Samstag, 28. November 2020
Sonntag, 28. Juni 2020

NORDSACHSEN

In Zeiten von Corona…#81

In Zeiten von Corona…Foto: Repro: TZ

Von unserem Redakteur

ist dies der letzte Wochenrückblick unter dieser Überschrift. Ab 1. Juli erwartet Sie an dieser Stelle eine neue Rubrik, die Sie Tag für Tag mit den wichtigsten Themen aus der Region Torgau vertraut macht und natürlich nie ganz frei von Meinung sein wird. Heute geht es außerdem um Null Bock aufs Gesetz und das neue Hotel für Torgau.

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In Zeiten von Corona…

ist dies der letzten Wochenrückblick unter dieser Überschrift. Ab 1. Juli erwartet Sie an dieser Stelle eine neue Rubrik, die Sie Tag für Tag mit den wichtigsten Themen aus der Region Torgau vertraut macht und natürlich nie ganz frei von Meinung sein wird. Das Meinungsspektrum der TZ wird insgesamt aber wieder größer. Meine Kollegen werden wieder regelmäßig einen subjektiven Blick auf die Themen ihrer Texte werfen und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Ansätze zum Weiterdenken und/oder zur Widerrede liefern.

In Zeiten von Corona ist dann mehr als achtzig Mal in der TZ erschienen und war unser Weg, die TZ-Leser auf dem Weg durch diese teils unwirkliche Zeit zu begleiten. Ich habe versucht, mit vielen kompetenten Gesprächspartnern möglichst viele Blickwinkel einzunehmen, um ein Bild dieser Tage zu zeichnen. Nicht selten habe ich selbst um Orientierung gerungen, so schnell veränderten sich die Umstände.

Und sind wir mal ehrlich, ganz über den Berg sind wir auch heute noch nicht. Vieles scheint schon wieder normal zu verlaufen, wir alle bemühen uns um einen geregelten Alltag. Doch im Hinterkopf hat sich Verunsicherung breit gemacht. Wir wollen natürlich darauf vertrauen, dass die Rettungspakete Wirkung zeigen und unsere Unternehmer am Ende des Jahres den Daumen nach oben recken, aber wir wissen einfach nicht, ob es so ist.

Wir wollen darauf vertrauen, dass dieses Corona-Virus durch die vielen Regeln und Maßnahmen, durch Urlaubsverzicht und Reisewarnungen in Schach gehalten wird und sich nichts an dem Umstand ändert, dass so gut wie niemand jemanden kennt, der an Corona erkrankt war. Aber wir wissen es einfach nicht.

Aber: Wir haben gelernt, mit dieser Unsicherheit umzugehen. Sie ist zur Routine geworden, die wir ganz gut beherrschen. Dem tragen wir mit dem Aus für „In Zeiten von Corona …“ jetzt Rechnung.

Die zurückliegende Woche hatte überregional nicht Corona sondern die Krawalle in Stuttgart als zentrales Thema. Das kann niemand gutheißen. Eine Stellungnahme dazu erübrigt sich. Ich befürchte zwar nicht, dass wir ähnliche Szenen in Torgau erleben müssen; was wir allerdings auch in unseren beschaulichen Breiten erleben müssen, ist ein schwindender Respekt vor den Ordnungskräften.

Das ist nicht neu, bekommt vor dem Stuttgarter Hintergrund aber größeres Gewicht. Ich spanne den Bogen noch etwas weiter. Das Einhalten von Regeln gerät in unserem Land immer mehr von der Muss- zur Kann-Bestimmung. Aus „Ja, aber“ und „Trotzdem“ im Kindesalter reift mit zunehmender Lebensdauer bei vielen die Überzeugung, dass Vorschriften Gängelei sind und, wenn überhaupt, dann nur für andere gelten. Leider gibt es dafür auch noch prominente Beispiele: nehmen wir aktuell Philipp Amthor oder Clemens Tönnies.

Nun kommt also die Polizei um die Ecke, deren Aufgabe es ist, die Einhaltung von Recht und Gesetz zu gewährleisten … Die Arbeit der Beamtinnen und Beamten wird erst dann leichter, wenn sich die Gesellschaft insgesamt wieder auf ihre Werte besinnt. Es reicht nicht, mit dem Finger auf die Idioten aus der Stuttgarter Innenstadt zu zeigen. Wir alle sind also gefordert.

Am Mittwoch hat Projektentwickler Michael Kirchner das wirklich spannende Projekt eines Inklusionshotels für Torgau vorgestellt. Die Große Kreisstadt versucht seit Jahren, ein solches Haus zu bekommen. Es ist deshalb eine gute Nachricht. Und würde es gelingen, dieses Hotel bis zur Landesgartenschau in zwei Jahren in Betrieb zu nehmen, wäre der Nutzen nicht nur für den späteren Betreiber, sondern auch für die Stadt enorm.

Der Druck auf die städtische Bauverwaltung steigt dadurch freilich noch einmal. Zwar ist das Projekt Jugendherberge nun endlich vom Tisch, dafür sorgen aber der Bahnhof und vor allem die Vorbereitungen für die Landesgartenschau selbst für jede Menge Arbeit in einem sehr  schmalen Zeitkorridor.

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