Dienstag, 26. Mai 2020
Freitag, 6. März 2020

GESPRÄCH AM SONNTAG

"LUG2 erfährt viel Zuspruch"

Markus Wegner investiert viel Zeit in seine Projektideen und glaubt an das LUG2. Foto: privat

Von unserer Redakteurin Anna Thiere

Herzberg. Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch spricht Markus Wegner, Betreiber des LUG2 in der Kirchstraße 10 in Herzberg, über Arbeitsraum auf dem Land, Zusammenarbeit und was Vernetzung so bringt. 

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SWB: Das LUG2 wurde am 21. Februar 2019 eröffnet, nun finden wir Sie an einem neuen Standort. 

MARKUS WEGNER: : Ja, seit dem 1. März findet man uns offiziell in der Kirchstraße 10. 

Welchen Grund hatte das? 

Das geförderte Projekt des Co-Working-Space endete im November 2019. Also haben wir an einem Nutzerkonzept gearbeitet, wie wir den Raum weiter betreiben können. So eine Einrichtung trägt sich im ländlichen Raum nicht selbst. Wir wären auf Fördergelder und die Unterstützung von Stadt und Landkreis angewiesen gewesen. Das wollten wir ändern. 

Also kam ein Ende des Projektes LUG2 gar nicht infrage? 

Aus mehrerlei Gründen nicht. Zunächst einmal war es einfach so, dass wir, also Christian Becker, Andreas Junge-Bornholt und ich, das Zusammenarbeiten sehr angenehm fanden. Das wollten wir auch weiterhin. Des Weiteren hatte sich, auch durch die Kooperation mit Comeback Elbe-Elster gezeigt, dass durchaus Bedarf für so eine Einrichtung besteht. Diesen Service wollten wir für die Stadt Herzberg erhalten. So schmiedeten wir den Plan, das LUG2 weiter zu betreiben. 

Warum sind Sie nicht im „alten LUG2“ geblieben? 

Das haben wir auch sehr bedauert. Wir mussten einfach die Kosten und den Nutzen gegenüberstellen. Die Fläche in den alten Räumen in der Lugstraße, woher auch unser Name kommt, waren zwar deutlich größer, aber die Nebenkosten auch höher. Wir wussten nicht, wie sich das LUG2 entwickelt und weil wir die dauerhafte Finanzierung sichern mussten, kam das nicht infrage. Auch wenn unser Vermieter uns mit den Kosten entgegengekommen ist, mussten wir uns umorientieren. So haben wir uns entschieden, neue Räume zu suchen.

Wie kamen Sie dann an das Objekt in der Kirchstraße? 

Wir sind mit Frau Endemann von der Wohnungsbaugenossenschaft ins Gespräch gekommen. Die Räume wurden vor Kurzem frei, wir haben sie angesehen und uns dann entschlossen, hierher umzuziehen. 

Und wie sind die neuen Räume? 

Für uns ideal. Der Platz ist für uns besser nutzbar. Wir bieten mehrere Langzeitplätze an, die man wochen- oder monatsweise nutzen kann. Des Weiteren bieten wir auch vier Kurzzeitplätze. Diese eignen sich für diejenigen, die nur stundenweise einen Arbeitsplatz nutzen wollen. 

Wie ist die Resonanz auf das Angebot? 

Wie schon aus dem ursprünglichen LUG2 zu erwarten, gut. Wir haben mehrere Anfragen von Unternehmern, die gerade in der Gründungsphase stecken. 

Wie kommt man an einen Platz bei Ihnen? 

Das ist recht unkompliziert. Wenn Interesse besteht, kann man sich jederzeit telefonisch oder per E-Mail bei uns melden. Bis jetzt haben wir noch keine festen Mitarbeiter, die dauerhaft hier sind, aber wenn Licht brennt, kann man jederzeit zu uns hereinkommen und sich die Einrichtung, sei es auch nur interessehalber, anschauen. So sind schon viele Kontakte entstanden und neue Zusammenarbeiten gewachsen. 

Wie wichtig ist das Vernetzen des LUG2 mit der Region? 

Sehr! Ohne die Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Land Brandenburg, unseren Nachbarn und den ansässigen Firmen funktioniert es nicht. Wir haben in dem Jahr in der Lugstraße viel experimentiert. Durch die enge Zusammenarbeit mit Comeback Elbe-Elster, den Neopreneurs und „G3 Generationen gehen gemeinsam“ e.V. sind tolle Projekte und Kontakte entstanden. Hier im Landkreis bewegt sich etwas und diesen Schwung sollten wir nutzen. 

Gibt es auch Hindernisse? 

Wir hören oft, gerade von Frauen, die hier in der Gegend ein Unternehmen gründen oder generell von zu Hause aus arbeiten möchten, das Argument, dass sie gerne den Garten und das Haus in der Nähe haben möchten. Verständlich, aber die Vorteile hier im Co-Working-Space sind nicht von der Hand zu weisen. Wir können einen ruhigen, voll ausgerüsteten Arbeitsplatz bieten, man hat immer Ansprechpartner für eventuelle Probleme direkt zur Hand und kann Arbeit und Privatleben ganz deutlich voneinander trennen. 

Also gibt es noch keine weiblichen Co-Worker in Herzberg? 

Bisher nicht. Wir hoffen aber sehr, dass wir bald eine Frau im Team begrüßen dürfen. So ein gemischtes Team wertet dann doch die Arbeitsatmosphäre auf und ein bisschen frischer Wind bei uns kann nie schaden.


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