Montag, 13. Juli 2020
Donnerstag, 18. Juni 2020

TORGAU

Sächsisches Hauptgestüt: Hector und Della haben Paten gewonnen

Landstallmeisterin Dr. Kati Schöpke tauft das Stutfohlen auf den Namen Della. Foto: Thomas Keil

von unserem Volontär Thomas Keil

Graditz. Am Mittwoch wurden in Graditz zwei Fohlen getauft. Daran nahmen teil die Landstallmeisterin Dr. Kati Schöpke, Oberstutenmeisterin Antje Kleinschmidt und Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth. Lesen Sie hier, wie Namen vergeben wurden und die Taufe unter Corona-Bedingungen ablief.

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Zwei große Pferde, zwei kleine und dazu viele Kameras – in Graditz herrschte am Mittwochnachmittag eine gewisse Aufregung. Schließlich sollten im dritten Jahr hintereinander zwei Fohlen öffentlich getauft werden. Was noch fehlte, war Kinderlachen. Sonst fand die Veranstaltung immer zum Graditzer Kindertag statt, doch aufgrund der Corona-Bestimmungen wurde nicht nur der Termin geändert, sondern auch der Modus: Unter den Argusaugen japanischer Kameratechnik – statt Kindern der Region – zog Torgaus Oberbürgermeisterin Romina Barth die Namen „Hector“ und „Della“ für das Hengst- und das Stutfohlen. Die Aufnahmen wird das Sächsische Hauptgestüt demnächst auf seinen Internetpräsenzen zeigen. „Damit können die Kinder die Taufe virtuell erleben“, sagte Landstallmeisterin Kati Schöpke.

Rückschau
Bereits im Mai rief die Gestütsverwaltung Kindertagesstätten und Grundschulen auf, ihre Namensvorschläge für die Jungtiere einzureichen. Insgesamt gingen daraufhin sieben Vorschläge ein. Dabei waren es nicht nur simple Zettel mit zwei Namen darauf. Nein, die Kinder malten und bastelten regelrechte Kunstwerke rund um ihre Ideen.

Oberstutenmeisterin Antje Kleinschmidt zeigt einige der eingesandten Namensvorschläge.

Vorspiel
Zum Tauftag selbst fanden sich die beiden Fohlen mit ihren Mutterstuten und den betreuenden Auszubildenden des Gestüts vor dem Schloss ein. Neben der Bronzeskulptur versammelten sich dazu noch Oberbürgermeisterin Romina Barth, Landstallmeisterin Dr. Kati Schöpke und Oberstutenmeisterin Antje Kleinschmidt. Bevor es jedoch ernst und die Tiere nass wurden, hielten Kati Schöpke und Romina Barth jeweils noch ein paar Worte zur Bedeutung der öffentlichen Taufe und der Pferdezucht in Graditz. „Wir wollen den Kindern die Pferde näher bringen“, erläuterte Schöpke hinsichtlich die mit der Taufe verbundenen Tierpatenschaften. So dürften die Kinder der jeweiligen namensgebenden Einrichtung das entsprechende Fohlen besuchen und so beim Aufwachsen beobachten. „Das ist mir eine Herzenssache“, gestand Romina Barth ihre Liebe zu den Graditzer Pferden. Die begeisterte Hobbyreiterin bewundere vor allem die Arbeit des Gestütes, nicht nur, was die Zucht anbelange, sondern auch die Ausbildung junger Menschen zu Pferdewirten. „Gerade in diesem Ensemble ist das einmalig“, sagte sie bewundernd in die mitlaufenden Kameras sowie Mikrofone und bedauerte dabei außerordentlich, dass die Kinder nicht anwesend sein durften.

Oberbürgermeisterin Romina Barth freundet sich mit Hector an.

Hengstfohlen
Danach präsentierte die Oberstutenmeisterin Antje Kleinschmidt mit ihren Auszubildenden die Stute Overtüre mit ihrem Hengstfohlen. Noch Mitte Mai zeigte es sich als namenloser Rappe. Mittlerweile ist gut zu erkennen, dass er ein Schimmel wird. „Zu deutlich sind die weißen Stichelhaare im grauen Fell zu sehen“, sagt Oberstutenmeisterin Kleinschmidt. Der kleine Hengst wurde am 19. Februar geboren. Sein Vater ist Hickstaedt Junior, die Mutter Overtüre. Er ist damit ein Enkel des Hengstes Hickstead, der unter Eric Lamaze 2008 Olympia-Gold (Einzelwertung im Springen) gewann. Nachdem auch der Stammbaum erklärt war, durfte Romina Barth zur Tat schreiten. Dazu hielt sie die vorbereitete Metallkanne in der linken Hand, um daraus mit der rechten ein Kärtchen mit dem Namen zu ziehen – HECTOR stand darauf, und Kita „Schmetterling aus Falkenberg/Elster“ darunter. Eine weitere Metallkanne war mit Wasser gefüllt. Diese schnappte sich Kati Schöpke und leerte sie feierlich über das nun Hector heißende Pferd.

Per Losverfahren zum Namen – Romina Barth präsentiert des Hengstfohlens Namen.

Stutfohlen
Dies Prozedere wiederholte sich ziemlich gleich für das Stutfohlen, das am 19. März zu Welt kam. Die Eltern sind der Moritzburger Landbeschäler Bon Voyage und der Stute Darling, eine Staatsprämienstute. Antje Kleinschmidt wies ebenso auf den Pedigree genannten Stammbaum hin. Auch hier ist mit Salinero ein mehrfacher Olympiasieger sowie Welt- und Europameister unter Anky van Grunsven in der Familie vertreten. Die Namenswahl fiel im Losverfahren auf „Della“. So ist die Kindereinrichtung in Holzdorf der glückliche Gewinner der zweiten Patenschaft. Damit gewannen diesmal, im Gegensatz  zum Vorjahr, unterschiedliche Einrichtungen.

Namensregeln
Übrigens gab es für die Namenswahl eine Vorgabe: Das Hengstfohlen muss mit H beginnen, die Stute mit D. „Das hängt von den Namen der  Eltern ab“, erläuterte die Oberstutenmeisterin. Bei Hengstfohlen wird der Anfangsbuchstabe vom Vater genommen und bei Stutfohlen der Anfangsbuchstabe der Mutter. „Das ist eine Festlegung des Zuchtverbandes“, sagte Antje Kleinschmidt. Die übriggebliebenen Vorschläge werden jetzt, unter Beachtung der obigen Prämisse, auf ihre Tauglichkeit für die restlichen Fohlen des 2020er Jahrgangs geprüft und entsprechend berücksichtigt. Das jüngste und damit letzte Fohlen dieses Jahres wurde am Dienstag, 22 Uhr, geboren.


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