetzt und viel Geld in die Hand genommen. Mit der Telekom wiederum stehe ein starker und zuverlässiger Partner zur Seite. 

 

Lobende Worte 

Rainer Frank, Außendienstleiter Infrastrukturvertrieb der Telekom, nahm die lobenden Worte gerne auf: „Wir freuen uns über das Vertrauen, das uns der Landkreis entgegen bringt. Wir bauen mehr Glasfaser als jedes andere Unternehmen in Deutschland. Von der Expertise werden jetzt auch Nordsachsen und seine Bewohner profitieren. Denn mit FTTH (Fibre To The Home) bringen wir die digitale Zukunft nicht nur in private Haushalte, sondern auch in die Unternehmen und zum deutschen Mittelstand.“ 

Rainer Frank appellierte an die Bevölkerung, es dann später auch ausgiebig zu nutzen. Erste Kommunen im Landkreis könnten noch in diesem Jahr die schnellen Anschlüsse in Anspruch nehmen. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde. Damit finde der Verbraucher einen Anschluss vor, der vielfältige Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet. Der Telekom-Vertreter lobte wiederum die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, was schnelle Genehmigungen betrifft. Man müsse gerade im ländlichen Bereich viel über Tiefbauarbeiten realisieren, was entsprechende Bürokratie verursacht. Bislang gehen die Arbeiten sehr schnell und problemlos vorwärts. Im Projektgebiet Torgau werden rund 258 Kilometer Glasfaser neu verlegt und 128 Netzverteiler errichtet. In 13 der 53 zu erschließenden Ortsteile sollen noch in diesem Jahr die Arbeiten beginnen. 


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