Mittwoch, 21. Oktober 2020
Sonntag, 3. November 2019

BELGERN-SCHILDAU

Belgern verspielt Vorsprung in Überzahl

Nie Langeweile im Derby.Foto: TZ/Stöber

von Norman Wehner

Doberschütz. Die Begegnung der beiden Aufsteiger war gleichzeitig das Duell Letzter gegen Vorletzter. Die Teams zeigten, dass sie die Mittel für die Liga haben – jedoch auch klare Schwächen.

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(Nordsachsenliga/Männer) Doberschütz-Mockrehna – Belgern 3:3 (1:2)

Die Begegnung der beiden Aufsteiger war gleichzeitig das Duell Letzter gegen Vorletzter, womit die Wichtigkeit dieser Partie für alle Beteiligten schon am Tabellenbild abzulesen war.

Doch lange Taktieren und Abwarten war dann nicht angesagt. Der Gast fand zunächst besser in die Partie und belohnte eine couragierte Anfangsphase mit der frühen Führung, als Schmidt einen Ball in die Schnittstelle der Abwehr aufnahm und eiskalt vollendete. Nach einer Viertelstunde bekam der Hausherr die SVR-Angriffsbemühungen allmählich besser unter Kontrolle auch wenn die Rolandstädter mit ihrem schnellen Spiel in die Spitze immer wieder gefährlich waren.

Der Ausgleich Mitte des ersten Abschnittes fiel dennoch nicht aus heiterem Himmel, die Patommel-Elf verdiente sich diesen mit großem läuferischen Engagement und zeigte dazu ähnlich wie der Gast ordentliche fußballerische Ansätze.

Nach 40 Minuten sah Klotzsch auf Doberschütz-Mockrehnaer Seite wegen vermeintlicher Zuschauerbeleidigung die Rote Karte, die nach Einschätzung aller Beteiligten überzogen war und man durch eine bessere Kommunikation hätte anders lösen können.

Doppelt bitter für den Gastgeber: Wenige Minuten nach diesem Platzverweis hatten sie Hempel auf der linken Abwehrseite aus dem Auge verloren, der sich dafür mit dem Tor zum 1:2 bedankte.

Die zweite Hälfte begann, wie die Erste endete – mit einem Nackenschlag für die Gastgeber. Erneut stimmte die Zuordnung im Abwehrverbund nicht, sodass Schmidt mit seinem zweiten Treffer die Weichen endgültig auf Roland-Sieg stellte. Nun waren Moral und auch ein glückliches Händchen auf Seiten der Heimelf vonnöten. Und beides sollte sich schnell einstellen.

Der zur Pause eingewechselte Ermisch überwand mit einem Lupfer Roland-Keeper Straube und verkürzte auf 2:3 womit seine Truppe trotz Unterzahl in die Partie zurück kam. Die verbleibenden 30 Minuten waren dann ein offener Schlagabtausch zweier Teams, die fußballerisch alle Mittel für diese Liga haben.

Allerdings wurden auch die Schwächen auf beiden Seiten offenkundig. Der Gast aus Belgern verpasste es trotz gut angelegter Angriffe und Torchancen, den Sack in Überzahl zuzubinden. Der Hausherr hielt vollends dagegen, wusste aber auch seine Möglichkeiten nicht in Tore umzumünzen.

In der Schlussphase sollte dann noch einmal der Referee in den Mittelpunkt rücken und Farbe ins Spiel bringen. Erst sah Knorrn nach vermutlich handelsüblichem Foul die Ampelkarte, ehe Näke ihm wenig später mit glatt Rot in den Kabinentrakt folgen musste. Diese Kartenspielchen brachten beide Teams aus dem Rhythmus, sodass am Ende vieles Stückwerk blieb.

Doch einen Moment hatte diese zu keiner Zeit langweilige Partie noch: In der letzten Minute der Nachspielzeit kam der ebenfalls eingewechselte Stange aus halbrechter Position ans Leder und markierte mit einem platzierten Flachschuss den Last-Minute-Ausgleich für seine Farben, der sich für die Doberschütz-Mockrehnaer angesichts des Spielverlaufs wie ein Punktgewinn anfühlte, während die Gäste damit hadern mussten in zum Teil doppelter Überzahl einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielt zu haben.

Doberschütz-Mockrehna: Mildner; Ruhnow, Bardt, Anton, Knorrn (GRK), Klotzsch (RK), Graß, Liebenow, Brandt (46. Ermisch), Winkler (55. Stange), Walther;

Belgern: J. Straube, Ender, Weimann, Körner, Hempel, Näke (RK), Peter, Fiedler, Seidel (73. Storm), Schumann (70. Dauer), Schmidt;

TF: 0:1 Schmidt (6.), 1:1 Brandt (24.), 1:2 Hempel (45.), 1:3 Schmidt (48.), 2:3 Ermisch (60.), 3:3 Stange (90.+3);

SR: Niclas Galesic;

ZS: 30.


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