Mittwoch, 27. Mai 2020
Mittwoch, 27. November 2019

TORGAU

"Wo behobelt wird, da fallen Späne"

Bettina Klein (l.) und Romina Barth standen den Besuchern Rede und Antwort.Foto: TZ/Perz

von unserer Redakteurin Elisa Perz

Torgau. Beim LAGA-Infoabend erhielten die Zuhörer einen Überblick über den aktuellen Stand der Planungen. Außerdem gab es auch einen Ausblick, auf das, was sie während der LAGA erwartet.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken

Anmeldung für TZ-Abonnenten

Um diesen Artikel weiterzulesen melden Sie sich bitte als Abonnent der Torgauer Zeitung an oder wählen Sie eines der folgenden Angebote aus.

So schnell kann es gehen. Innerhalb weniger Minuten „verwandelte“ sich Jürgen Kessel am Montagabend vom einfachen Torgauer Bürger zum Ideengeber für die Landesgartenschau. Beim LAGA-Infoabend brachte er nämlich eine Anregung für den zwölf Meter hohen Deichgucker ein, der südlich der Eisenbahnstrecke in der Nähe des Elberadweges gebaut werden soll. Kessel empfahl, diesen so zu gestalten, dass man ihn von außen als Kletterturm nutzen könne. Eine „gute Idee“, fand Michael Rudolph, der Architekt des Planungsbüros „Station C23“. Bisher habe man darüber noch nicht nachgedacht, doch der Vorschlag werde dankbar aufgegriffen.

Kurz zuvor hatte Bettina Klein, die Geschäftsführerin der Durchführungsgesellschaft der hiesigen Gartenschau, den aktuellen Entwurf für das rund 24 Hektar große Gelände vorgestellt. Nachfragen der Gäste blieben danach nicht aus. Im Folgenden gibt die TZ einen Überblick über einen Teil der angesprochenen Themen:

 

Wird für die Kleingartenbesitzer der kostenfreie Zugang zu ihrer Anlage am Repitzer Weg sichergestellt?

Ja. Die Kleingartenbesitzer werden keinen Eintritt bezahlen müssen, um zu ihren Parzellen zu gelangen. Den Eingang zum vorderen Bereich, also dem vor dem Durchbruch zu den Eichwiesen, werden die Gartenfreunde ohnehin normal nutzen können. Denn der Repitzer Weg befindet sich nicht im eingezäunten Bereich (Bezahlbereich). Für die Besitzer der Parzellen im hinteren Abschnitt wird wahrscheinlich eine Ausnahmeregelung greifen. Das stellte Rudolph in Aussicht und versprach: „Wir werden eine Lösung finden.“

 

Mit welchen Einschränkungen ist während der LAGA und im Zuge der Vorbereitungen zu rechnen?

Eine der größten Einschränkungen dürfte die sechs Monate andauernde Sperrung in der Wolffersdorffstraße darstellen. Von April bis Oktober 2022 wird ungefähr der Abschnitt zwischen dem Haus mit der Nummer 8 bis kurz vor der Einmündung zum Repitzer Weg vollgesperrt. Große Auswirkungen fu¨r die Anwohner der Straße hat das nicht: Sie können ihre Grundstücke aus Richtung Rosa-Luxemburg-Platz weiterhin mit dem Auto erreichen, gleiches gilt für die Anwohner der gegenüberliegenden Häuser, wenn sie aus Richtung Döbernscher Straße unterwegs sind. Auch der Repitzer Weg und die Straße Am Stadtpark bleiben weiter- hin befahrbar.

Die zweite Sperrung bezieht sich aufs Glacis. Der Stadtpark wird nicht nur im Laufe der nächsten Monate aufgrund von Baumaßnahmen in Teilen vollgesperrt, sondern wird auch während der Gartenschau im Bezahlbereich liegen. Heißt: Wer das Glacis im Zeitraum der Gartenschau be- treten möchte, muss sich ein Ticket kaufen. Diese beiden Einschränkungen lassen sich nicht vermeiden. Oder um es mit den Worten von Bettina Klein zu sagen: „Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Das ist eben so.“

 

Werden weitere Stadtbereiche, die nicht zum Gartenschaugelände zählen, im Zuge der LAGA umgestaltet?

Ja. Es wird sogenannte Korrespondenzstandorte geben. Damitg emeint sind Bereiche, die nicht im Bezahlbereich der Garten- schau liegen, aber trotzdem in die LAGA integriert werden. Einige derartige potenziellen Stand- orte habe man bereits im Blick, berichtete Bettina Klein und führte dabei Plätze in der Elbstraße und den Rosengarten an. Letzterer befindet sich im Eigentum des Landratsamtes, mit dem die LA- GA-Verantwortlichen in enger Abstimmung stehen.

Schlechte Nachrichten gab es allerdings beim Punkt alte Papierfabrik in der Naundorfer Straße, deren äußerliches Erscheinungsbild Mirko Stock als unschön bezeichnete. Dadurch entstehe kein guter erster Eindruck für alle diejenigen, die mit dem Zug nach Torgau kommen, um die Gartenschau zu besuchen. Die OBM erwiderte darauf, dass man sich zwar in Gesprächen mit dem Eigentümer befinde. Aufgrund der Umzäunung habe man allerdings keinen Einfluss auf die Gestaltung des Geländes. „Wir bleiben dran. Doch ich kann nicht versprechen, dass wir bis 2022 eine Lösung parat haben.“


Was ist aus der ursprünglich geplanten Boulderhalle auf dem ABT-Gelände, die im Zeitraum der LAGA als Blumenhalle genutzt wird, geworden?

Diese wird durch eine Indoorspielhalle ersetzt. Anlass dafür gab die Anfrage mehrerer Eltern, die sich mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für Kinder bei schlechtem Wetter wünschten. Es könne aber durchaus ein Boulderbereich in die Indoorspielhalle eingebaut werden, erklärte Bettina Klein.

 

Wie steht es um den Bau der Stadthalle?

Die Fördermittelanträge seien vor zwei Wochen abgegeben worden, gab Romina Barth einen Überblick. Sie habe jedoch nicht die Hoffnung, dass bis zum Beginn der LAGA eine funktionstüchtige Halle stehe. Daher gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder es wird erst nach der Garten- schau mit dem Bau des Gebäudes begonnen oder der Rohbau wird gestalterisch in die LAGA eingebunden.

 

Wohin kann man sich mit Ideen für die LAGA wenden?

Vorschläge können per Mail unter info@laga-torgau.de eingereicht werden. Außerdem soll es im März 2020 einen Bürger-Workshop geben, bei dem sich Torgauer in die LAGA-Planung einbringen können.


Das könnte Sie auch interessieren

TZ-ePaper

ePaper lesen

Lesen Sie das ePaper der Torgauer Zeitung bequem zu Haus oder unterwegs.

Jetzt 14 Tage lang unverbindlich testen!

 

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
 

Aktuelle Bildergalerien

AKTIONEN

epaper-probelesen

Frühlings-Abo

Azubimesse
TZ-Probelesen

Torgau-Plus

Wanderführer

Feste und Gäste

INFOS & EMPFEHLUNGEN

laga