Mittwoch, 5. August 2020
Freitag, 3. Juli 2020

GESPRÄCH AM SONNTAG

Stephan Golda: "Sollte im Bewusstsein bleiben"

Stephan Golda: „Bisher war es eine sehr gute Saison für uns Gärtner.“Foto: SWB/HL

Von unserem Redakteur Henrik Landschreiber

Rehfeld. Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch erklärt Stephan Golda, Inhaber der gleichnamigen Gärtnerei und Baumschule in Rehfeld, warum viele Menschen den eigenen Garten wieder für sich entdeckt haben.

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Rehfeld. Im SonntagsWochenBlatt-Gespräch erklärt Stephan Golda, Inhaber der gleichnamigen Gärtnerei und Baumschule in Rehfeld, warum viele Menschen den eigenen Garten wieder für sich entdeckt haben.

 

SWB: Wie ist Ihr Betrieb durch die Corona-Zeit gekommen?
Stephan Golda:
Wir brauchen uns nicht zu beklagen. Anfangs herrschte Unklarheit darüber, ob wir schließen müssen oder weiter geöffnet haben dürfen. Bis jetzt ist es eine erfolgreiche Saison. Weil viele Leute zu Hause waren, war das Interesse am eigenen Garten oder der Bepflanzung der Balkone sehr groß. Größer als sonst.


Fühlen Sie sich als „Corona-Gewinner?“
Mir gefällt das Wort „Gewinner“ nicht. Es war eine gute Saison, die wir Gärtner aber auch einmal gebraucht haben und die so nicht zu erwarten war. In den letzten Jahren gab es doch hin und wieder einige Turbulenzen in unserem Gewerbe.


Während des Lockdowns waren produzierende Gärtnereien plötzlich systemrelevant.
Ja, so ist es. Das hatte damit zu tun, dass die Leute zu Hause waren, sich mit anderen Dingen als vor Corona beschäftigen mussten. Durch einen Garten lässt sich Stress abbauen, Lebensfreude aufbauen. Die Rückbesinnung auf die kleinen Dinge des Lebens fand statt. Viele Zeitgenossen sind durch den Alltag sehr gehetzt, konnten jetzt entschleunigen. Sie haben die Natur wieder mehr wertgeschätzt, beobachten wie es wächst, freuen sich daran und sind heruntergefahren.


Wird dieser Zustand so bleiben?
Ich befürchte, nein. Der Druck, Geld verdienen zu müssen, ist zu groß. Allerdings denke ich, dass die Schneller-höher-weiter-Mentalität irgendwann ausgereizt ist. Eigentlich sollten wir zufrieden sein mit dem, was wir haben. Wie gesagt: Das Besinnen auf die kleinen Dinge im Leben halte ich für wichtig.


Haben Sie einen Ansturm auf Ihren Betrieb gegenüber den Vorjahren gespürt?
Es waren mehr Kunden als sonst da. Glücklicherweise ist unser Gelände in Rehfeld sehr groß, sodass wir problemlos die Abstandsregeln einhalten konnten. In Baumärkten beispielsweise war es dagegen zeitweise eng gedrängt.


Was haben die Kunden bevorzugt gekauft?
Alles durch die „florale Bank“, also das, was saisonal angeboten wurde.


Ich kenne Gärtnereien, die in Sachen Frühblüher ein „ausverkauft“ vermelden konnten. Wie war das bei Ihnen?
Ähnlich gut. Aber so sollte eigentlich jede Saison sein.


Glauben Sie, stärker denn je, an eine Rückbesinnung auf lokale, vor Ort produzierte Erzeugnisse?
Ich hoffe doch sehr, ja. Meinem Dafürhalten nach hat dieser Umstand schon zugenommen in letzter Zeit. Es muss nur im Bewusstsein der Leute bleiben, vor Ort und regional zu kaufen. Viele haben während der Corona-Zeit gemerkt, dass es sich durchaus lohnt, Gemüse anzubauen.


Was steht in Ihrer Gärtnerei aktuell hoch im Kurs?
Momentan werden die Erdbeerpflanzen getopft. Der Verkauf startet dann am Montag, dem 20. Juli. Für unsere Kunden stehen zwölf Sorten zur Auswahl. Darunter auch die Sorte „Korona“, die als sehr wohlschmeckend bekannt ist. Ich denke, dass wir für jeden Geschmack die richtige Erdbeerpflanzensorte haben. Der Verkauf geht bis in den August. Also, bitte beeilen mit der Entscheidung! Außerdem führen wir eine große Auswahl an Stauden, auch Gemüse-Jungpflanzen sind noch vorrätig.


Was steht bei Ihnen in diesem Jahr noch auf der geschäftlichen Agenda?
Bis zum Jahresende bleibt noch genügend Arbeit. Für das kommende Jahr werde ich einige neue Ideen entwickeln und sie rechtzeitig kommunizieren, wenn sie spruchreif sind.
 

Mehr Informationen unter Telefon 035365 2653 oder
unter www.gartenbau-golda.de


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