Sonntag, 9. August 2020
Montag, 18. Mai 2020

OSTELBIEN

Für jede Klasse wird eine "Willkommenszone" markiert

Markierungen zeigen, wo sich die Klassen aufhalten sollen, bevor der Einlass ins Gebäude erfolgt. Foto: Foto: Grundschule

von unserem Redakteur Nico Wendt

Arzberg/Beilrode. Der Start in den Grundschulen der Region war am Montag mit vielen Vorsorgemaßnahmen und Einhaltung von Hygieneregeln verbunden. Die Torgauer Zeitung hörte sich in Arzberg und Beilrode um, wie die Herausforderung gemeistert wurde. 

 

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Arzberg/Beilrode. Nach längerer Corona-Pause fiel am Montag wieder der Startschuss in Kitas und Schulen. Von Normalität ist man aber in den Einrichtungen noch ein ganzes Stück entfernt. Aufgrund eines aktuellen Beschlusses des Verwaltungsgerichtes Leipzig wird zum Beispiel die Schulbesuchspflicht an Grundschulen eingeschränkt. 

 

Gut vorbereitet 

„Das heißt, die Schulpflicht besteht zwar weiter. Aber neu ist, dass ab Montag hier die Eltern selbst entscheiden können, ob ihre Kinder in der Schule oder Zuhause lernen“, so das Sächsische Staatsministerium für Kultus. Die Eltern wurden gebeten, der Grundschule per E-Mail oder per Post formlos mitzuteilen, wenn ihr Kind lieber Zuhause den Unterricht wahrnimmt. 

„In Arzberg waren fast alle der 66 Grundschule da“, bestätigte Bürgermeister Holger Reinboth unserer Zeitung. Zwei oder drei hätten sich krank gemeldet. Das stand aber nicht im Zusammenhang mit Corona. „Wir hatten in der Vorwoche alles genau vorbereitet, sowohl im Hort, als auch in der Kita und in der Schule. Die 4. Klassen waren schon etwas länger da. Für die anderen Kinder lief es genau so ab, wie im Elternbrief beschrieben“, so Reinboth, der sich gestern früh selbst vom Ablauf in der Schule ein Bild machte. Die Mädchen und Jungen wurden am Schultor in Empfang genommen. Sie gaben ein von den Eltern unterschriebenes Formular ab, dass ihre Kinder gesund sind. Dann wurden sie nach Klassen sortiert und separat in die Räume geführt. „Wir achten darauf, dass die Pausengestaltung gestaffelt erfolgt, haben auch die Essenszeiten verlegt. Die Klassen sollen tagsüber möglichst zusammen bleiben. Kontakte zu anderen Klassen sind zu vermeiden, so dass im Krankheitsfall schnell ein Infektionsherd gefunden werden kann.“

 Nach der Mittagspause erfolgt der Wechsel in den Hort, wo eine Gruppenbetreuung bis 15.30 Uhr stattfindet. Insgesamt hätten die Eltern in Arzberg sehr sensibel und verständnisvoll auf alle geänderten Abläufe reagiert. Ein Großteil sei froh gewesen, dass das Angebot wieder besteht, die Kinder in der Schule unterrichten zu lassen. Die hiesigen Klassen seien mit maximal 18 bis 19 Schülern nicht so ausgefüllt, dass man noch hätte separate Gruppen bilden müssen. Allerdings sei die Abstandsregelung außer Kraft. „Deshalb sollen die Klassen in überschaubaren Größen auch den ganzen Tag zusammen bleiben“, fasste der Gemeinde-Chef zusammen. 

 

Hohes Arbeitspensum 

Die Lehrer hätten jetzt ein erhöhtes Arbeitspensum. Sie haben sehr viel Dokumentationspflicht. „Die Kollegen wurden alle eingewiesen. Die Klassen haben feste Lehrer. Insgesamt kommen wir mit dem Personal gut hin“, so Holger Reinboth abschließend. 

Auch in der Grundschule in Beilrode gab es viele Änderungen im Ablauf und Dinge, die beachtet werden müssen. „Die Klassen 1 und 2 lernen in ihrem Klassenraum im Gebäude der Grundschule. Die Klassen 3 und 4 sind in das rote Schulgebäude ausgelagert und haben dort ihre neuen „Übergangsklassenräume“ bezogen“, erklärte Schulleiterin Kathleen Bauer. Von 7.15 Uhr bis 7.30 Uhr erfolgt, nach Vorzeigen der unterschriebenen Gesundheitsbestätigung, der Einlass ins Schulhaus. Das geschieht gestaffelt über verschiedene Treffpunkte und Eingänge. Treffpunkt Klassen 1: Pausenhof Grundschule; Treffpunkt Klassen 2:    Haupteingang Grundschule; Treffpunkt Klassen 3 und 4:    Eingang rotes Schulgebäude (Backsteinbau). 

Für jede Klasse ist eine „Willkommenszone“ markiert, in denen sich die Schüler morgens aufhalten, bevor sie ins Schulhaus eingelassen werden. Dadurch wird der Vermischung der Klassen untereinander entgegengewirkt. 

 

Hinweisschilder 

„In den Eingangsbereichen der Grundschule haben wir Hinweisschilder mit den einzuhaltenden Hygieneregelungen angebracht. Nach dem Betreten der Einrichtung sind gründlich die Hände zu waschen“, so die Schulleiterin. Die Lehrer der jeweiligen Klassen übernehmen die Einlässe und die Kontrolle der Gesundheitsbestätigungen und alle weiteren Lehrer übernehmen die Aufsichten im Schulgebäude und auf den Hofpausen. Man habe auch gestaffelte Pausenzeiten eingerichtet. In beiden genutzten Schulgebäuden sind Laufwege markiert, um Begegnungen zu vermeiden. „Es sind alle Lehrkräfte der Grundschule im Einsatz. Der Infektionsschutz soll durch die Stabilität fester Gruppen und der personellen Zusammensetzung gewährleistet werden. Der Unterricht in den Klassen findet durch den Klassenlehrer statt“, betonte Kathleen Bauer. 

 

Tägliche Dokumentation 

Um Infektionsketten zurückverfolgen zu können, wird auch in Beilrode eine tägliche Dokumentation über die tagaktuelle Zusammensetzung der Klassen und der zugewiesenen Lehrkräfte bzw. Horterzieher erstellt. Man achte streng auf den vorgegebenen Rahmenhygieneplan gemäß § 36 des Infektionsschutzgesetzes für Schulen. 

Der Unterrichtsstoff wird sich im Wesentlichen auf die Fächer Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und zusätzlich für die Klassen 4 auf Englisch beschränken.

„Die Hortbetreuung der Klassen 1 bis 3 erfolgt in der Kinderoase und die Klassen 4 werden im roten Schulgebäude betreut. Die Spielbereiche und das Außengelände werden zeitversetzt nach Plan von den einzelnen Hortgruppen genutzt“, fasste die Schulleiterin zusammen. 


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