Samstag, 4. Juli 2020
Donnerstag, 11. Juni 2020

GESPRÄCH AM SONNTAG

Stefan Bräuer: "Musik ist die beste Medizin"

Eventmoderator Stefan Bräuer ist derzeit als „Sportinator“ für die ASB-Olympiade unterwegs. Natürlich dürfen dort nicht seine ASB-Olympia- Buttons fehlen. Foto: AK

Von unserem Redakteur Alexander Kurth

Oschatz. Mit der Corona-Pandemie ist für jeden eine schwierige Zeit angebrochen. Auch für Eventmoderator Stefan Bräuer war es nicht leicht. Im Gespräch am Sonntag erzählt er von seinen Erlebnissen...

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Oschatz. Mit der Corona-Pandemie ist für jeden eine schwierige Zeit angebrochen. Auch für Eventmoderator Stefan Bräuer war es nicht leicht. Im Gespräch am Sonntag erzählt er von seinen Erlebnissen, Gefühlen während der Corona-Krise und warum man nie aufgeben sollte.

 

SWB: Herr Bräuer, welche Auswirkungen hatte die Corona-Pandemie auf Ihren privaten und beruflichen Alltag?
Stefan Bräuer:
Das Jahr 2020 begann für mich hervorragend. Mein Terminkalender war voll und ich war mit Veranstaltungen und Firmenevents komplett ausgebucht. Wenn ich zurückdenke,  war die letzte Mega-Party Anfang März in Belgern zur Frauentagsparty und wir alle waren voller Euphorie auf kommende Veranstaltungen.  Mit dem Aufkommen des Corona-Virus war dann von einen Tag zum anderen Schluss, alles weg. Abgesagt, verboten oder untersagt. Ich hätte nie gedacht, dass alles so kommt, dass ein ganzes Land so heruntergefahren wird. Durch den Shutdown hatte ich etwa 14 Tage Zeit zum Nachdenken. Natürlich war das für mich und der ganzen Familie ungewohnt, da ich ja fast jeden Tag unterwegs war. Ich habe in der Zeit viel zu Hause, am Haus und Grundstück erledigt, wo vorher keine Zeit war.


Man konnte Sie viel in verschiedenen Medien wie Facebook oder Fernsehen verfolgen. Mit „Musik in der Luft“ oder „Gute-Laune-Hofkonzert“ sind viele Leute auf Sie aufmerksam geworden. Wie war das trotz Corona-Beschränkungen möglich?
Ich bin nach einiger Zeit an den Punkt angekommen, wo ich mir gesagt hatte, dass es weitergehen muss. Ich musste neue Ideen entwickeln und andere Wege gehen, um auch für die Zeit nach Corona als Eventmoderator da zu sein. Alle Ideen, die ich zusammen mit meiner Familie entwickelt habe, wurde auch vorher an denen getestet. Wenn man so sagen möchte, waren meine Enkel und meine Nichte Elisabeth mit Kindern meine Testpersonen. Begonnen hat alles mit der Idee von der „Musik liegt in der Luft“. Ich hatte das Gefühl, dass ich mit der Musik den Menschen, etwas Gutes bringe und Musik ist immer die beste Medizin. Mein größter Kritiker war meine Frau. Sie hätte nie gedacht, dass dies von den Oschatzern so angenommen wird. Alle tanzten mit, ob am Fenster oder Balkon. Das war schon eine tolle Sache und bekräftigte mich zusätzlich weiterzumachen. Ich gewann mit dieser Aktion weitere DJs aus der Region, die am selben Tag, zur selben Zeit Musik machten. Wie ich später vom MDR erfuhr, hatten wir mit dieser Musik- + Entertainment-Aktion ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Ich hatte noch so viele Ideen, wie das „Gute-Laune-Hofkonzert“, was auch sehr schön war.


Welche waren Ihre schönsten Höhepunkte?
Es gibt sehr viele schöne Erinnerungen und Höhepunkte. Die Spendenaktion für das Kinderhospiz Bärenherz in Leipzig war ein besonderer Gänsehautmoment für mich. Ich hatte bei meinem Hofkonzert dazu aufgerufen zu spenden, indem ich für einen Wunschtitel einen Euro nahm. Das kam bei den Nachbarn und Oschatzern so gut an, dass viele bei mir an der Tür klingelten oder einfach über den Gartenzaun riefen und Geld spendeten. Bis jetzt habe ich immer noch das Gefühl, dass alle Nachbarn im sogenannten „Dichterviertel“ weiter zusammengerückt sind. Sehr schön war auch das Hofkonzert beim ASB in Dommitzsch. Dort habe ich mit meinen drei „ASB-Mädels: Gerda, Doris und Elisabeth“ ein Video für den Sänger Ben Zucker aufgenommen. Bekanntlich führen viele Wege nach Rom und mit dem Video ist nicht nur Ben Zuckers Fanklub auf uns aufmerksam geworden. Vielleicht kommt der Sänger die Mädels beim nächsten Konzert mal besuchen. Träumen darf man ja mal! Auch der Abschluss der „Gute-Laune-Hofkonzert“ Tour durch Oschatz war für mich ein besonderer Höhepunkt. Zusammen mit Raik Förster, Detlef Berger und Kameramann Thomas Grundmann starteten wir unsere Tour am Autohaus Ronny Wacke über den Fliegerhorst und Dr.- Külz-Straße bis zur letzten Station im „Dichterviertel“. Auch dort konnten wir viele Leute für unsere Spendenaktion mit Musik und Entertainment begeistern.     

 

Ab 6. Juni haben sich viele Corona-Regeln geändert. Was bedeutet das für Sie?  
Ab 6. Juni hat sich für mich nur wenig geändert. Es sind nur Feiern im kleineren Rahmen erlaubt. Aber ich merke schon, dass es so langsam wieder losgeht, denn mich erreichen einige Anfragen für Geburtstagsfeiern und Events. Auch wenn momentan vieles in den Grenzen der Corona-Regeln bleiben muss, bin ich sehr optimistisch, dass es irgendwann normal weitergeht.


Wie ist Ihre Planung für die nächsten Wochen und Monate?
Aktuell bin ich auf Olympia-Tour in den ASB-Kita, Hort- und Seniorenheim-Einrichtungen unterwegs. Als „Sportinator“ animiere ich die Großen und Kleinen zur sportlichen Betätigung und zum Mitmachen. Und für jeden, der mitmacht, gibt es von mir den eigens gedruckten ASB-Olympia- Button. Gleichzeitig möchte ich die Möglichkeit nutzen, um mich für die sehr gute Zusammenarbeit mit dem ASB Torgau-Oschatz und bei Frau Ullrich vom PEP Grimma-Torgau zu bedanken. Diese haben mich in der Zeit der Corona-Pandemie immer unterstützt.  


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