Donnerstag, 24. September 2020
Montag, 8. Juni 2020

DOMMITZSCH

Neues Wohngebiet wird das Stadtbild deutlich verbessern

Wohnstandort mit Zufahrtsstraße und Wendeschleife in der Mitte. Acht Parzellen sind ausgewiesen. Unten im Bild schließt die B 182/Torgauer Straße an, die größtenteils nicht abgebildet ist.

von unserem Redakteur Nico Wendt

Dommitzsch. Jetzt endlich ist es geschafft. Alle bürokratischen Hürden sind genommen, alle Hindernissen beseitigt. Es herrscht Baurecht für den neuen Wohnstandort „Am Osterberg“ in Dommitzsch. 

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 Jetzt endlich ist es geschafft. Alle bürokratischen Hürden sind genommen, alle Hindernissen beseitigt. Es herrscht Baurecht für den neuen Wohnstandort „Am Osterberg“ in Dommitzsch. Schon in den nächsten Monaten könnten auf dem brachliegenden Areal am Ortseingang die ersten Häuser wie Pilze aus dem Boden wachsen. 

 

Erleichtert 

Investor Jörg Senftleben rechnet fest damit, dass es bis zum Baustart nicht mehr lange dauert. Der Dommitzscher zeigte sich vergangene Woche erfreut und auch erleichtert, dass der Bebauungsplan nach zwei Jahren Bearbeitungszeit „durch“ ist. Mit dieser Spanne sei im Vorfeld zu rechnen gewesen. Schließlich sei der behördliche Aufwand enorm. 

Viele Ämter sind einzubeziehen, sämtliche Träger öffentlicher Belange anzuhören, zahlreiche Fristen einzuhalten. „Größere Probleme gab es eigentlich nicht“, schätzte Jörg Senftleben rückblickend ein. Es waren ein paar kleinere Änderungen nötig und einige Anwohner zeigten sich anfangs skeptisch wegen einer eventuell zu erwartenden Lärmbelästigung. Doch die dürfte sich angesichts der überschaubaren Zahl an neuen Eigenheimen sehr in Grenzen halten. Noch dazu entsteht am Ende der Zufahrtsstraße/Sackgasse eine Art Wendeschleife. Das verbessert auch die Versorgungssituation für die bisherigen Grundstücksbesitzer in der Straße der Jugend. Größere Fahrzeugen wie beispielsweise von der Müllabfuhr können dann den Wohnstandort problemlos erreichen und wieder verlassen. Eine direkte Zufahrt zur Bundesstraße 182 habe das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV) von vornherein nicht genehmigt und das war auch nicht unbedingt gewollt, um stärkeren Durchgangsverkehr zu vermeiden. 

 

Acht Parzellen 

Rund 6200 Quadratmeter umfasst die genehmigte Fläche für den Wohnstandort. „Wir haben sie in acht Parzellen aufgeteilt, drei davon sind schon fest vergeben“, erklärte der Investor. Für die übrigen Grundstücke könnten sich Interessenten gerne bei ihm melden. Die Parzellen haben eine Größe zwischen 550 und 750 Quadratmeter. 

Sowohl junge Familien als auch ältere Menschen finden optimale Bedingungen vor. Man hat förmlich alles vor der Nase, was man im Alltag braucht. Der Supermarkt befindet sich quasi quer über die Straße. Arztpraxis, Apotheke, Bibliothek, Sportplatz und Rathaus sind in nächster Nähe. Auch bis zur Grundschule und zur Kindertagesstätte ist es nicht weit. 

 

Schandfleck verschwand 

„Mir ging es auch darum, das Ortsbild gerade hier am Eingang von Dommitzsch zu verbessern“, so Jörg Senftleben. Also kam er vor zwei Jahren auf die Idee, sich für einen Wohnstandort zu engagieren. Mit Uta Zinnert vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Torgau  fand er eine kreative Planerin. „Sie ist unwahrscheinlich fachkompetent. Wir hatten eine sehr gute Zusammenarbeit“, fasst der Dommitzscher zusammen. Die hiesigen Stadträte standen dem Vorhaben ebenfalls von Anfang an sehr wohlwollend gegenüber. Sie gaben am 25. April 2018 grünes Licht für einen sogenannten Aufstellungsbeschluss. Zugleich mit dem Wissen, dass hier ein Schandfleck verschwindet. Bis dahin stand an der Front zur Torgauer Straße noch die leer stehende Ruine der früheren Kindertagesstätte. Die Stadträte genehmigten eine offene Bauweise. Heißt: Man schreibt den Bauherren weder Dachneigungen noch Gebäudetypen vor. Ob südländische Architektur  oder Bungalow-Stil, das bleib allein den Eigenheimbauern überlassen. Das sei im historischen Stadtkern vielleicht etwas anderes, aber hier akzeptabel, lautete der Tenor. 

Dass in den letzten Jahren ein Bauboom einsetzte und sich viele junge Menschen wieder für ein „trautes Heim“ in ländlicher Region entscheiden, habe Jörg Senftleben zusätzlich motiviert, sagt er. Jetzt kann es also richtig losgehen.


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