Donnerstag, 14. November 2019
Mittwoch, 16. Oktober 2019

TORGAU

Mit HIT beginnt die Digitalisierung im Wald

Blick in den hochmodernen Leitstand eines Sägewerks bei HIT.

Von Heike Steinmetz

Torgau. Schon bei der Holzernte beginnen die digitalisierten Prozesse, auf deren Grundlage HIT Holz erfolgreich produziert. Für #Wirtschaft_2020 gewährte das Unternehmen exklusive Einblicke.

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Als Europas größter Produzent von Europaletten ist HIT Holz ein wesentlicher Bestandteil globaler Wertschöpfungsströme. Die Ladungsträger, die hier produziert werden, überqueren Grenzen. „Den Großteil unseres Umsatzes erzielen wir mit unseren Ladungsträgern, hinzu kommen Pellets, Briketts und Schnittholz für den Export. Aufgrund einer gerade erfolgten Zertifizierung durch die amerikanischen Behörden (WCLIB) hat sich HIT Holz dabei auch den Zugang zum US-amerikanischen Schnittholzmarkt gesichert“, erläutert Geschäftsführer Christian Pospiech.

Automatisierte Prozesse

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Digitalisierung der Wertschöpfungskette, die bereits direkt nach der Holzernte beginnt: Noch im Wald sollen zukünftig die geernteten Stämme von den Holzeinkäufern digital vermessen werden können, bevor sie zum Werk transportiert werden. Die gewonnenen Daten sind die Planungsgrundlage für die Einfuhr sowie die weitere Verarbeitung im Sägewerk und werden künftig auch die Abrechnung mit den Lieferanten wesentlich erleichtern.

Auch im Sägewerk spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle, so Pospiech: „Mit einem hochmodernen CT-Log erfassen wir die Stämme mit einem 3D-Röntgenmodell als durchgehende komplette Rundholz-Rekonstruktion und können so die Ausbeute des Einschnitts um bis zu 8 Prozent erhöhen.“

Die so gewonnenen Informationen dienen zum optimalen Einschnitt der Stämme zu Export- und Palettenbrettern. Zusammen mit den Palettenklötzen, die HIT Holz aus den anfallenden Spänen herstellt, und den in Torgau produzierten und zertifizierten Nägeln werden diese zu Paletten weiterverarbeitet. Insgesamt produziert das Unternehmen auf den 9 vollautomatischen Palettenlinien täglich so über 50.000 Paletten, die bis in die Benelux-Länder und nach Dänemark verkauft werden.

Auch in der Logistik setzt der Paletten-Produzent künftig auf digitale Lösungen: Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Paletten nimmt der Transportbedarf zu. Dabei kommt es aufgrund der Schwankungen bei den ankommenden Lkw bislang zu langen Wartezeiten. Abhilfe soll nun ein digitales Zeitfenstermanagement bringen, das Anfang 2020 mit Transporeon eingeführt wird.

Die rund 110 Fahrzeuge im Bereich Intralogistik werden zudem künftig mit einem modernen IT-System verwaltet, das benötigte Fahrzeugdaten in Echtzeit zur Verfügung stellt und Auswertungen erleichtert. So kann unter anderem die Intralogistik besser gesteuert werden.
HIT Holz setzt weiter auf Wachstum

Trotz aller Technik – ohne Mitarbeiter geht es natürlich auch bei HIT Holz nicht. Insgesamt arbeiten über 750 Mitarbeiter in dem Torgauer Unternehmen. Bei ihnen setzt HIT Holz vor allem auf Qualifizierung. „Die Flexibilität und das Fachwissen unserer Mitarbeiter ist bei den komplexen Anlagen, die wir haben, sehr wichtig für uns. Wir fördern das durch den kontinuierlichen Ausbau des Angebots von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen“, erläutert Pospiech. 


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