Samstag, 26. September 2020
Freitag, 21. Februar 2020

DREIHEIDE

Wie soll Dreiheides Wirtschaft gefördert werden?

Guido Manske, Karsta Niejaki und André Burkhardt (v.l.n.r.) stellen sich in Dreiheide zur Wahl. Foto: TZ/ Archiv

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Dreiheide. Die Bürgermeisterkandidaten Karsta Niejaki, Guido Manske und André Burkhardt standen der TZ Rede und Antwort.

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Drei Wochen noch, dann wird in Dreiheide ein neuer Bürgermeister gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Wolfgang Sarembe legte eben dieses zum Jahreswechsel frühzeitig ab und nun kämpfen drei Großwiger Kandidaten darum, seine Nachfolge anzutreten. Karsta Niejaki (parteilos), Guido Manske (FWG Großwig) und André Burkhardt (FDP) gehen am 15. März an den Start und haben allesamt vor, den Posten des Gemeindeoberhaupts auch zukünftig in Ehren zu halten. Um Ihnen, liebe Leser, einen umfangreichen Überblick über die Ansichten der Kandidaten zu verschaffen, haben wir Sie mit zahlreichen Themen und Fragen konfrontiert und sie dazu Stellung nehmen lassen. „Wie wollen Sie die Wirtschaftskraft der Gemeinde steigern und nicht nur die bereits dort angesiedelten Unternehmen halten, sondern auch die Ansiedlung neuer Unternehmen fördern?“ lautete diesmal die Frage, auf die die drei Kandidaten ausführlich antworteten.

 

Karsta Niejaki:

Gut funktionierende Unternehmen mit entsprechenden Arbeitsplätzen sind das Fundament für die Eigenständigkeit. Es gibt viele Unternehmen in Dreiheide, denen es mit jeder Menge Fleiß und Unternehmergeist gelungen ist, sich über viele Jahre am Markt zu behaupten. Nach Möglichkeit kann die Gemeinde unterstützend den Firmen als Vermittler und Helfer bei behördlichen Dingen zur Seite stehen. Wichtig ist dabei auch die Akquise bzw. Weitergabe von Informationen über finanzielle Unterstützung bei förderfähigen Vorhaben. Aufgabe ist die Schaffung bzw. der Erhalt von guten Rahmenbedingungen. Zudem laufen die geplanten Arbeiten zum Breitbandausbau an; für viele Unternehmen existenziell wichtig.

Die Flächen im Gewerbegebiet in Süptitz sind belegt. Viele Unternehmen haben über Jahre Ihren festen Firmensitz in Süptitz. In der nächsten Zeit wird das Hauptaugenmerk auf die Erweiterung von Torgau Kuvert liegen. Das Unternehmen möchte sich erweitern und stellt die neuen Pläne demnächst dem Gemeinderat vor.

In Großwig gibt es noch Gewerbeflächen am Ortsausgang in Richtung Weidenhain. Hier sehe ich eventuell Handlungsbedarf im Punkt der Veröffentlichung bzw. Bekanntmachung dieser.

Wichtig ist auch der Kontakt der Unternehmen untereinander. Hier könnte die Gemeindeverwaltung insofern unterstützen, indem Treffen oder Gesprächsrunden angeboten werden. Das nähere Kennenlernen der einzelnen Firmenchefs und die gegenseitigen Informationen über aktuelle Schwerpunkte sowie wirtschaftliche Fragen und Inhalte stärkt und kann neue Impulse geben.

 

Guido Manske:

Zuerst einmal müssen wir bei unseren Entscheidungen im Gemeinderat Umsicht, Vernunft  und Sachverstand walten lassen. Die Betriebe sollen sich bei uns wohl fühlen und im zukünftigen Bürgermeister einen verlässlichen und kompetenten Partner an ihrer Seite haben.

Wir haben in Dreiheide schon seit Jahren in eine gute Infrastruktur unserer Gewerbegebiete investiert. Selbstverständlich haben wir noch ärgerliche Defizite in Sachen Breitbandinternet und Telefonie. Doch wir setzen alles daran um diese Probleme zu beheben.

