Freitag, 29. Mai 2020
Mittwoch, 18. Dezember 2019

DREIHEIDE

Nach zwölf Jahren emotional Abschied genommen

Mit einer sehr emotionalen Ansprache verabschiedete sich Wolfgang Sarembe bei den Gemeinderäten und den Anwesenden Vereinsvertretern. Foto: TZ/Leukhardt

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Großwig. Dreiheides Bürgermeister Wolfgang Sarembe leitete am Dienstag
seine letzte Gemeinderatssitzung. Dabei wurde auch die eine oder andere Träne verdrückt.

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Eigentlich sollte man meinen, dass die November-Sitzung des Dreiheider Gemeinderats mit ihren knapp 40 Gästen und heißen Diskussionen rund um die Lärmsituation in Süptitz an Emotionalität kaum zu überbieten sei. Doch einen knappen Monat später, am vergangenen Dienstag, wurde noch einmal eins draufgesetzt. Denn es sollte nicht nur die letzte Sitzung des Jahres und des Jahrzents sein, es war auch die letzte Gemeinderatssitzung unter der Leitung von Bürgermeister Wolfgang Sarembe.

Kraft gespendet und gekostet

Zwölf Jahre lang hatte dieser in Dreiheide die Fäden in der Hand, 2019 hatte er sich nun aus persönlichen Gründen dafür entschieden, sein Amt niederzulegen. Keine leichte Entscheidung, wie er am Dienstag mehrmals betonte. „Es war eine Zeit, die nicht spurlos an mir und auch meiner Familie vorbeigegangen ist. Es war eine Zeit, die mir Freude bereitete und die mir Kraft gegeben, sie teilweise aber auch gekostet hat“, begann Sarembe seine Abschiedrede und verdrückte bereits während der ersten Sätze eine Träne. Es sei eine Zeit des Miteinanders gewesen und auch eine, die ihn als Bürgermeister herausforderte.

Für die Zukunft wünschte er nicht nur seinem Nachfolger alles Gute und viel Erfolg bei der Führung der Gemeinde, sondern sich vor allem auch weiterhin die Eigenständigkeit dieser. „Es ist leichter, hier etwas zu entscheiden, als der Satellit der Stadt Torgau zu sein“, brachte es der scheidende Bürgermeister auf den Punkt. Ein Wunsch, den auch sein Stellvertreter Hans-Jürgen Fink später noch einmal aufgriff und untermauerte.

Er sprach außerdem seinen größten Respekt für Sarembes Entscheidung aus, sein Amt zu Gunsten seiner Gesundheit niederzulegen. „Man sollte auf seinen Körper hören“, sagte er. Und auch für das, was Sarembe in seinen zwölf Jahren als Bürgermeister erreicht hatte, zollte Fink, der vom Jahreswechsel bis zu Wahl am 15. März die Geschicke der Gemeinde leiten wird, seinen Respekt. Sarembe könne mit stolz auf eine erfolgreiche Zeit zurückblicken, in der er einen großen Anteil am Erfolg der Gemeinde beigetragen habe.

René Vetter (vorn) bedankte sich im Namen aller Dreiheider Vereine für die gute Zusammenarbeit mit Wolfgang Sarembe.

Dank an die Vereine

„Ohne Vereine wäre das Leben in der Gemeinde tot.“ Diese Worte sprach Wolfgang Sarembe mit Blick auf die Vertreter aller neun Dreiheider Vereine, die zur Verabschiedung ihres Bürgermeisters erschienen waren und sich mit warmen Worten und einem kleinen Präsent für die gute Zusammenarbeit bedankten. „Es war nicht immer einfach, aber wir haben uns immer wieder zusammengerauft und gut unterstützt, um das Leben im Dorf zu erhalten“, sagte René Vetter als Vorsitzender des Weidenhainer Faschingsclubs.

Passend zu diesem besonderen Anlass wurde auch ein besonderer Tagungsort. Denn die Sitzung fand nicht, wie sonst üblich, bei der Großwiger Feuerwehr statt, sondern wurde in den so genannten „Stall 2“ verlagert. Dieser ehemalige Kuhstall, welcher zeitweise sogar als Kindergarten genutzt wurde, wurde in den letzten

Jahren ausgebaut und zu einem Gastraum umfunktioniert. „Ich habe hier meinen Geburtstag gefeiert udn dachte mir, dass ist ein würdiger Rahmen für meinen Abschluss“, begründete Wolfgang Sarembe seine Wahl.

Knapp zwei Wochen ist Bürgermeister Sarembe zwar noch im Amt, doch bereits jetzt ist der Blick in der Gemeinde nach vorn gerichtet. Im März 2020 wird ein neues Oberhaupt gewählt, ein möglicher zweiter Wahlgang ist für April terminiert. Interessenten für den Posten des ehrenamtlichen Bürgermeisters können sich bereits bewerben, bis zum 9. Januar nimmt die Gemeinde noch Wahlvorschläge an.

Auch die Feuerwehren, allen voran Sebastian Bäßler als Gemeindewehrleiter, sprachen ihren Dank gegenüber Wolfgang Sarembe aus.

 


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