Mittwoch, 3. Juni 2020
Mittwoch, 12. Februar 2020

NORDSACHSEN

Mehr Sicherheit durch ein Smart Home?

Foto: denisismagilov / 261607517 – Adobe Stock

Angesichts der steigenden Kriminalitätsrate in Torgau der vergangenen Jahre steht nun für viele Verbraucher die Frage im Raum, ob und inwiefern sie ihr Zuhause als Smart Home sicherer gestalten können.

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Bereits seit mehreren Jahren steht Torgau vor dem Problem einer steigenden Kriminalitätsrate. Nachdem bereits zwischen den Jahren 2017 und 2018 ein Anstieg von zwölf Prozent verzeichnet wurde, waren es im Folgejahr sogar 20 Prozent. Dabei handelt es sich vor allem um Eigentumsdelikte, womit Torgau in der Statistik beinahe gleichauf liegt mit Dresden, Leipzig und grenznahen Gemeinden. Die Stadt sowie Polizei arbeiten bereits auf Hochtouren daran, die nordsächsische Stadt wieder sicherer zu machen. Dafür wurden Maßnahmen wie ein Präventionsrat oder ein Beratungsbüro ins Leben gerufen. Letzteres dient in erster Linie der Information zu wichtigen Themen wie dem Einbruchschutz. „Mir liegen objektive Sicherheit und subjektives Sicherheitsgefühl aller Bürgerinnen und Bürger am Herzen“, so Torsten Schultze, Präsident Polizeidirektion Leipzig, gegenüber dem MDR. Bis die Maßnahmen ihre erste Wirkung zeigen, ist es aber an den Bewohnern selbst, ihre subjektives Sicherheitsgefühl durch entsprechende Maßnahmen zu erhöhen. Moderne Technologien können dabei helfen.

Intelligente Technologien sollen Sicherheit erhöhen

Natürlich ist das langfristige Ziel, die Problematik ursächlich zu beheben. Doch bis dahin ist es sinnvoll, dass die Bewohner von Torgau zusätzlich eigene Vorkehrungen ergreifen, um nicht Opfer der steigenden Zahl an Eigentumsdelikten zu werden. Das Beratungsbüro ist dafür eine hilfreiche Anlaufstelle. Aber auch moderne Technologien für ein intelligentes Zuhause spielen eine zunehmend wichtige Rolle. Denn das Smart Home, welches deutschlandweit immer mehr zum Trend wird, bietet mehr Vorteile als nur einen größeren Komfort. Viele Technologien werden stattdessen gezielt für mehr Sicherheit eingesetzt, zum Beispiel im Bereich Einbruchschutz. In diesem Bereich stehen beispielsweise zur Verfügung:

  • Intelligente Türkommunikation, sodass die Bewohner jederzeit sehen können, wer an der Tür ist und was sich vor ihrem Eingang abspielt.
  • Bewegungsmelder in den Innen- oder Außenbereichen, die automatisch das Licht einschalten und dadurch Einbrechern die schützende Dunkelheit nehmen.
  • Auch eine Kopplung mit einer Alarmanlage ist möglich. Dabei kann individuell festgelegt werden, wann die Alarmanlage auslöst – beispielsweise bei einer Manipulation an Fenstern oder einer Bewegung im Inneren, wenn die Bewohner abwesend sind.
  • Sinnvoll ist außerdem, während einer (längeren) Abwesenheit die Anwesenheit der Bewohner vorzutäuschen. So werden beispielsweise automatisch Jalousien bewegt, Lichter ein- und ausgeschaltet oder ähnliche „Szenarien“ getätigt.

Ein weiteres großes Plus für die Sicherheit ist die intelligente Gebäudesteuerung per Smartphone. Die Bewohner können also beispielsweise via App Fenster schließen, Jalousien steuern, Lichter ein- und ausschalten oder sogar per Videokamera ihr Eigentum überwachen. Das verringert das Risiko von Einbrüchen während der Abwesenheit.

Weitere Vorteile durch ein Smart Home

Tatsächlich können solche intelligenten Technologien das eigene Zuhause also deutlich sicherer machen und somit den Bewohnern ein besseres subjektives Sicherheitsgefühl vermitteln. 100-prozentige Sicherheit gibt es zwar niemals, jedoch lassen sich Kriminelle durch ein Smart Home in vielen Fällen abschrecken – oder zumindest nach der Tat einfacher fassen. Außerdem bringt das Smart Home natürlich neben dem Plus an Sicherheit noch weitere Vorteile mit sich. Dabei handelt es sich zum Beispiel um mehr Komfort, denn die Haustechnik kann beispielsweise so programmiert werden, dass die Rollläden beim Einsetzen der Dämmerung automatisch herunterfahren und tagsüber wieder geöffnet werden. Das erhöht die Sicherheit in der Nacht, sorgt aber gleichzeitig für ausreichend Licht am Tag für die Pflanzen.

Aber auch Kosteneinsparungen sind möglich, indem die Heizungen automatisch gedrosselt und kurz vor Rückkehr der Bewohner wieder hochgefahren werden. Oder das Smart Home schließt automatisch Fenster, Türen, Kellerzugänge, das Garagentor & Co, sobald sich die Bewohner auf eine gewisse Distanz entfernen – gesteuert wird dies ebenfalls über das Smartphone. Diese sind nur einige von vielen Beispielen, inwiefern ein intelligentes Zuhause nicht nur komfortabler und umweltfreundlicher, sondern eben auch sicherer ist.

Fazit: Inwiefern ist eine Umrüstung sinnvoll?

Es lässt sich also festhalten, dass die Umrüstung auf ein Smart Home vor allem in Städten mit hoher Rate an Eigentumsdelikten durchaus sinnvoll ist. Torgauer, die nun mit intelligenten Technologien nachhelfen möchten, müssen dabei nicht direkt tief in den Geldbeutel greifen. Denn schon einzelne sowie kleinere Maßnahmen können große Effekte erzielen – ohne dass direkt der komplette Ausbau zum Smart Home notwendig ist. Welche Technologien sinnvoll sind, hängt dabei zu großen Teilen vom Einzelfall ab. Wer beispielweise im dritten Stock wohnt, braucht weniger Einbruchschutz von außen als eine Erdgeschosswohnung oder ein Haus mit Keller und Garage. Im ersten Fall könnte dann eher eine Überwachung der Innenräume sinnvoll sein.

Schlussendlich sollte also jeder Haushalt ein individuelles Sicherheitskonzept entwickeln. Viele der intelligenten Technologien können sogar selbst gekauft und installiert werden, ohne dafür einen teuren Experten engagieren zu müssen. Beinahe alle Elektronik- und Technikmärkte bieten mittlerweile entsprechende Gadgets an. Wer etwas Geduld mitbringt, kann zudem auf Sonderaktionen warten – zum Beispiel in Form von Rabatten oder Gutscheinen – oder solche im Internet recherchieren. Etwas Recherche vorab kann also zusätzliches Geld sparen. So gibt es für beinahe jeden Torgauer sicherlich eine passende Lösung, um für mehr Sicherheit angesichts der steigenden Kriminalitätsrate zu sorgen…zumindest, bis die Maßnahmen der Stadt sowie Polizei erste Wirkung zeigen.


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