Montag, 13. Juli 2020
Freitag, 29. Mai 2020

TORGAU

Gute Nachrichten für Torgaus Jugendclubs

Die Zukunft des Jugendcafé Blue Moon war in den letzten Monaten ungewiss. Nun steht fest, dass die Räume in der Puschkinstraße weiter für Jugendarbeit genutzt werden. Foto: TZ/Leukhardt

von unserem Redakteur Nick Leukhardt

Torgau. Das Blue Moon bekommt einen neuen Träger, das Chill Out empfängt bereits seit zwei Wochen wieder Gäste und auch das KAP-Jugendzentrum steht kurz vor der Öffnung.

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Die Nachrichten rund um das Jugendcafé Blue Moon waren in jüngster Vergangenheit alles andere als positiv. Zuerst wurde Mitte letzten Jahres angekündigt, die offene Arbeit mit Beginn 2020 einzustellen, kurz nach dem Jahreswechsel gab dann der Leiter der Einrichtung, Benjamin Rönsch, seinen baldigen Weggang bekannt. Die Zukunft des Jugendtreffs in der Puschkinstraße war damit ungewiss. Wie es nach dem Sommer 2020 weitergehen sollte, stand in den Sternen. Bis jetzt. Denn auch wenn zwar noch kein Nachfolger für den Ende Juli nach Wittenberg ziehenden Benjamin Rönsch gefunden ist, gibt es mittlerweile immerhin einen neuen Träger für das Blue Moon.

Ein neuer Träger ist gefunden

„Es war ein wirklich langes Hin und Her, aber jetzt haben wir, zumindest für die nächsten zwei Jahre, eine sehr gute Lösung gefunden“, sagt Benjamin Rönsch. Zehn Jahre lang war der evangelische Jugendreferent Leiter der Einrichtung, nun zieht es ihn beruflich nach Wittenberg. Das Blue Moon hinter sich zu lassen, falle ihm schwer, doch es sei doch gut zu wissen, dass es dort auch nach dem Sommer weitergeht. Denn nun hat sich die Evangelische Kirchengemeinde Torgau dazu bereit erklärt, zwei Jahre lang die Trägerschaft des Jugendcafés in der Puschkinstraße zu übernehmen und es damit auch weiterhin intensiv zu nutzen.  „Das Ziel soll es sein, ein tragfähiges Konzept für die evangelische Jugendarbeit zu erarbeiten und diese in Zukunft auszubauen.“ Bereits in der Vergangenheit hatte unter anderem die Junge Gemeinde oder aber die christlich ausgerichtete Band Resurrected die Räumlichkeiten genutzt, das soll auch weiterhin garantiert werden. Doch auch anderen Vereinen stehen die Türen offen, schon jetzt nutzt unter anderem die Tierhilfe Torgau das Blue Moon für ihre regelmäßigen Treffen.

Offene Arbeit setzt weiter aus

Auch wenn es lange gedauert hat, die Trägerschaft durch die Kirchengemeinde in trockene Tücher zu bringen, kam nach Ansicht von Benjamin Rönsch gar keine andere Vereinigung in Torgau dafür infrage. „Bei den meisten anderen Trägern wäre eine Weiterführung mit einer zusätzlichen Personalstelle verbunden gewesen. Und die scheint im sozialen Bereich derzeit nicht finanzierbar zu sein.“ Bei der Kirchengemeinde kümmert sich nun ein Team aus den Pfarrern der Region sowie Jugendreferent Matthias Grimm-Over um die weitere Nutzung des Blue Moon. „Die haben allesamt ein riesiges Herz für die Jugendarbeit bei uns.

Das Blue Moon ist in guten Händen.“ Die offene Arbeit wird jedoch, zumindest nach aktuellem Stand, trotzdem nicht wder angeboten. Dafür bräuchte es dann doch personelle Unterstützung, die im Moment nicht gewährleistet werden kann,
Auch wenn die Trägerschaft des Jugendcafés in der Innenstadt nun wechselt, bleibt der EC-Verband, der diese Rolle nun über 25 Jahre lang innehatte, sich auch weiterhin am Blue Moon beteiligen. „Er wird sich nicht komplett rausnehmen. Das Interieur wird zum Beispiel in Gänze zur Verfügung gestellt und auch eine leichte finanzielle Beteiligung wird durch die Landeskirchliche Gemeinschaft (in der der EC Torgau eingegliedert ist; Anm . Red.) in Aussicht gestellt.“ Außerdem ist Benjamin Rönschs Stelle als Jugendreferent in Torgau nach wie vor ausgeschrieben und wird, insofern sie in naher Zukunft besetzt werden kann, weiterhin unter Trägerschaft der  Landeskirchlichen Gemeinschaft weiterlaufen.

Chill Out schon offen

Beim Jugendcafé Chill Out, das ebenfalls vom EC getragen wird, ändert sich durch den Trägerwechsel des Blue Moon gar nichts. Die Einrichtung in Torgau-Nordwest bleibt weiterhin geöffnet und bietet Kindern und Jugendlichen einen Anlaufpunkt. Und das auch in den aktuell schwierigen Corona-Zeiten. Bereits seit zwei Wochen stehen die Pforten der Container im Finkenweg für den Nachwuchs Nordwests offen. „Es läuft so langsam wieder an“, erzählt die Leiterin Barbara Winkelmann. Auch wenn die Kinder froh waren, dass der Jugendklub endlich wieder geöffnet ist, sei es enorm schwierig, die gebotenen Abstandsregeln einzuhalten. „Wir haben Desinfektionsmittel aufgestellt, Stühle rausgenommen, lüften regelmäßig und mehr. Aber wenn zum Beispiel die Kinder in einer Gruppe, teilweise Hände haltend, hier ankommen und ich sie dann innerhalb der Räume trennen muss, ist das nur schwer zu vermitteln.“  Deshalb setzt Winkelmann in der jetzigen Zeit auf Angebote, die auch mit Abstand möglich sind. Tischtennis zum Beispiel oder eben Spiele an der frischen Luft.

Besser als nichts

Kurz bevor steht die Wiedereröffnung des Jugendzentrums des KAP.  Ab Dienstag heißt dieses wieder seine jungen Gäste willkommen und wurde dafür auch gut vorbereitet. Der Leiter des Jugendzentrums, Enrico Kurmann, hat sich für sein Hygienekonzept so einiges einfallen lassen. So hat er zum Beispiel um alle Beschäftigungsangebote, wie eben den Fernseher samt Playstation oder den PC, sogenannte Beschäftigungszonen markiert, die jeweils nur ein Besucher betreten darf und die in 1,5 Meter Abstand voneinander liegen. Wird der Abstand unterschritten, gilt Maskenpflicht. Außerdem werden, falls mehr als die erlaubten acht Kinder sich im Jugendzentrum vergnügen wollen, entsprechende Schichten eingerichtet. „Zwei Stunden können sich die Kids bei uns aufhalten, danach kommen die nächsten dran.“ Auch wenn Kurmann froh ist, die Türen zum Jugendzentrum nach über zwei Monaten Schließung endlich wieder öffnen zu dürfen, ist es für ihn doch auch nur eine Behelfslösung. „Es ist eigentlich nur notdürftig, damit die Kids eben mal wieder ein bisschen rauskommen. Richtige Jugendarbeit kann man das aktuell noch nicht nennen. Aber es ist besser als nichts, deshalb freue ich mich auf die nächste Woche.“ 

Im Jugendzentrum des KAP wurden so genannte Beschäftigungszonen wurden markiert, in denen sich jeweils eine Person aufhalten darf. Foto: Privat

 

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