So soll ein neuer Funksendemast zwischen Großwig und Süptitz entstehen.  Ebenso steht unsere Gemeinde in Verhandlungen mit der Telekom um den Breitbandausbau schnellstmöglich umzusetzen.

Auch haben wir einige  größere Firmen in Dreiheide, wovon eines in naher Zukunft ein neues Lager errichten wird.  Ein bekanntes Bauunternehmen expandiert seit geraumer Zeit, was uns sehr erfreut. Ebenso eine weithin bekannte Elektrofirma.
Das Rückgrat unserer heimischen Wirtschaft sind allerdings die vielen kleineren Betriebe aus der Landwirtschaft, der Hotelwirtschaft und dem Handwerk. Wenn es diesen kleinen Betrieben gut geht, schaffen auch sie viele Arbeitsplätze. Alle  zusammen sorgen mit ihren Steuern für eine  funktionierende Gemeinde . Daran sollten wir immer denken.

Neuansiedlungen und Existenzgründer sind jederzeit herzlich willkommen und können in Dreiheide einen guten Standort und Partner finden. Ich würde sie gern als neuer Bürgermeister hier bei uns begrüßen.

 

André Burkhardt:

Unsere ländliche Gemeinde Dreiheide ist einerseits von landwirtschaftlicher Produktion geprägt und andererseits ist sie Heimat von großen Industrie- und Bauunternehmen. Neben diesen großen Firmen gibt es bei uns auch eine Vielzahl von kleinen Handwerksbetrieben die ihre Dienste innerhalb der Gemeinde, als auch in der gesamten Umgebung anbieten. All diese Unternehmen sind durch ihre zu entrichtenden Gewerbesteuern der Motor unserer Gemeinde.

Ein weitaus wichtigerer Punkt ist, dass diese Unternehmen die Arbeitsstätte für viele unserer Einwohner sind und somit die Existenzgrundlage für sie und ihre Familien. Gerade aus diesem Grunde sollte man die ansässigen Großunternehmen in besonderem Maße unterstützen gerade im Hinblick auf eventuell anstehende Erweiterung der Unternehmen.

Die kleinen und mittelständischen Handwerksbetriebe in der Gemeinde sollen vorallem bei eventueller Auftragsvergabe der Gemeinde besonders bedacht werden. Hierbei ist mir wichtig, dass diese bei eventuell anstehenden Bau- oder Dienstleistungsaufträgen gesondert angeschrieben und von der Vergabe in Kenntnis gesetzt werden , sodass die Vergabe vornehmlich an in der Gemeinde heimische Unternehmen erfolgen kann. Ein weiteres von mir erklärtes Ziel zu diesem Thema ist, einen turnusmäßigen „Unternehmerstammtisch“ mit den klein- und mittelständischen Unternehmen durchzuführen, damit diese die Gelegenheit bekommen ihre Anregungen, aber auch ihre Sorgen der Gemeinde betreffend kundzutun.

Mein erklärtes Ziel für die landwirtschaftlichen Unternehmen aber auch für alle Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde ist der Ausbau bzw. die Instandhaltung der Feldwege und der landwirtschaftlich genutzen Hauptwege in der Gemeinde. Darauf ist meines Erachtens sowohl für den Landwirtschaftlichen Verkehr aber noch wichtiger auch für den Erholungs- und Lebenswert unserer Gemeinde besonderes Augenmerk zu legen.

 

Die TZ lädt zum Wahltalk:

Nicht nur hier in der Zeitung, sondern auch im wahren Leben wollen wir Sie, liebe Leser, umfangreich über die An sichten der drei Bürgermeisterkandidaten aufklären. Dazu laden wir Sie recht herzlich zum großen Wahltalk am Donnerstag, 27. Februar, 18 Uhr, in den Versammlungsraum der Großwiger Feuerwehr ein. Dort werden alle drei Kandidaten anwesend sein und all ihren Fragen Rede und Antwort stehen. 

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