Dienstag, 14. Juli 2020
Samstag, 1. Februar 2020

TORGAU

Vom Baumstamm zur Palette in 24 Stunden

Schon in den frühen Morgenstunden sind bei HIT-Holz Kräne und Gabelstapler im Einsatz. Foto: PR

PR

Torgau. Mehr aus der Reihe "24 Stunden, 24 Unternehmen" - 7 Uhr früh am Morgen: Auf dem Werksgelände von HIT-Holz treffen Lkw mit neuen Baumstämmen ein. Angeliefert wird das Holz an einem der fünf Rundholzplätze. 

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7 Uhr früh am Morgen: Auf dem Werksgelände von HIT-Holz treffen Lkw mit neuen Baumstämmen ein. Angeliefert wird das Holz an einem der fünf Rundholzplätze. Dort entlädt ein Mitarbeiter den Lkw mithilfe eines großen Krans und führt das Rundholz direkt einer Maschine zu, die den Stamm automatisch entrindet. Gleichzeitig erfasst ein modernes Infrarotmessverfahren die Abmessungen jedes einzelnen Stammes – die Grundlage für die weitere Verarbeitung im Sägewerk und die Abrechnung mit den Lieferanten. 

„Wir verarbeiten auf unseren Rundholzplätzen täglich bis zu 45.000 Stämme“, erläutert Karsten Belger, der die Holzannahme leitet. Für die weitere Verarbeitung werden die Stämme nach Durchmesser und Länge automatisch in Boxen sortiert. Via eines großen Staplers geht es zu einer der vier Sägelinien, die mit modernster Technik ausgestattet sind. „In jeder Anlage können wir bis zu 500 Stämme in der Stunde verarbeiten“, berichtet Geschäftsführer Christian Pospiech. „Dazu sind die Sägelinien optimal für ihre jeweiligen Aufgaben ausgerüstet.“

Holz wird zu 100 % verwertet

Die beim Sägen anfallenden Sägespäne und Hackschnitzel werden in weiteren Produktionsstätten auf dem Firmengelände als Ausgangsmaterial für hochwertige Pellets, Briketts und Palettenklötze genutzt, erläutert Pospiech: „Holz ist ein wertvoller Rohstoff, mit dem wir so effizient wie möglich umgehen wollen. Deshalb achten wir darauf,100 % des angelieferten Rohholzes zu verwerten.“ 

Über 150 Mitarbeiter arbeiten an den hochkomplexen Sägelinien, steuern die Produktion und sorgen für die Qualitätskontrolle. Einer von ihnen ist Tim Gewalt. Der erfahrene Industriemeister mit Fachrichtung Holzbearbeitung überprüft gerade das Geschehen im Werk. „Unsere Anlagenfahrer überwachen permanent die Abläufe der verschiedenen Prozessstufen der Sägelinie“, erläutert er. 

Nach dem Einschnitt werden die Bretter bereits in der Palettenproduktion  erwartet. Hier werden täglich im 4-Schicht-Betrieb über 50.000 Paletten produziert.  Trotz des hohen Automatisierungsgrads arbeiten ca. 140 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Palettenproduktion. Einer von ihnen ist Marco Luty, Leiter der Instandhaltung Palette. „Manche Linien fertigen bis zu 400 Paletten pro Stunde“, erklärt er. „Wenn eine Anlage mal steht, müssen wir schnellstmöglich das Problem beheben, um den Produktionsausfall zu minimieren.“ 

Holzspäne werden zu Klötzen

Parallel zu den Brettern wurden aus dem Späneanfall der Sägelinien Pressspanklötze für die Paletten produziert. Die fertigen Paletten werden automatisch gestapelt und anschließend zum Trocknen gebracht. Dazu stehen auf dem Gelände die zwei größten Kanaltrockner Europas sowie acht weitere Trockenkammern zur Verfügung. Im Vier-Schicht-Betrieb können so bis zu 18 Millionen Paletten pro Jahr getrocknet werden. Die Energie für diesen Vorgang stammt zu 100 % aus regenerativer Energie, die in den insgesamt drei betriebseigenen Kraftwerken produziert wird. Gespeist werden diese EEG konform mit nachwachsenden Rohstoffen – bei HIT-Holz mit Baumrinde oder Waldrestholz.

„Durch die Kombination aller Wertschöpfungsstufen auf unserem Produktionsgelände sind wir hochflexibel“, erklärt Geschäftsführer Christian Pospiech. Das zeigt sich auch in der Geschwindigkeit: Vom Baumstamm bis zur fertigen Palette vergehen hier nur 24 Stunden.


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