Sonntag, 31. Mai 2020
Freitag, 14. Februar 2020

DREIHEIDE

Der Dienst an der nächsten Generation

Guido Manske, Karsta Niejaki und André Burkhardt (v.l.n.r.) stellen sich in Dreiheide zur Wahl. Foto: TZ/ Archiv

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Dreiheide. „Wie wollen Sie auch zukünftig eine umfassende und ansprechende Bildung für Dreiheides Nachwuchs garantieren?“ fragte die TZ die Bürgermeisterkandidaten in Dreiheide.

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Dreiheide bekommt einen neuen Bürgermeister. Am 15. März wird dieser gewählt, drei Kandidaten gehen für den Posten an den Start. Karsta Niejaki, Guido Manske und André Burkhardt stecken aktuell alle drei mitten im Wahlkampf. Um Ihnen, liebe Leser, einen umfangreichen Überblick über die Ansichten der Kandidaten zu verschaffen, haben wir Sie mit zahlreichen Themen und Fragen konfrontiert und sie dazu Stellung nehmen lassen. Heute dreht sich alles um das Thema Bildung. „Wie wollen Sie auch zukünftig eine umfassende und ansprechende Bildung für Dreiheides Nachwuchs garantieren?“ fragte die Dreiheide und bekam darauf umfangreiche Antworten.

 

Karsta Niejaki:

Für eine umfassende, ansprechende und garantierte Bildung ist grundsätzlich der Erhalt der Kitas und der Grundschule erforderlich. Die Erzieherinnen in allen drei Kindergärten sind geschult und befassen sich intensiv mit Lerninhalten für Vorschulkinder. Ebenso gibt es einen entsprechenden Zeitaufwand der Lehrer, die die Vorschulkinder in den Kitas besuchen und den Eltern schon entsprechende Einschätzungen auf den Weg geben können.

In der Schule selbst geht die Entwicklung immer mehr in Richtung Digitalisierung. 98 Prozent der Kinder zwischen 6 und 13 Jahren besitzen ein Handy oder Smartphone, so eine Studie. Die Kinder wachsen in komplett anderen Medienwelten auf. Demnach müssen auch in der Grundschule entsprechende Kompetenzstandards geschaffen werden. Benutzerfreundliche, alters- bzw. grundschulgerechte Lösungen sind sinnvoll. Das digitale Klassenzimmer und die interaktive Tafel sind schon ein guter Anfang. Eine Weiterentwicklung sehe ich als Gemeinschaftsaufgabe zwischen der Schulleitung, dem Gemeinderat aber auch mit kompetenter Beratung durch entsprechenden Fachfirmen.

Auch im Hinblick auf die weiterführenden Schulen ist der Umgang mit digitalen Medien unumgänglich. Dabei sind jedoch die Folgekosten der Wartung und Erneuerung zu berücksichtigen. Aufgabe ist es, die entsprechenden Voraussetzungen - wiezum Beispiel eine schnelle Netzanbindung - zu gewährleisten. Doch neben der modernen Technik ist insgesamt ein gesunder Mix aus Lernstoff, Bewegung, Kunst und Werken sowie Sachkunde erstrebenswert beziehungsweise beizubehalten.

 

Guido Manske:

Es fällt mir schwer etwas zu garantieren, bis auf eines. Ich werde mich mit voller Kraft dafür einsetzen, dass die Bildung im Elementarbereich auf den besten und neuesten Stand gebracht und gehalten wird. Denn eine gute Bildung sorgt für eine nachhaltige Entwicklung unserer Kinder und ist aus meiner Sicht eine Chance und ein absolutes Muss. Die jungen Menschen, die heute in die Kitas und Grundschulen gehen, drängen in  circa 10 bis 15 Jahren auf den Arbeitsmarkt. Zukünftige Facharbeiter und Ingenieure werden Neues und Besseres lernen müssen um die Mobilität zu verändern, die Energiewende abzuschließen, den Umweltschutz zu verbessern.  Die Erzieherinnen und Erzieher, Lehrer und Lehrerinnen haben da eine große Verantwortung aber auch eine große Chance. Die Ansichten unserer Kinder in Bezug auf Naturschutz, Mobilität, Gesundheit und Ernährung, auf Fortschritt und Bildung werden sich grundlegend ändern. Dazu müssen wir schon heute unseren Beitrag leisten.

Deshalb planen wir die Grundschule mit neuer Computertechnik auszustatten. Ebenso wird die Grundschule in Weidenhain nachhaltig brandschutzertüchtigt.  Die Kindertagesstätte in Süptitz wird unter großer Anstrengung der Gemeinde ausgebaut. In Großwig werden neue Spielgeräte angeschafft, um unseren kleinen Mitbürgern einen schönen und gelungenen Aufenthalt in der Kita zu gewährleisten.  Sollte ich Bürgermeister werden, plane ich mich mit den Leitern der Schule und unserer 3 Kitas zusammenzusetzen um auszuloten , welche Verbesserungen nötig sind und umgesetzt werden können.

 

André Burkhardt:

Die Erziehung von Berufsnachwuchs und Fachkräften ist heute mehr denn je ein zentrales Thema. Auch hier in der Gemeinde Dreiheide wird versucht, die Kinder und Jugendlichen zu fördern und zu fordern. Schon im frühen Kindesalter geht es in unseren drei hervorragend ausgestatteten Kindertagesstätten darum, die Kinder auf ein späteres erfolgreiches Leben vorzubereiten. Hier möchte ich im Falle das ich als Bürgermeister gewählt werden entscheidend mit beitragen.

Durch die kontinuierliche Kommunikation mit den Erzieherinnen und Erziehern gilt es auszuloten, welche Erfordernisse aber auch Hindernisse bestehen. Besonders möchte ich mich schon in den Kindertagesstätten der Digitalisierung widmen um den Kindern spielerisch neue Medien näher bringen zu können. Ein weiteres wichtiges, wenn nicht das wichtigste, Standbein in Sachen Bildung ist unsere schöne Grundschule in Weidenhain. Durch verschiedenste Modernisierungsmaßnahmen, zum Beispiel des neuen Werkraumes oder auch die Anschaffung von interaktiven Tafeln in mehreren Klassenräumen, die durch den ehemaligen Bürgermeister vorrangebracht wurde, ist uns schon ein guter Start gelungen. Ein weiterer Schritt zur Digitaliesierung der Schule wird in diesem Jahr erledigt. Für mich steht die Aufgabe diese Entwicklung beizubehalten und zu unterstützen. Ebenfalls plane ich turnusmäßige Zusammenkünfte mit den Lehrkräften und der Schulleitung um auch fern ab der täglichen Arbeit über erforderliche Maßnahmen zu beraten und gemeinsam Pläne aufzustellen.

Weitere Bildungsträger sind für mich die Vereine (zum Beispiel Jugendfeuerwehren und Sportvereine), diese vermitteln den Kindern und Jugendlichen praktische Erfahrungen. Ein Einsatz und eine Förderung dieser Bildungsträger ist für mich ebenfalls besonders wichtig und daher selbstverständlich.

 

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