Samstag, 28. März 2020
Sonntag, 8. März 2020

DREIHEIDE

Das Spiel hatte keinen Sieger verdient

Bezeichnend: Torchancen gab es, wenn überhaupt, meist nur nach Standardsituationen.Foto: TZ/E.Jack

Von SPB

Um es vorweg zu nehmen: Das um Auftakt der Rückrunde so sehnlichst erwartete Altkreisderby konnte in keiner Phase an die packenden Duelle vergangener Jahre anknüpfen.

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Süptitz. Zu wenig Linie im Spiel beider Kontrahenten, Fehlpässe, Unkonzentriertheiten ließen kaum sehenswerte Spielzüge zustande kommen. Torchancen blieben Mangelware und entsprangen zumeist Standardsituationen und individuellen Fehlern auf beiden Seiten.
Tohuwabohu am Toreck
Dabei versuchten in der Startphase beide Mannschaften, in die gefährliche Zone vor des Gegners Tor zu gelangen. Ein Kopfball von Wedehase zwei Meter neben den TSV-Kasten in der 3. Minute war die erste Aktion, der man das Prädikat „torgefährlich“ verleihen konnte. Als wenig später ein von Kunath aus dem rechten Halbfeld als Vorlage gedacht in Richtung Tor geschlagener Freistoß nach Tohuwabohu am kurzen Toreck im TSV-Kasten landete, staunten beide Seite nicht schlecht. Die Fans der Gastgeber freute es.
Mit dem in Halbzeit Eins ziemlich böigen Wind im Rücken versuchten die Otto-Schützlinge nach diesem Rückstand über lange Bälle auf die schnellen Spitzen eine Antwort zu finden. Doch die Abseitsfalle der Süptitzer oder aber die Ungenauigkeiten bei den Passgebern ließen Torchancen Fehlanzeige bleiben. Lediglich bei einem Freistoß nach 20 Minuten, der knapp über das Tor der Platzherren strich, wurde es ein wenig gefährlich in Sachen TSV-Angriffsbemühungen. Süptitz selbst benötigte immerhin 32 Minuten, um nach einem vom Gästehüter zu kurz abgewehrten Freistoß wieder für Torgefahr zu sorgen. In der 40. Minute dann doch fast der Ausgleich für die Gäste. Nach zwei „Böcken“ in der Süptitzer Abwehr musste Keeper Paul Weber Kopf und Kragen riskieren, um seinen Kasten rein zu halten. Die folgende Ecke brachte nichts ein und so ging es mit der knappen Führung der Platzherren in die Kabinen.
Wer nach Wiederanpfiff ein besseres Spiel erwartet hatte, sah sich mehr oder weniger enttäuscht. Die wohl beste Angriffskombination der Gäste sorgte allerdings nach wenigen Minuten für den nicht unverdienten Ausgleich. Der eingewechselte Pottecz war nach genauem Pass in die Schnittstelle der SVS-Abwehr allein vor Paul Weber aufgetaucht und hatte ihm keine Abwehrchance gelassen. Vor diesem Treffer und danach war jedoch zumeist Leerlauf auf beiden Seiten zu registrieren. Fehlpässe prägten die Begegnung.
Abwehr mit dem Kopf
Die erste und im Rückblick auf die gesamte Spielzeit wohl größte Torgelegenheit für die Kessel-Mannen gab es nach einer Stunde. Nach einer Eingabe von der linken Seite konnte der Gästehüter mit letztem Einsatz den Ball abwehren. Allerdings genau auf den Fuß von Vogel. Dessen direkter und satter Schuss zentral aus etwa 14 Metern wurde aber mit einem tollkühnen Flugkopfball des Schildauer Innenverteidigers Reiche von der Torlinie befördert. Hier hatten die Fans wohl schon den Torschrei auf den Lippen.
Das sollte es aber dann schon mit den ganz „dicken Dingern“ gewesen sein. Weder Elbes Schuss in der 70. Minute noch ein Kopfball von Wedehase nach Eckball fünf Minuten später sorgten für den ganz großen Aufreger. Als Paul Weber in der 85. Minute eine Unentschlossenheit seiner Abwehr mit eigener Entschlossenheit gegen den schnellen Felix Otto ausbügelte, war das Remis in dieser Partie letztlich besiegelt. Einen Süptitzer Freistoß von Linksaußen in der Nachspielzeit lenkte der TSV-Keeper stellungssicher über den Kasten.
Ein gerechtes Resultat in einem Spiel, das am Ende wohl keinen Sieger verdient hatte. Das sahen im Nachhinein im Gespräch mit der TZ auch die beiden Übungsleiter so. SVS-Trainer Marcus Kessel: „Sicher haben wir auf einen Sieg in diesem Heimspiel gehofft. Da wir aber in Halbzeit Zwei nicht unsere teilweise Dominanz der ersten Hälfte fortsetzen konnten, den Schildauern zu viel Raum gaben, geht das Remis am Ende in Ordnung.“ Patrick Otto: „Gemessen am Spielverlauf und dank einer Steigerung unserer Mannschaft im zweiten Spielabschnitt spiegelt das Unentschieden letztlich den Spielverlauf wider. Mit Blick auf die  beiderseits nur spärlich vorhandenen Großchancen ist das Ergebnis aus meiner Sicht gerecht.“ SPB
Süptitz: P. Weber; Jörke, Grieser, Kunath, A. Melichar (89. Thiele), J. Müller, Vogel, Melzer, Th. Melichar, Wedehase, R. Weber (79. Günther); Schildau: M. Schmidt; St. Schubert, Reiche, Sablottny, Gremmels (46. Pottecz), Elbe, Pavlas (83. M. Weissbarth), Seifert, Rother, Otto, Geißler (ab 88. Frenzel); TF: 1:0 Kunath (8.), 1:1 Pottecz (52.); SR: Sascha Haupt; ZS: 99.

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