Samstag, 18. Januar 2020
Freitag, 13. Dezember 2019

OSTELBIEN

"Jochens Genussreise" - Station 6: Hereford Elbweiderind

von unserer Sport-Redakteurin Eileen Jack

Torgau. Jochen ist noch auf Genussreise. Diesmal stattet er Matthias Schneider aus Pülswerda einen Besuch ab. Dort wurde innerhalb kürzester Zeit das Landgut Neue Elbe erbaut, in dem die Hereford Elbweiderinder eine wichtige Rolle spielen.

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Große Augen machte Jochen Pulver kürzlich beim Besuch des Landgutes „Neue Elbe“ in Pülswerda. Hier ist in den vergangenen gut sieben Monaten ein echtes Kleinod entstanden, und das aus einem alten Schafstall, der zwar für den Zweck, darin Schafe zu halten, gebaut, aber nie in Betrieb genommen wurde. Heute befindet sich hier eine Veranstaltungslocation, die ihresgleichen in der Region  sucht. Betrieben wird diese durch Matthias Schneider und seine Mitstreiter des Landgutes. „Bei unseren Veranstaltungen dreht sich in der Regel alles um die Themen Elbe, Elbweiderind und eine naturnahe Landwirtschaft“, verrät der Chef dem Döbrichauer Jochen Pulver bei dessen Besuch im Rahmen der TZ-Genussreise. 

Wurzeln in der Rinderzucht

Hinter dem Pülswerdaer Landgut steckt das Unternehmen „Hereford Elbweiderind Graditz“, das Matthias Schneider nach immerhin 25 Jahren in der IT-Branche ganz neu gründete.  Schneider sieht die Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung für sich als Berufung, als große Leidenschaft. Kein Wunder, liegen in der Rinderzucht doch auch seine ursprünglichen beruflichen Wurzeln. Nach dem Abitur mit Berufsausbildung zum Facharbeiter für Rinderzucht in Köllitsch bei Arzberg studierte Matthias Schneider schließlich Agrarwissenschaften mit dem Schwerpunkt Tierzucht (Rinder). Parallel absolvierte er ein Fernstudium zum Informatiker und nach der Wende noch Betriebswirtschaft. 

Ganzheitliche Nutzung

Das Besondere an den Elbweide-Rindern ist die Art ihrer Haltung. Die Kälber zum Beispiel säugen ganz artgerecht für mindestens fünf bis sechs Monate die Milch bei der Mutterkuh. Zudem stehen die Tiere Minimum 180 Tage, sprich von Mai bis Oktober, draußen auf der Weide. Der vorbeugende Einsatz von Antibiotika ist für Matthias Schneider ein absolutes Tabu. Und müssen seine Tiere zum Beispiel zum Schlachten transportiert werden, dann beträgt die Transportdauer maximal eine halbe Stunde. 

Schneiders Rinder werden zudem ganzheitlich genutzt, sprich inklusive der Innereien. Er verwendet bei der Verarbeitung keinerlei  Geschmacksverstärker und lässt das Fleisch mindestens 14 Tage trocken reifen. Wer sich davon überzeugen will, der kann das problemlos  tun, denn das Landgut „Neue Elbe“ in Pülswerda bietet Herdenbesichtigungen und Vor-Ort-Besuche jederzeit an.

Besonderer Geschmack

„Rindfleisch aus Weidehaltung ist gesund und geschmackvoller“, behauptet Matthias Schneider und lässt Jochen Pulver von seiner frischen Rindersalami kosten. Kein Zweifel, der Genussmensch aus Döbrichau kann dem passionierten Landwirt nur zustimmen. 

Hereford-Rinder zeichnen sich auch durch ihre hervorragende Fleischqualität aus, das eine besondere Marmorierung und ein feines Aroma hat. Durch die auffällige Kurzfaserigkeit ist Hereford-Fleisch an Zartheit kaum zu übertreffen. Und Matthias Schneider untersetzt seine Behauptungen inklusive Geschmacksprobe durch den Genießer auch gern mit glasklaren Fakten. Das Fleisch seiner Rinder enthält zum Beispiel wesentlich mehr ernährungsphysiologisch wertvolle Fettsäuren und gleichzeitig einen geringeren Anteil an gesättigten Fettsäuren wie Cholesterin, das ja bekanntlich Herz- und Kreislauferkrankungen fördert. Auch zahlreiche fettlösliche Vitamine – A, D, E und K – enthält das Fleisch der Elbweiderinder. 

Matthias Schneider und seine Mitstreiter sind überzeugt vom Konzept der Weidehaltung sowie der ganzheitlichen Verarbeitung der Tiere und zeigen das auch gern dem Kunden. Auf dem Landgut „Neue Elbe“ gibt es deshalb auch eine Denk-Werkstatt Food, zudem Weiterbildungen und Workshops, leckere Landgut-Kulinarien und Wanderungen an die Elbe. 

Schmackhafte Argumente

Zu kaufen gibt es das Fleisch der Graditzer Hereford-Rinder im Internet, auf den ostelbischen Bauernmärkten in Pülswerda, im Hofladen im Landgut „Neue Elbe“ und seit Kurzem auch im „Elbweiderind-Hofladen“ in Leipzig. Die Verkaufstermine finden sich auf der Internetseite www.hereford-graditz.de. 

Auch TZ-Genussmensch Jochen Pulver lässt sich gern von den Argumenten eines Matthias Schneider überzeugen, zumal, wenn diese in derart gutem Geschmack münden. Gemeinsam mit Profikoch Thomas Marbach  von der Anstalt für Koch- und Lebensmittelkultur bereitet der Döbrichauer schließlich noch einige Speisen für den bevorstehenden kulinarischen Abend  mit internationalen Klassikern aus regionalen Zutaten vor. Neben dem gemeinsamen Genuss erleben die Gäste des Landgutes auch, wie die spezielle Kräuterwurst in Pülswerda selbst hergestellt wird, dürfen sogar dran mitwirken. An diesem Samstagabend gibt es neben der Verkostung der landguteigenen Salami außerdem auf Fichtengrün geräuchertes Roastbeef mit Schwarzem Aiolo sowie Spinatsalat mit Bete und Sanddorn, außerdem orientalische Linsensuppe mit Koriander und Heumilchjoghurt, um nur einige der schmackhaften Gaumenfreuden zu nennen.

 

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