Donnerstag, 9. April 2020
Mittwoch, 18. Dezember 2019

MOCKREHNA

Nachbarn mit Herz: Mit Hauruck zur Frau Holle gelotst

Achtung, das ist kein Familienfoto! Wie froh Ortsvorsteher Lars Goldammer ist, mit den Krügers auf zwei „Saal-Manager“ setzen zu können, ist dennoch unverkennbar. Foto: TZ/C. Wendt

von unserem Redakteur Christian Wendt

Schöna. Das muss man sich mal vorstellen: Da kümmern sich Erika und Werner Krüger (beide 79 Jahre alt) seit Jahren um den Saal im Mockrehnaer Ortsteil Schöna und noch nie waren sie bei einem Auftritt der Märchenmuttis dabei. 

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Das musste geändert werden, fanden nicht nur Ortsvorsteher Lars Goldammer und Kita-Leiterin Gabriele Knötzsch. Das fand auch die Heimatzeitung, die mit den Krügers auf würdige Vertreter für ihre Vorweihnachtsserie „Nachbarn mit Herz“ traf.

Dabei war auch am vergangenen Freitagnachmittag alles mit heißer Nadel gestrickt. Erst frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt, glich die Einladung der beiden wahrlich einer Hauruck-Aktion. Doch wer sich derart intensiv darum kümmert, dass der Saal von jedermann genutzt werden kann, konnte eine solche Einladung von Kindergarten und Ortsvorsteher natürlich nicht abschlagen. Dass auch die Torgauer Zeitung ihre Hände mit ihm Spiel hatte, ahnte das Ehepaar, das erst vor vier Wochen diamantene Hochzeit feierte und dem zwei Ehrenstühle bereitgestellt wurden, bei der Ankunft freilich noch nicht. Und so machten es sich die beiden Senioren gleich neben den gespannt dreinblickenden Steppkes der Kita „Zwergenhaus“ bequem, um danach enorm viel Spaß bei der Aufführung von „Frau Holle“ zu haben.

 

Der wahre Grund

 

Die Überraschung war mindestens genauso groß, als die beiden den wahren Grund der Einladung erfuhren. Von zwei Schneeflöckchen nach vorn begleitet, wurde das Geheimnis schließlich gelüftet. Erstaunt und dankbar blickten die Krügers drein, als dann auch schon die Vorschulgruppe der Kita mit dem Präsent der Heimatzeitung anrückte.

 

Glücklicher Ortsvorsteher

 

„Ich bin so froh, dass ich die beiden habe“, freute sich Lars Goldammer mit den beiden mit. Denn auf und in ein solches Objekt müsse regelmäßig geschaut werden. Und geschaut hatte vor allem die Erika an jenem Nachmittag schon recht gut. Denn sofort war ihr aufgefallen, dass es neues Besteck gegeben hat.

Der Saal in Schöna wird gerade bei Geburtstagsfeierlichkeiten gern genutzt. Jeden Dienstag trifft sich hier auch eine Reha-Sportgruppe mit bis zu 16 Leuten.

Erika Krüger arbeitete ihr Leben lang in der Landwirtschaft. Ihr Mann ist gelernter Maurer und wechselte später zum Straßenbau. Das Ehepaar hat vier Kinder, vier Enkel und einen Urenkel. Werner Krüger ist zudem dienstältestes Mitglied der Schönaer Blasmusiker. Seit 1961 spielt er hier Tenorhorn.

An der gedeckten Kaffeetafel klang der Überraschungsnachmittag in aller Gemütlichkeit aus.

 

 


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