Freitag, 22. November 2019
Freitag, 18. Oktober 2019

TORGAU

Ein Ansprechpartner für Nordwest

Im Stadtteiltreff wird das Büro des neuen Quartiersmanagements eingerichtet. Foto: TZ/Leukhardt

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Ab sofort ist das Quartiersmanagement im Stadtteil wieder besetzt – mit einer alten Bekannten. Ziel ist eine Belebung des Stadtteils sowie die Installierung eines Ansprechpartners.

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Das Quartiersmanagement in Torgau Nordwest soll wieder besetzt werden. Dies wurde im Torgauer Stadtrat Ende September bereits von Oberbürgermeisterin Romina Barth angekündigt, nun gab es dazu detaillierte Informationen. Denn das Projekt, welches im Jahr 2016 eingestellt wurde, ist bereits jetzt schon wieder im Gange.

Nordwest soll belebt werden

Die Belebung des Stadtteils. Das ist die primäre Aufgabenstellung des Quartiersmanagements in Torgau-Nordwest. Wie Uwe Narkunat, der Geschäftsführer des KAP Torgau, dem Träger des Projektes, der TZ erklärte, gehe es vor allem darum, Projekte und Maßnahmen zu realisieren, die Leben in den Stadtteil bringen. Außerdem soll damit ein Ansprechpartner für die Bewohner geschaffen werden, an welchen diese mit Sorgen, Problemen, aber auch neuen Ideen herantreten sollen.“ Das wichtigste Anliegen sei es, ein entspanntes Zusammenleben aller Menschen in Torgau-Nordwest zu erreichen. „Man sollte jedoch vom Quartiersmanagement nicht erwarten, dass es sofort alle Probleme des Stadtteils löst“, betont Narkunat. „Es braucht Unterstützung von allen Seiten und darf dort oben nicht alleingelassen werden.“

Finanziert wird das Projekt über das Fördeprogramm Soziale Stadt des Freistaates Sachsen. Bereits in den Vorjahren floss das Geld aus diesem Fördertopf in das Quartiersmanagement, ehe 2016 dann die Förderung gestrichen wurde. 2019 läuft das Programm nun endgültig aus, weswegen die Stadt Torgau die Möglichkeit hatte, die Nutzung sogenannter Haushaltsreste, also übrige und noch nicht verwendete Gelder, zu beantragen. Dies geschah vor einem halben Jahr und mittlerweile wurden diese auch genehmigt. Mit diesen insgesamt 228 000 Euro soll nun neben dem Quartiersmanagement auch eine stärkere Beleuchtung der Zinnaer Straße und des Platzes der Freundschaft, die Umzäunung des Fußballplatzes beim ehemaligen Aldi sowie die Ertüchtigung des Trimm-dich-Pfades gegenüber der Kita Biene Maja realisiert werden.

Eine alte Bekannte

Als Träger des Quartiersmanagements in Nordwest dient des KAP Torgau. Seit dem 1. Oktober ist die Stelle nun bereits besetzt. Und das von niemand Unbekanntem. Stefanie Kasubke, die aktuell auch noch die Gemeinschaftsunterkunft „Am Stadtpark“ für das DRK leitet, war bereits von 2007 bis 2015 als Quartiersmanagerin tätig. Sie kennt Nordwest und auch die einzelnen Akteure gut und wird sich bis Ende des Jahres voll im Stadtteil einbringen. Aktuell geht sie zehn Stunde in der Woche ihrer „neuen“ Profession nach, die bereits im November auf 20 Stunden aufgestockt werden. Im Dezember verdoppelt sich dies dann noch einmal. Und ab Januar kümmert sich dann eine Vollzeitstelle um den Stadtteil Nordwest.

Ein neues Projekt

Dann endet nämlich die Finanzierung des Quartiersmanagements auch schon wieder. Wie die Stadtverwaltung jedoch mitteilte, müsse man sich deswegen keine Sorgen machen. Vergangene Woche habe man beim Freistaat Sachsen einen Antrag auf Förderung eines sogenannten Präventionsbeauftragten gestellt,  welcher dann ab 2020 die Arbeit des Quartiersmanagements weiterführen soll. Ob diese Stelle dann ebenfalls von Stefanie Kasubke besetzt wird, entscheide sich jedoch erst nach der neuen Ausschreibung. Auch wenn der Fördermittelantrag nun erst gestellt wurde und die Bewilligung der Mittel damit noch nicht feststeht, zeigt man sich vonseiten der Stadt doch optimistisch. Man erwarte eine positive Antwort innerhalb der nächsten vier Wochen. „Ich glaube, die haben den Ernst der Lage auch erkannt“, sagte Oberbürgermeisterin Romina Barth.

Unterkommen wird das Quartiersmanagement im Stadtteiltreff in Torgau-Nordwest. Dort standen bereits in der Vergangenheit Büroräume zur Verfügung, die nun umstrukturiert wurden. Drei Arbeitsplätze sind dort nun verfügbar, von denen Stefanie Kasubke als Quartiersmanagerin einen besetzen wird. Die beiden anderen werden vom Ordnungsamt sowie den allgemein beratenden Akteuren in Nordwest, also dem Jugendmigrationsdienst sowie dem Verein Zusammenleben, genutzt.

 

Info

In den insgesamt neun Jahren, in denen das Quartiersmanagement in Torgau Nordwest existierte, hatten vier Personen die Position inne. Tobias Krumscheid war der erste und einzige Mann in der Position und besetzte diese vom November 2007 bis Januar 2009. Im März des gleichen Jahres Katrin Müller, welche dann 2010 von Stefanie Kasubke abgelöst wurde. Diese war von den vieren am längsten als Quartiermanagerin tätig und übte den Beruf ganze fünf Jahre lang aus. 2015 wurde sie dann von Constanze Kaupert abgelöst, welche den bis zum vorläufigen Ende innehatte. Fungiert heute das KAP als Träger des Quartiersmanagements, war es damals noch die Caritas.

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