Donnerstag, 14. November 2019
Dienstag, 15. Oktober 2019

NORDSACHSEN

Der Weltmarktführer aus Eilenburg

Zuletzt hat EBAWE diese Halle in Betrieb genommen.Foto: EBAWE

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Eilenburg. Ebawe, global erfolgreicher Hersteller von Maschinen für die Betonfertigteilindustrie, hat Kurs aufs neue Jahrzehnt gesetzt und vor allem ein Ziel: Branchenprimus bleiben!

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Beim Weltmarktführer wird gerade wieder gebaut. Eben erst sind nach Millionen-Investitionen zwei zusätzliche Hallen in Betrieb gegangen, jetzt lässt das Eilenburger Unternehmen seine Zufahrtsstraßen erneuern, weitere Projekte sind in der Schublade.

Ebawe, global erfolgreicher Hersteller von Maschinen für die Betonfertigteilindustrie, hat Kurs aufs neue Jahrzehnt gesetzt und vor allem ein Ziel: Branchenprimus bleiben! Und die Zeichen stehen nicht schlecht. Das Geschäftsführertrio vor Ort, Werner Eckert, Jörg Navratil und Marcus Scheler setzt dabei auf strukturierte Innovation, massive Marktnähe und eine Mannschaft, deren Einstellung stimmt.

Als intensiv, zeitaufwendig, aber in jedem Fall lohnenswert, beschreibt Werner Eckert den Prozess, der die heute gelebten Ebawe-Werte hervorgebracht hat. Die beruhen unter anderem auf Corpsgeist, dem Leistungsgedanken, Wertschätzung und münden in einem individuellen Beurteilungs- und Entwicklungssystem.

Unterstützung holten sich die Eilenburger von einem Beratungsunternehmen aus der Schweiz. Gemeinsam wurde für jeden Standort eine Strategie entwickelt, die auch beinhaltet, wie Märkte entwickelt und erobert werden können. „Dieser gemeinsame Wertekanon hebt uns von der Konkurrenz ab“, sind sich die Geschäftsführer sicher.

Jeder einzelne Mitarbeiter arbeite am Ziel, die Kunden zufriedenzustellen. „Wir leben unsere gemeinsame Mission, mit unserer Arbeit weltweit die Lebensqualität von Menschen zu verbessern“, sagt Werner Eckert.

Sein Blick geht dabei gen Asien, „wo sich ganze Gesellschaftsschichten etwas Wohlstand erarbeitet haben und nun nach besseren Wohnbedingungen streben.“ Die Dimensionen sind enorm.

Ebawe hat beispielsweise Werke an einen Kunden nach Thailand geliefert, der im Monat Elemente für den Bau von 1000 Wohnhäusern produziert.  „Industrielles Bauen ist die Zukunft“, führt er aus, dass es inzwischen chinesische Provinzen gibt, die das Bauen mit Fertigteilen zum Muss erklärt haben. 

Die Vorteile erklärt Marcus Scheler „Wir liefern einen hohen Grad an Automation. Das sorgt für Geschwindigkeit auf der einen Seite und eine Minimierung von Fehlern auf der anderen.“

Und das Ganze, unterstreicht Werner Eckert, absolut nachhaltig. Arbeitskräfteeinsatz, Rohstoffeinsatz, Energetik der entstehenden Gebäude seien „sustainable“, also nachhaltig. „Wir nutzen diesen englischen Begriff, weil er weltweit verstanden wird und wir weltweit agieren“, sagt er.

Beim Thema Nachhaltigkeit reagierte das Unternehmen blitzschnell auf den Trend und formte innerhalb der Gruppe eine Firma „Greencode“, die als Dienstleister Endkunden dabei berät, effizient und nachhaltig zu bauen.

Diese Marktnähe hat System. Die Unternehmen der Firmengruppe PROGRESS GROUP, zu der Ebawe gehört, sind stark vernetzt. 30 bis 40 Mitarbeiter sind ständig im Kontakt mit Kunden und Partnern. 

„Wir setzen auf einen regelmäßigen Austausch, um so viel Wissen wie möglich vom Markt abzuschöpfen“, beschreibt Marcus Scheler. Aus den Bedürfnissen des Marktes heraus ist auch die Idee entstanden, über Beratungsleistungen ein weiteres Standbein zu etablieren.

„Kunden haben uns signalisiert, dass über die Erstschulung hinaus weiterer Unterstützungsbedarf für den Betrieb unserer Werke besteht. Also haben wir die Ausbildung von Mitarbeitern vor Ort zum Bestandteil der Angebote gemacht.“ Gestandene Werkleiter aus aller Welt würden jetzt bei Bedarf die Belegschaften der Ebawe-Kunden betreuen.

Das schafft Verbundenheit und zeigt gleichzeitig einen weiteren Trumpf der Eilenburger bei der Verteidigung ihrer Führungsrolle: Ebawe liefert aus einem Guss. „Wir können das komplette Werk abbilden, vom Maschinenpark bis hin zum spezialisierten ERP-System“, sagt Marcus Scheler.

Mehr als 100 Millionen Euro wird das Unternehmen in diesem Jahr umsetzen, dafür sorgen 120 Mitarbeiter, 30 bis 40 Leiharbeiter und rund 150 Zulieferfirmen – viele von ihnen aus der Region. Der Weltmarktführer ist auf Kurs.

 

 

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