Freitag, 29. Mai 2020
Freitag, 6. Dezember 2019

DOMMITZSCH

Fähre Prettin vermutlich erst Mitte Januar aus Werft zurück

Archiv-Bild von der Fähre Foto: Archiv

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. Die Hoffnung, dass die Fähre Prettin vielleicht schon Weihnachten wieder den Betrieb aufnehmen kann, zerschlägt sich. Pächter Jürgen Kollin war jetzt in der Schiffswerft in Aken und hat keine  guten Neuigkeiten. 

 

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Dommitzsch. Seit Ende Oktober ist die Fähre Prettin in der Werft in Aken. Dort erfolgt die turnusmäßige Hauptuntersuchung. TZ sprach mit Pächter Jürgen Kollin.

TZ: Herr Kollin, haben Sie sich inzwischen selbst ein Bild vor Ort von den Arbeiten machen können?

J. Kollin: Ja, ich war in der Vorwoche in der Schiffswerft in Aken. Es war ein gemeinsamer Termin mit Bürgermeister, dem zuständiger Mitarbeiter im Rathaus Annaburg und Vertretern der Werft.

Wie war ihr Eindruck?

Die Fähre steht im Trockendock auf Land und es wurde ein Zelt drüber geschlagen, das auch beheizt wird. Die Sandstrahl-Arbeiten sind vorbei. Jetzt geht es ans Lackieren. Rund vier bis fünf Mitarbeiter kümmern sich um die Fähre. 

Gab es unliebsame Überraschungen?

Nein es gab bislang keine bösen Überraschungen. Die habe ich auch nicht ernsthaft erwartet. Schließlich ist die Fähre keine 100 Jahre alt, sondern Baujahr 1999. Die Schichtdicken-Messung war folglich ohne Beanstandung. Auch sonst gehe ich davon aus, dass der kalkulierte Kostenrahmen eingehalten wird. 

Sie haben gehofft, dass die Fähre Weihnachten wieder zurück und einsatzbereit ist?

Ja aber daraus wird wohl leider nichts werden. Es heißt dann erstmal auf Ersatzteile zu warten wie Winden, auf den neuen Generator und auf die Schrankenanlage  zum Beispiel, die ans Fährboot angebracht werden soll. Ich glaube, realistisch ist Mitte Januar. 

Sind Sie sehr enttäuscht?

Ich hätte die Fähre sehr gerne über die Feiertage in Betrieb genommen. Zumal jetzt auch die Nachbar-Fähre in Pretzsch ausgefallen ist. Offenbar gab es dort eine defekte Winde, die repariert werden muss. Für unsere Kundschaft, die nun weite Wege zu fahren hat, um die Elbe zu passieren, ist das nicht gut. Aber mir war vorher schon klar, dass Weihnachten schwer zu schaffen sein wird. Der Fähr-TÜV ist aller vier Jahre zu realisieren. Das setzt umfangreiche Arbeiten voraus. Viele Verschleißteile sind zu wechseln. 

Beim letzten Mal verzögerte sich alles bis März, weil ein strenger Winter dazu kam!

Stimmt. Da kann man nur Hoffen  und Bangen. Strenger Frost und Eisgang sind immer ein Problem. Wir können nur die Daumen drücken, dass der Winter mild ausfällt. Gespräch: Nico Wendt 


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