Donnerstag, 14. November 2019
Freitag, 18. Oktober 2019

NORDSACHSEN

"Der Arbeitsmarkt verändert sich immer rasanter"

Logo der Agentur für Arbeit

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Nordsachsen. Die Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Oschatz spricht über neue Anforderungen an Arbeitnehmer und Arbeitgeber, und darüber, wie sich die Agentur selbst für die Zukunft aufstellt.

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Wenn Unternehmer über die #Wirtschaft_2020 sprechen, geht es um Digitalisierung, Logistik, Globalisierung und immer auch um Personal. Denn alle benötigen gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um die neuen Herausforderungen zu meistern und die Chancen zu nutzen, die sie näher an ihre Unternehmensziele bringen.

Die Agentur für Arbeit ist genau an dieser Schnittstelle tätig. Sie arbeitet mit den Menschen, die dringend Arbeit benötigen und deren Arbeitskraft dringend benötigt wird. Sie erfüllt damit eine der wichtigsten Aufgaben im Maschinenraum der #Wirtschaft_2020. Cordula Hartrampf-Hirschberg führt die Geschäfte der Agentur für Arbeit Oschatz, die für die Landkreise Nordsachsen und Leipzig zuständig ist.

In #Wirtschaft_2020 spricht sie über veränderte Anforderungen an Arbeitnehmer und Arbeitgeber, aber auch darüber, wie sich die Agentur selbst für die Zukunft aufstellt.

Das nächste Jahrzehnt steht vor der Tür. Wie unterscheiden sich die Anforderungen der Unternehmen an Mitarbeiter für dieses neue Jahrzehnt von denen vor 10 oder 20 Jahren?
Cordula Hartrampf-Hirschberg:
Kurz gesagt: Einiges bleibt und einiges ändert sich. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt vollzieht sich rasanter als in den zurückliegenden Jahren. Sie umfasst die fortschreitende Digitalisierung, die Auswirkungen der Demografie und sicher spielen Umweltaspekte eine immer größere Rolle.

Das führt zu  gewandelten oder neuen Berufsbildern, denn sie passen sich selbstverständlich an die geänderten Rahmenbedingungen an. Das wird so weitergehen und ist nicht aufzuhalten. Die Bereitschaft zur Weiterbildung – Stichwort lebenslanges Lernen –  und die berufliche Flexibilität haben bei den Mitarbeiteranforderungen enorm an Bedeutung zugenommen.

Die digitalen Hilfsmittel im Alltag wie auch im Beruf haben entscheidend zur Prozessveränderung beigetragen. Der mittlerweile fast selbstverständliche Umgang mit der IT- und Kommunikationstechnik prägt zusehends die Anforderungsprofile der Unternehmen an ihre Mitarbeiter.

Die Personalsituation wird inzwischen deutschlandweit als Fachkräftemangel beschrieben. Was kann die Agentur tun, um den Unternehmen bei der Suche nach, aber auch bei der Entwicklung von Fachkräften zu helfen?
Ich sehe einen erhöhten Fachkräftebedarf in einzelnen Branchen. Ob man hier bereits das Wort Mangel verwenden sollte, hängt von der Sichtweise ab. Die Diskussion um den Begriff löst aber nicht das Kernproblem.

Es gibt Branchen, wie zum Beispiel die Pflege oder Teilbereiche der Industrie, wo aktuell der Bedarf so groß ist, dass er sich nicht 1:1 mit dem Angebot an Arbeitskräften decken lässt. Die Arbeitsagentur unterstützt mit Weiterbildungsangeboten. Förderungen von bis zu 100 Prozent sind möglich.

Seit einigen Jahren richtet sich mit den angepassten gesetzlichen Grundlagen unser Qualifizierungsfokus vermehrt auf Beschäftigte. Ich sehe auch die Ansätze bei der gezielten Arbeitskräftezuwanderung – Stichwort Fachkräfteeinwanderungsgesetz – aus dem Ausland positiv.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Arbeit der Agentur für Arbeit aus?
Digitalisierung macht vor uns keinen Halt. Und das ist gut so. Vor sieben Jahren haben wir die eAkte – die elektronische Akte eingeführt. Mit Erfolg. Was anfangs noch dazu beitragen sollte, Berge von Papierpost zu vermeiden und die Bearbeitungsorte variabler zu gestalten, hat sich mittlerweile auf die gesamte Antragsbearbeitung ausgedehnt.

Anträge auf Arbeitslosengeld I gehen zunehmend elektronisch bei uns ein. Das beschleunigt unsere Prozesse und macht sie für unsere Kunden transparenter. Darüber hinaus können eine Reihe von Anliegen mittlerweile elektronisch geklärt werden. Das spart Zeit und Wege.

Im Wesentlichen sind damit einige Vorsprachen nicht mehr erforderlich und wenn doch, dann terminiert und damit ohne Wartezeit. Unser Hauptgeschäft, die Beratung, bleibt persönlich. Das ist uns sehr wichtig.

Am Beispiel der Berufsberatung wird es deutlich. Trotz der verfügbaren Technik und der Informationsmedien hat die persönliche Berufsberatung Hochkonjunktur und ist gefragter denn je. Seit dem aktuellen Schuljahr sind die Berufsberater verstärkt in den Schulen – im Idealfall wöchentlich und haben dort einen Raum zur Verfügung.

Dort ist das persönliche Gespräch selbstverständlich und unsere Präsenz stärkt den Beratungsort Schule. Das macht den Zugang von Schülern zur Beratung einfacher.
 


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