Mittwoch, 27. Mai 2020
Montag, 20. April 2020

TORGAU

Zum Shopping durch den Notausgang

Jeans-Fritz-Verkäuferin Annett Menzel (l.) und PEP-Managerin Elke Ullrich beim aufhängen eines Plakates, das auf den Zugang zum Laden aufmerksam machen soll. Foto: TZ/Leukhardt

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Die neuen Vorschriften zum Corona-Schutz sorgen im PEP Torgau für Unverständnis. Denn obwohl sie kleienr als 800 Quadratmeter sind, dürfen zahlreiche Geschäfte nicht öffnen.

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„Das ist eine regelrechte Diskriminierung der kleinen Läden“, Elke Ullrich ist sauer. Eigentlich hatte sich die Center-Managerin des PEP Torgau am Freitag schon darauf gefreut, ihren Mietern die frohe Kunde überbringen zu dürfen, dass alle Geschäfte mit einer Fläche von unter 800 Quadratmetern ihre Pforten wieder öffnen dürfen. Doch dazu kam es nicht. Denn die 800 Quadratmeter gelten zwar seit gestern  als Grenze –, in Sachsen allerdings nur  für Geschäfte, die nicht in einem Einkaufszentrum liegen. „Öffnen dürfen nur die Läden, die über eine Außenanbindung verfügen. Das sind bei uns lediglich drei Stück: Ernsting’s Family, Jeans-Fritz und P&P-Shoes.“

Während ersterer ganz einfach durch eine Tür vom Parkplatz aus zu erreichen ist, müssen die Kunden für einen Besuch bei Jeans-Fritz einen kleinen Umweg auf sich nehmen. Der Weg in das Bekleidungsgeschäft führt durch einen, eigentlich nur als Fluchtweg angelegten, Gang, dessen Eingang sich direkt neben Kurt’s Döner befindet. Und zu P&P-Shoes gelangt man durch den Lieferanteneingang. Dieser befindet sich an der Nordseite des PEP.

„Wir haben natürlich unser Bestes gegeben und die unkonventionellen Eingänge zu den Geschäften mit Plakaten und Aufstellern kenntlich gemacht“, erklärt Elke Ullrich. „Aber trotzdem sehe ich solche Regelungen als wettbewerbsverzerrend.“ Und das nicht nur innerhalb des Einkaufszentrums, sondern vor allem auch überregional gesehen. Denn in den angrenzenden Bundesländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg gibt es diese „Diskriminierung“, wie Elke Ullrich sie nennt, nicht. „Die Menschen fahren dann einfach kurz über die Grenze und kaufen dort ein. Und gerade im Einzelhandel ist es wahnsinnig schwer, so jemand  im Nachhinein wieder zurückzugewinnen.“

Doch auch wenn die Auflagen der sächsischen Corona-Schutz-Verordnung teilweise im PEP auf klares Unverständnis stößt, hält man sich doch strikt daran.
Zusätzliches Wachpersonal ist im Einkaufszentrum im Einsatz, jedes Geschäft hat eine maximale Kundenanzahl zugewiesen bekommen, auch in der Einkaufspassage selbst dürfen sich zeitgleich nicht mehr als 50 Kunden aufhalten. „Außerdem wird die Reinigung der Toiletten und die Desinfektion aller möglichen Angriffsflächen unserer Besucher, wie Drücker oder Türklinken, mehrmals stündlich vorgenommen. Warum dann trotzdem diese Bestrafung? Sicherheit und Gesundheit gehen vor, aber es sollten doch vernünftige und gerechte  Festlegungen und Beschlüsse von der Landesregierung für alle getroffen werden.“
 

Folgende Geschäfte  bleiben für Sie geöffnet:

Kaufland 7 – 22 Uhr
OBI  Mo. – Fr. 8 – 20 Uhr / Sa. bis 18 Uhr
dm-Drogerie 8–20 Uhr
Getränkewelt Mo. – Fr. 9 – 20 Uhr / Sa. bis 18 Uhr
Hahnemann-Apotheke Mo. – Fr. 8 – 19 Uhr / Sa. bis 18 Uhr
Bäckerei Steinecke 7 – 18 Uhr
Fleischerei Bachmann 7 – 18 Uhr
Apollo 10 – 16 Uhr (Mo., Mi. und Fr. geschlossen)
Zeitungen (Spielzeugland) 9 – 18 Uhr
 Kurt’s Döner (Straßenverkauf) 11 – 20 Uhr
Reisebüro Mo. – Fr. 10 – 12 Uhr
Ernstings Family 9 – 18 Uhr
Jeans Fritz 9 – 18 Uhr
P&P Shoes  9 – 18 Uhr
Expert geschlossen, Lieferservice  möglich
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