Montag, 12. April 2021
Montag, 6. Juli 2020

Wörblitzer Dorfmitte erhielt ein neues Gesicht

Von links: Fred Reiche und Mathias Malter, Firma GaLa Bau, Bauamtsleiterin Beate Sonntag, Bürgermeisterin Heike Karau, Torsten Hanings von der Firma Hags und Ortsvorsteher Patrick Marzog bei der Übergabe des Spielplatzes. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Wörblitz. Die Ortsmitte in Wörblitz hat sich in den vergangenen Wochen ziemlich verändert. Das alte Gerätehaus wurde weggerissen, an gleicher Stelle befindet sich nun ein großer Spielplatz. 

 

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Wörblitz. Als die Kreis-Jury des Dorfwettbewerbes vor fast genau drei Jahren in Wörblitz zu Gast war, gab es noch einige Makel, die das Ortsbild ein wenig trübten. Eins war die Dahlenberger Straße. Die Buckelpiste ist inzwischen mit Gehwegen und Nebenanlagen komplett ausgebaut. Vom Schandfleck zum Hinucker! 

Schönheitsfehler 

Ein weiterer Schönheitsfehler war das Gelände vis-a-vis des Dorfgemeinschaftshauses direkt an der B 182. Auch hier gibt es jetzt eine Erfolgsmeldung: Das alte Feuerwehr-Gerätehaus wurde weggerissen. Auf der Freifläche entstand ein wunderschöner neuer Spielplatz. Vergangene Woche erfolgte die feierliche Übergabe, wobei sich Eltern und Kinder noch ein bisschen gedulden müssen. Mit Erledigung einiger Restarbeiten ist das Areal wahrscheinlich erst zu Beginn der Ferien nutzbar. Bis dahin weht noch ein rotweißes Absperrband. 

Dennoch: Beim Vor-Ort-Termin letzten Donnerstag war die Freude völlig ungetrübt. Alle Verantwortlichen zeigten sich sehr zufrieden. Man kann davon ausgeht, dass der Spielplatz bald zum beliebten Anlaufpunkt für Groß und Klein in Wörblitz wird. Bürgermeisterin Heike Karau und Bauamtsleiterin Beate Sonntag lobten insbesondere die gute Zusammenarbeit mit Planungsbüro und Baufirmen. Fred Reiche vom Unternehmen GaLa Bau aus Sitzenroda war selbst anwesend. Heike Hagemann  vom Bauplanungsbüro hatte sich urlaubsbedingt entschuldigen lassen. Die Abrissarbeiten wurden zuvor von der Rabe Bau GmbH aus Dautzschen realisiert. 

Weiter Weg 

Bis zur Umsetzung war es einer weiter Weg. Bereits Ende Januar 2019 begann die Stadtverwaltung Dommitzsch, die Weichen zu stellen. Die Behörde meldete das Projekt „Neugestaltung eines Spielplatzes mit Abbruch des Feuerwehr-Gerätehauses“ bei der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) des LEADER-Gebietes Dübener Heide an. Mit Erfolg. 

„In der Auswahlentscheidung am 27. März 2019 bekamen wir den Vorzug“, blickt Bauamtsleiterin Beate Sonntag zurück. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung Ende Mai 2019 den Förderantrag beim Landratsamt Nordsachsen. Der Zuwendungsbescheid traf Mitte August ein. „Die Gesamtkosten belaufen sich auf 57 660 Euro, die Zuwendung beträgt 46 130 Euro, was einer Förderung von 80 Prozent entspricht“, fasst die Bauamtschefin zusammen. Das alte Feuerwehrgebäude wurde seit Jahren nicht mehr genutzt und stand leer. Mehr als ein Abriss kam nicht in Frage. Auch die Einfriedung mit zerschlissenen Betonelementen trübte das Ortsbild. Die Stadtverwaltung plädierte für einen  neuen Stabmattenzaun. Die vorhandenen Spielgeräte waren ebenfalls in die Jahre gekommen. Man machte sich Gedanken, wie man den Anlaufpunkt neu beleben könnte. 

„Wir haben solche Geräte ausgewählt, die Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersgruppen gleichzeitig ansprechen“, erklärte Bauamtsleiterin Beate Sonntag. Eine neue Spielanlage mit Rutsche, eine Kombischaukel und Wippen bekamen den Vorzug. Weiterhin wurde an die Errichtung einer überdachten Sitzecke gedacht. 

Gepunktet 

Ende April begann die Umsetzung. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Dorfgemeinschaft in Wörblitz konnte damals beim Kreiswettbewerb vor allem mit starkem Zusammenhalt und einem regen Vereinsleben punkten. Drei Vereine kurbeln das kulturelle Leben an. 

Der Faschingsverein, der Heimatverein und der Skatverein. Darüber hinaus sorgt die Wörblitzer Feuerwehrabteilung dafür, dass auch Feste und Feiern reibungslos über die Bühne gehen.  Der Dommitzscher Ortsteil ist in den vergangenen drei Jahren noch ein Stück schöner geworden. Man sollte ernsthaft darüber nachdenken, es wieder mit einer Bewerbung zu versuchen.


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