Donnerstag, 9. April 2020
Freitag, 20. Dezember 2019

BELGERN-SCHILDAU

"Er hat für jeden und alles ein offenes Ohr"

Udo Hanke strahlte, als er die Auszeichnung im Rahmen der Aktion "Nachbarn mit Herz" von TZ-Chefredakteur Sebastian Stöber entgegen nahm. Vorgeschlagen wurde er von Steffi Gläser, Chefin des Staritzer Freundeskreises.Foto: TZ/Jack

von unserer Sport-Redakteurin Eileen Jack

„Hallo Udo“strahlt ein kleiner Junge auf dem Staritzer Weihnachtsmarkt. Der Steppkes gehört zur Gruppe der Kita-Kinder, die gerade ihr tolles Programm aufgeführt haben.

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Und nun nimmt Udo Hanke neben ihnen Aufstellung, nach vor gerufen von TZ-Chefredakteur Sebastian Stöber. Und die Kinder kennen Udo Hanke, so mögen ihn sehr, wissen, dass er immer zu Stelle ist, wenn die Staritzer ihn rufen – und das seit Jahren und ohne auch nur ein einziges Mal eine Gegenleistung für seinen Einsatz zu fordern.
Zweiter Versuch
Steffi Gläser vom Staritzer Freundeskreis hat Udo Hanke für die TZ-Vorweihnachtsaktion „Nachbarn mit Herz“ vorgeschlagen, und das schon im vergangenen Jahr. Und weil die geschichtenliste dazumal bereits prall gefüllt war, startete die Staritzerin in diesem Jahr einen neuen Versuch. Und jeder im Ort gibt ihr Recht – der Udo ist einer, der es verdient hat, für seinen unermüdlichen Einsatz und seine Nächstenliebe mal ausgezeichnet zu werden. Genau das übernahm am Sonntag im Rahmen des Staritzer Weihnachtsmarktes TZ-Chefredakteur Sebastian Stöber. Und Udo Hanke lächelte ein wenig schüchtern. Hatte er doch mit dieser Überraschung so gar nicht gerechnet. Aber er hat auch nicht viel Zeit. Nach der Übergabe und einem schnellen Bild für die TZ ist er schon wieder verschwunden, hat Posten hinter der Theke bezogen, um Apfelpunsch an die Weihnachtsmarktgäste auszuschenken.
Hexenhaus gebaut
Ja, so kennen die Staritzer ihre Udo Hanke, immer bereit immer fleißig, immer da, wenn sie ihn brauchen. Und das tun sie recht oft. „Bei unserer 900-Jahr-Feier in diesem Jahr hat er den gesamten technischen Bereich betreut. Wenn irgendwo ein Brett oder auch nur eine Schraube fehlte, war Udo zur Stelle. Wir mussten uns in dieser Hinsicht über wirklich nichts kümmern und natürlich keine Sorgen machen“, erzählt Steffi Gläser mit einem strahlenden Lächeln im Gesicht. Für sie ist er eindeutig die gute Seele von Staritz, wie man so schön sagt. Ohne Udo Hanke würde in Staritz vieles nicht funktionieren. Auch an der Ausgestaltung des traditionellen Weihnachtsmarktes wirkt er seit vielen Jahren mit, hat im vergangenen Jahr zusammen mit Heinz Kusin für die kleine Märchenwiese extra ein originelles Hexenhaus gebaut. Das verfügt sogar über eine Rutsche und wird von den Kindern nur allzu gern in Beschlag genommen.
Immer ein offenes Ohr
„Udo ist sehr überlegt in allem, was er tut. Noch während wir ihn als verein fragen, ob er helfen kann, denkt er darüber nach, in welcher Form, und dabei ist er noch nicht einmal Mitglied im Verein. Für ihn ist es selbstverständlich, dass er uns unter die Arme greift, weil seine Frau Ute bei uns im Verein Kassenwart ist. Er hat außerdem für jeden und alles ein offenes Ohr, kümmert sich auch mal über die Nachbarskinder“, zählt Steffi Gläser auf und betont, dass sie persönlich aber auch der Verein Staritzer Freundeskreis das dringende Bedürfnis hatten, einfach mal Danke zu sagen. Deshalb schlugen sie Udo Hanke für die TZ-Aktion vor. Das er genau diese Auszeichnung verdient hat, bestätigt auch seine Familie. „Ohne Opa läuft nichts“, sagt Tochter Saskia Gornig,betont aber, dass das genauso für die Oma, Ute Hanke gilt. Wenn ihre Kinder versorgt werden müssen, weil sie und ihr Mann zum beispiel auf der Arbeit sind, dann ist Opa Udo zur Stelle und kümmert sich.“ Er hilft auch bei den Nachbarn, macht ihnen das Holz oder erledigt kleine Hausmeistertätigkeiten. Manchmal fährt er den einen oder anderen auch zum Arzt“, erzählt Saskia Gornig weiter.
Ein leckeres Tröpfchen
Das ihr Vater handwerklich sehr begabt ist, versteht sich von selbst. Aber er gärtnert auch leidenschaftlich gern, kümmert sich um seine Weinreben, auch denen auch schon mal ein leckeres Tröpfchen entsteht. Und wenn dann noch Zeit ist, wirft Udo Hanke, der eigentlich aus dem sachsen-anhaltinischen Prettin stammt, auch gern mal die Angel aus. Nach Staritz ist der 63-Jährige im Alter von 19 Jahren gezogen, damals auf den Hof seiner Schwiegeroma. Seit dem ist Udo Hanke ein Teil von Staritz. Und die Bewohner des Ortes sind froh darüber, ihn zu haben. „Solche Menschen wie ihn, braucht man heutzutage“, sagt Steffi Gläser abschließend.

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