Donnerstag, 1. Oktober 2020
Samstag, 15. Februar 2020

TORGAU

Wichtiger Schritt, damit die Bagger rollen können

Das die Nutzung des farbigen Gebiets regelt der Bebauungsplan.Foto: Repro: TZ

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

Torgau. Wichtiger Meilenstein für einen Kernbereich der Gartenschau: Der Bebauungsplan für die Neuen Gärten kann im Stadtrat abgestimmt werden. Das steht im Plan:

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Vom ehemaligen ABT-Gelände bis zum Bahndamm erstreckt sich ein Kernbereich der Laga 2022: Die neuen Gärten. Damit auf diesen 4,8 Hektar nicht nur abgerissen, sondern auch nach den Planungen des Ingenieurbüros C23 gebaut und gestaltet werden kann, musste ein Papierberg bezwungen werden: der Bebauungsplan.

Darin wird festgehalten, welche Regelungen – von Natur- bis Lärmschutz – für die künftigen Bebauungen und Nutzungen des Geländes gelten. Weil es zahlreiche schützenswerte Interessen und für jede davon Experten gibt, wurden nun deren Meinungen eingeholt und in den B-Plan eingearbeitet.

Die Ergebnisse präsentierte Eva-Maria Engler vom Torgauer Stadtplanungsamt vergangene Woche den Mitgliedern der Stadtrats-Ausschüsse. Um es vorweg zu nehmen, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, steht der Zustimmung des Stadtrats nichts im Wege – schließlich nahmen die Ausschussvertreter die mehr als 400 Seiten starke Vorlage mit viel Wohlwollen zur Kenntnis.

Sicherlich auch, weil die gehörten Experten keine grundlegenden Einwände gegen den Plan vorgebracht hatten. Hier nun eine Zusammenfassung der wichtigsten Themen, die Eingang in den B-Plan fanden.

Naturschutz

C23 hat geprüft, ob der B-Plan negative Auswirkungen auf das benachbarte Vogelschutzgebiet Elbaue und Teichgebiete Torgau beziehungsweise das FFH-Gebiet Elbtal hat – Befund negativ. 

Und auch die acht Zauneidechsen, die im Gebiet der Eichwiesen registriert wurden und nach denen sich Stadtrat Michael Bagusat-Sehrt (LINKE) erkundigt hatte, beunruhigen Laga-Geschäftsführerin Bettina Klein nichts.

Die Stadt Torgau habe in den vergangenen Jahren in diesem Bereich viele Erfahrungen gesammelt. „Wir sind vorbereitet und können gegebenenfalls reagieren.“ Ein Verzug im Laga-Zeitplan sei nicht zu befürchten.

Boden und Hydrogeologie

Unterhalb der ABT-Bebauung befinden sich die Reste der „Deponie am Stadtpark“. Der Boden ist also mit Abfallrückständen durchsetzt. Das macht zwei Maßnahmen erforderlich. Erstens muss dort, wo Spielflächen geplant sind, sauberer Boden aufgetragen werden.

Zweitens müssen sich die Laga-Planer etwas ausdenken, damit Regenwasser nach dem Entferner der Beton-Versiegelung nicht durch den verschmutzten Boden sickert und damit Schadstoffe ins Grundwasser spült.

Lärm

Sport und Spiel sollen die Neuen Gärten kennzeichnen. Das bedeutet natürlich eine höhere Lärmbelastung als Angeln. Deshalb wurde dieser Part besonders intensiv untersucht – Ziel: keine erhöhte Belastung für die Anlieger.

Der B-Plan nimmt zwar leichte Überschreitungen der Orientierungswerte in Kauf – dies aber örtlich und zeitlich eng begrenzt. Auf Nachfrage von CDU-Stadtrat Konrad Theobald sicherte Eva-Maria Engler auch zu, dass in den Nachtstunden beispielsweise gastronomische Einrichtungen auf dem Gelände für den Lieferverkehr erreichbar sein werden.

Wald

Wald ist weitaus mehr, als eine Ansammlung von Bäumen. Wald ist das, was im Sinne des Sächsischen Waldgesetzes Wald ist. Zwei solche Flächen gibt es im B-Plan-Gebiet, beide werden zumindest gesetzlich entwaldet – Waldumwandlung heißt das.

Käme es nicht dazu, würde sich in diesen Bereichen alles verbieten, was gegen das Waldgesetz verstößt: beispielsweise das Anlagen von versiegelten Wegen und Wiesenflächen. Die meisten Bäume bleiben stehen – das versicherte Bettina Klein auf Nachfrage von CDU-Stadtrat Mirko Kartheuser, der sich für den Erhalt von so vielem „Bestandsgrün“ wir nur möglich stark gemacht hatte.

Um den Verlust der gesetzlichen Waldflächen zu kompensieren, wird die Stadt bei Staupitz entsprechend aufforsten.

Wie geht es jetzt weiter?

Bis zur Stadtratssitzung am 26. Februar werden im Stadtplanungsamt die letzten Änderungen in den Plan eingebaut. Geben die Räte dann grünes Licht, vergeht ein weiterer Monat, in dem der Plan ausliegt und Träger öffentlicher Belange weitere Stellungnahmen abgeben können.

Je nachdem, ob diese dann gravierende Probleme sehen oder den Daumen heben, kann der B-Plan auf die Zielgeraden gehen und der künftige Kernbereich der Laga Gestalt annehmen.

Das ist für die Laga in den
„Neuen Gärten“ geplant:

Das 4,7 Hektar große Gelände ist der Kern der Landesgartenschau 2022. Auf dem ehemaligen ABT- Gelände werden eine Kletterlandschaft, eine Fitness-Area, eine Spielscheune und eine Kletterlandschaft entstehen.

Über eine neu geschaffene Schneise durch die Kleingartenanlage am Repitzer Weg ist dieses Teil mit der sogenannten Eichwiese verbunden, die bis zum Bahndamm reicht und vom Repitzer Weg sowie dem Radweg an der Elbe begrenzt wird.

Hier entstehen unter anderem der Skatepark, ein Grünes Theaterklassenzimmer, Naturkabinette, ein Rundweg, ein Beachvolleyball-Areal, der sogenannte Deichgucker und die „Torgauer Arche“.


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