Samstag, 17. April 2021
Donnerstag, 9. Januar 2020

Videospiel-Ausstellung verzeichnet bereits über 600 Besucher

Die Neuntklässler des Förderzentrums waren begeistert von den alten Spielen in der Ausstellung. Und auch Lehrerin Martina Richter (l.)lauschte interessiert den Ausführungen von Florian Funk (r.) und Benjamin Bigl. Foto: TZ/Leukhardt

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Die neue Ausstellung auf Schloss Hartenfels will die Fasdzination der Computerspiele vermitteln. Und mit dem neuen Spiele-Mittwoch wird sie vor allem für Schulklassen attraktiver.

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Raus aus der Nische, rein in den Mainstream. Dieses Ziel verfolgt die aktuelle Ausstellung „Aufbruch ins Abenteuer“ auf Schloss Hartenfels, welche der breiten Masse die vielen Facetten des Mediums „Videospiele“ näherbringen möchte. Und dies scheint auch zu funktionieren. Wie der Leiter des MPZ+ und  damit Kurator der Ausstellung, Dr. Benjamin Bigl feststellte, seien seit der Eröffnung am 17. Dezember bereits über 600 Menschen zu Gast gewesen. Und die Tendenz steigt, denn mit dem seit dieser Woche eingeführten Spiele-Mittwoch sollen vor allem Besuche für Schulklassen noch attraktiver werden.

Ab sofort wird bis zum Ende des Ausstellung jeden Mittwoch mit Florian Funk von 10 bis 16 Uhr jemand in der Ausstellung präsent sein, der den Besuchern diese näherbringen kann. Sei es mit Hintergrundinfos zu den Exponaten oder direkt beim daddeln an den sechs alten Spielekonsolen. Funk ist im pädagogischen Umgang mit Videospielen kein Neuling, war er doch einer der Mitbegründer der Leipziger Videospielschule.

Seinen ersten erfolgreichen Spielemittwoch hat Florian Funk bereits hinter sich. Direkt am Vormittag des  8. Januars bekamen er und Kurator Benjamin Bigl Besuch von der Klasse 9b des Torgauer Förderzentrums an der Promenade. „Ich finde das Thema wirklich spannend“, erklärt Lehrerin Martina Richter den Grund des Besuchs. Sie selbst kenne sich mit Videospielen zwar überhaupt nicht aus, sei aber offen für solch neue Erfahrungen und habe in der Ausstellung auch schon das eine oder andere dazugelernt. Und auch die  Reaktionen der Schüler sprachen Bände. Völlig ohne Berührungsängste setzten sie sich vor die teilweise über 30 Jahre alten Konsolen und spielten drauf los. „Es ist wirklich erstaunlich, wie stark selbst die simpelsten Retro-Spiele auch heutige Jugendliche noch in ihre Bann ziehen können“, staunte Florian Funk, der sich rege am Geschehen beteiligte und die Schüler mit Tipps und Hinweisen beim Zocken unterstützte.

Interessierte Schulklassen finden auf der Website des Schlosses Hartenfels  nicht nur ausführlichere Informationen zur Austellung selbst, sondern auch die Kontaktdaten für eine Anmeldung. Um Schulen aus ganz Nordsachsen einen Besuch zu ermöglichen, werden die Transportkosten vom Landkreis übernommen. Die Themen, mit denen sich in der Ausstellung befasst werden kann, sind dabei breit gefächert und für mehrere Altersgruppen geeignet. So wird Schülern von der 1. bis zur 6. Klasse die Welt der Computerspiele nähergebracht, wobei besonders auf den Aspekt des Jugend-Medienschutzes eingegangen wird. Schülergruppen ab der 7. Klasse bekommen tiefe Einblicke in die wirtschaftlichen und sozialen Hintergründe der Computer-Spielwelten. Die Ausstellung „Aufbruch ins Abenteuer“ ist noch bis zum 31. März 2020 im Flügel D des Schlosses zu sehen, geöffnet ist sie Dienstags bis Sonntags von 10 bis 16 Uhr.


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