Dienstag, 26. Mai 2020
Samstag, 16. Mai 2020

NORDSACHSEN

In Zeiten von Corona…#49

In Zeiten von Corona…Foto: Repro: TZ

von unserem Chefredakteur Sebastian Stöber

…ging es diese Woche um Öffnungen und Freiheiten; Schulen und Konzeptschubladen; schwere Kost und Verständigung sowie einen durchaus leckeren Erdbeerkuchen. Der Rückblick von TZ-Chefredakteur Sebastian Stöber.

Facebook Twitter WhatsApp Mail Drucken

In Zeiten von Corona…

…haben uns in dieser Woche vor allem die anstehenden Öffnungen und die Diskussionen darüber bewegt. Hier schlägt die Politik mittlerweile ein Tempo an, dass vor wenigen Tagen noch niemand erwarten konnte.

Natürlich sprechen die Zahlen für sich. Die Infektionen gehen in den Keller, seit Mitte der Woche gibt es im Altkreis Torgau keinen bestätigten Corona-Fall mehr.

Und mit Blick auf die bereits jetzt offenbar gravierenden wirtschaftlichen Schäden, stehen wir mit dem Rücken zur Wand. Auch deshalb begehren Menschen nicht nur in Spaziergängen auf, weil sie ihr Leben wieder selbst und eigenverantwortlich bestimmen wollen.

Diese Freiheit geht aber auch mit Verantwortung einher. Dass die umfangreichen Hygienemaßnahmen Anteil am glimpflichen Verlauf der Pandemie in Deutschland haben, steht außer Frage. Verantwortungsvoll wäre es, sie nicht gänzlich über den Haufen zu werfen.  

Endlich können wieder alle Kinder in die Schule!, denken gaaaaaanz viele Eltern. Das geht alles viel zu schnell!, sagen nicht wenige Lehrer und die Gewerkschafter. Und ich kann sie sogar verstehen, obwohl ich zur ersten Gruppe gehöre. Verständnis habe ich aber nicht, weil ich das Argument teile, die Vorbereitungszeit für den Komplett-Start sei zu kurz.

Nach neun Wochen müssen die Konzept-Schubladen auseinanderbrechen.

Ich teile die Sorge, weil die geforderten Maßnahmen personell nie und nimmer abgefangen werden können. Akuten Lehrermangel gab es schon vor Corona. Schon da war es für Schulleiter eine Herausforderung, den Unterricht abzudecken.

Jetzt fällt noch das Lehrpersonal aus Risikogruppen weg, sofern Mann oder Frau eine Corona-Unsicherheit in sich verspürt und parallel steigt der Aufwand, weil die Hygienekonzepte einzuhalten sind. Wünschen soll ja manchmal helfen: Ich wünsche mir, dass es dennoch klappt.

Es war, zugegeben, keine einfache Kost, die uns Julia Sachse am Mittwoch serviert hat. Doch es war lohnenswert, sich auf ihr Interview mit einer Teilnehmerin des Spaziergangs durch Torgau am 7. Mai einzulassen. Ich denke sogar, dass dieses Gespräch sinnbildlich ist für das, was uns schon vor geraumer Zeit abhanden gekommen ist und dessen Fehlen uns in der aktuellen Situation einmal mehr sehr bewusst wird: Die Fähigkeit, anderen zuzuhören, andere Ansichten auszuhalten und sich nicht gegenseitig missionieren zu wollen.

Erdbeeren gehen immer. Das weiß auch Oberbürgermeisterin Romina Barth. Im Rahmen der Zusammenkunft des Torgauer Stadrats am Mittwoch würdigte sie unter Überreichung einer entsprechend ausgestatteten Backware das runde Jubiläum der Torgauer Verlagsgesellschaft.

„Schön, dass es sie gibt“, unterstrich sie die Bedeutung des Verlags als Herausgeber der Heimatzeitung, Organisator unzähliger Veranstaltungen in der Region und einheimischer Arbeitgeber. Torgau TV, mit beiden Mitarbeitern ebenfalls in der Ratssitzung anwesend, freute sich über die Einbeziehung in die Glückwünsche und ebenfalls einen Erdbeerkuchen zum 25-jährigen Jubiläum. Glückwunsch an die Kollegen! Danke an die Stadt.


Das könnte Sie auch interessieren

TZ-ePaper

ePaper lesen

Lesen Sie das ePaper der Torgauer Zeitung bequem zu Haus oder unterwegs.

Jetzt 14 Tage lang unverbindlich testen!

 

Weitere Veranstaltungen unter:
www.leipzig.ihk.de
 

Aktuelle Bildergalerien

AKTIONEN

epaper-probelesen

Frühlings-Abo

Azubimesse
TZ-Probelesen

Torgau-Plus

Wanderführer

Feste und Gäste

INFOS & EMPFEHLUNGEN

laga