Donnerstag, 28. Mai 2020
Montag, 9. März 2020

TORGAU

Blühende Farbenpracht inmitten des historischen Proviantmagazins

Die Unterstützer und Beteiligten der Frühblüher-Ausstellung zusammen mit Theo. Foto: TZ/K. Engel

Von unserer Redakteurin Kristin Engel

Torgau. Eine blühende Farbenpracht inmitten des historischen Proviantmagazins durften Besucher letztes Wochenende hautnah erleben und bestaunen.

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Blütenpracht soweit das Auge reicht. Liebe zum Detail. Begeisterte Gesichter und zufriedene Blumenliebhaber. Die zweite Frühblüher-Ausstellung lockte 2150 Besucher am Wochenende in das historische Proviantmagazin Torgau. „Somit haben wir die Zahl aus dem vergangenen Jahr überboten und es zeigt uns, dass die Ausstellung wahnsinnig gut angenommen wurde. Die Aussteller, die Händler die Vereine und wir vom Förderverein der Landesgartenschau 2022 waren mit viel Freude dabei“, sagt Dr. Volkmar Harzer, Vorsitzender des Fördervereines. Die verschiedenen Fachvorträgen und die unterschiedlichen Ständen luden zum Verweilen ein. Nichts mit Frühblühern, dafür aber Vieles mit regionalen Produkten konnte das Teehaus Wirtz bieten. „Wir sind zum ersten Mal dabei und wir denken mal nicht zum letzten. Wir kooperieren schon immer gut mit Dr. Harald Alex. Wir haben um die 120 verschiedene Teesorten dabei. Das ist nur ein kleiner Teil von dem, was wir sonst im Angebot haben. Zudem sind bei uns Gewürze und Teezubehör, wie handgefertigte Tassen und Teedosen mit Aromaverschluss zu erwerben“, sagen Klaus und Heike Wirtz. Ganz in der Nähe hatte Gudrun Steinkopf einen Stand in Vertretung von Dr. Harald Alex, der die Gäste durch die Ausstellung führte. „Wir haben Pflanzen aus dem Kaukasus – diese haben rote Blätter und gelbe Blüten –, Griechische Schneeglöckchen, Leberblümchen, Narzissen, Muscari und in diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei, die Reifrocknarzissen.“ 


Kräuterbuch von Kentmann


Ein Hingucker bei der diesjährigen Ausstellung war das Faksimile (Nachbildung) des Kräuterbuchs von Johann Kentmann des Torgauer Kunst- und Kulturvereins, welches sich sonst in der Dauerausstellung befindet. Zudem entdeckte man beim Verein Blumen aus Keramik, blütenreiche Bilder der Foto- und Zeichengruppe sowie Bücher und Postkarten. 
Der Kleingartenverband Torgau-Oschatz, vertreten durch Volker Meißner, präsentierte den Kräutergarten und das grüne Klassenzimmer. Öle, welche die Kinder der dritten Klasse gefertigt hatten, gab es hier. 


Kinder säen Kresse


Der Verein Teichminze sorgte für die Unterhaltung der Kinder. Sie waren mit einer kleinen Werkstatt vor Ort. Hier konnten die Kinder kleine Werkzeugkisten bauen, die gut auch als Blumenkisten genutzt werden können. Zudem legten sie mit den Kindern aus Recyclingmaterialien einen kleinen Kräutergarten an. „Wir haben hier eine Milchpackung, Knete und Watte. Hier kann Kresse angesät werden. Es ist gesund und ich esse es sehr gerne“, sagt der sechsjährige Moritz. 
Neben den unzähligen Frühblühern, die in den unterschiedlichsten Farben und Formen den Raum zum Leuchten brachten, gab es auch die Frühblüher für Hals, Ohr und Finger. Denn Kerstin Neugebauer-Pirl fertig für diesen Anlass Ohrringe, Ketten und Ringe in Form von Blüten. „Ich hatte angefangen etwas zu experimentieren. So entstanden Schneeglöckchen, Gänseblümchen und nun auch die Früchte des Pfaffenhütchens. Und das jeweils als komplettes Set“, sagt die Goldschmiedemeisterin. 
Das waren nur einige der vielen Beteiligten, die für ein solch gelungenes Wochenende gesorgt haben. Nicht nur die Aussteller waren begeistert von der zweiten Frühblüher-Ausstellung. Hin und weg waren auch die vielen Besucher. So wie Familie Sachse aus Beckwitz. „Wir waren im letzten Jahr bereits bei der Frühblüher-Ausstellung in Torgau und haben Schneeglöckchen gekauft, die unsere Tochter eingepflanzt hat. Wir finden es einwandfrei. Es werden immer mehr Aussteller. Das gefällt uns. Hier wurde sich richtig Mühe gegeben. Sogar die Mandelbäumchen sind echt. Das ist wirklich schön“, so Herbert Sachse. 


Bustour zu den Frühblühern


Mit dem Bus gab es auch in diesem Jahr wieder eine Tour zu den schönsten Orten der Frühblüher. Mit dabei war die Torgauerin Kerstin Müller: „Wir sind am Samstag mit dem Bus um 10 Uhr in Torgau gestartet und hatten unseren ersten Stopp im Glacis am alten Russenfriedhof. Da gibt es eine Schneeglöckchenwiese. Diese ist in den letzten Jahren sehr üppig geworden. Es gibt auch verschiedenen Arten, die dort blühen. Dann ging es in Richtung Döbrichau in den Schneeglöckchengarten von Dr. Alex. Dort bekamen wir eine Führung. Es gibt dort über 120 Sorten Schneeglöckchen. Diese sind sehr hübsch angelegt. Dann fuhren wir nach Uebigau in den Schlosspark. Auch hier waren viele Schneeglöckchenarten zu sehen. Seit dem letzten Jahr sind es mehr geworden. Der Gärtner der dort wohnt hat eine Märzenbecherwiese. Die sind relativ selten. Darauf kann er stolz sein. Der Höhepunkt war der Pfarrgarten in Saxdorf. Seit über 45 Jahren wird dieser gepflegt. Über 3000 Arten verschiedener Pflanzen und Gehölzer sind hier zu bewundern. Jetzt um die Zeit natürlich viele Frühblüher, wie Christrosen und Azaleen. Kaffee und Kuchen gab es für die Mitreisenden auch. Es war ein wirklich schöner Tag. Wir waren fast vier Stunden unterwegs und die Zeit braucht man auch.“ 
Für die Organisatoren, der Förderverein Landesgartenschau 2022, war es besonders wichtig, die Auflagen des Gesundheitsamtes alle zu erfüllen. Doch trotz anfänglicher Sorge, verlief alles reibungslos, die Ausstellung war zum zweiten Mal ein voller Erfolg und Ideen für die Fortsetzung gibt es einige. 


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