Sonntag, 27. November 2022
Freitag, 17. Januar 2020

Kulturhaus-Chefin wehrt sich gegen Kündigung

Das Kulturhaus Torgau soll in absehbarer Zeit durch einen Neubau an anderer Stelle ersetzt werden.Foto: TZ/Archiv

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Torgau. Während die Torgauer Kultur offenbar ohne Heidi Peterson auskommen muss, scheinen die Chancen für einen Stadthallen-Neubau weiter hoch zu sein.

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Die Stadtverwaltung will den Neubau einer Stadthalle auf dem Gelände des ehemaligen Färber-Schlachthofs weiter vorantreiben. Das geht aus einer Antwort der Behörde auf die entsprechende Nachfrage der TZ hervor.

Die Frage hatte sich aus er aktuellen Unklarheit in der Besetzung der Geschäftsführung des Vereins Torgau-Kultur ergeben. Dessen bisherige Geschäftsführerin, Heidi Peterson, hatte das Projekt Stadthalle offensiv nach außen vertreten.

Seit Ende vergangenen Jahres ist sie allerdings nicht mehr im Amt. Die TZ hatte deshalb gefragt, ob die Stadt das Projekt auch ohne sie weiter vorantreiben werde. Darauf antwortete die Verwaltung im Wortlaut: „Ja, selbstverständlich, da der Neubau eine Idee und das Interesse der Stadtverwaltung war. Die weitere Stadtentwicklung ist keinesfalls von dieser Personalie anhängig.“

Während die Stelle der Geschäftsführung von Torgau-Kultur seit 21. Dezember öffentlich ausgeschrieben und, Stand Donnerstag, auf der Website der Stadt Torgau nachzulesen ist, ist noch vollkommen unklar, ob die Kündigung der alten Geschäftsführerin überhaupt rechtmäßig war.

Heidi Peterson gab gegenüber der TZ keinen Kommentar zum Verfahren ab. Auf mehrfache Anfrage der TZ im Büro der Oberbürgermeisterin, ob die Kündigung der Torgau-Kultur-Geschäftsführerin bereits rechtskräftig sei, hießt es von dort ausweichend: „Die Stelle des Geschäftsführers ist derzeit vakant und eine Ausschreibung findet aus diesem Grund statt.“

Das Wissen über den Vorgang müsste allerdings vorhanden sein. Vorstandsvorsitzende des Vereins Torgau-Kultur ist Oberbürgermeisterin Romina Barth, Stellvertreter Josef Tremmel. Neben Stadtwerke-Geschäftsführerin Renate Mühlner und Andreas Huth, Geschäftsführer der  Torgauer Wohnstätten, sitzen zudem die Stadträte Henry Goldammer, Mandy Jäckel und Karl-Friedrich Potzelt im Vorstand. Bei allen Entscheidungen hat die Vertreterin der Stadt, also die OBM, ein Veto-Recht. Einen entsprechenden Passus hatte der Stadtrat Ende Oktober 2019 auf Antrag der Stadtverwaltung passieren lassen.

Auf Nachfrage der Torgauer Zeitung bestätigte nun das Arbeitsgericht Leipzig, dass Rechtsmittel gegen die Kündigung der Geschäftsführerin durch ihren Verein Torgau-Kultur eingelegt wurden. Aktuell werde zudem auf Antrag des Vereins geprüft, den Fall an das Landgericht Leipzig weiterzuverweisen. Bis Ende Januar soll darüber entschieden werden, erst dann wird es den eigentlichen Verhandlungstermin geben.
 

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