Mittwoch, 5. August 2020
Dienstag, 7. Juli 2020

TORGAU

Jung oder alt? Egal - dabei sein ist alles.

Siegerehrung: Die zwölf Gewinner im Schein der olympischen Fackel. Foto: Thomas Keil

von unserem Volontär Thomas Keil

Torgau. Auf die Plätze, fertig, los! – so lautete am 18. Juni das Kommando im ASB-Pflegeheim Husarenpark. Hier kämpften die Senioren auf der vorletzten Etappe der ASB-Sommer-Olympiade nicht nur um gute Ergebnisse in neun Disziplinen, sondern genossen auch die  ausgelassene Stimmung.

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Ausgangslage
In der Corona-Krise darbten die Bewohner und Kinder der ASB-Pflegeheime und Kindereinrichtungen, was Kontakte zu Angehörigen und Freunden anbelangte. Stefan Bräuer als Eventmoderator stand das sprichwörtliche Wasser in wirtschaftlicher Hinsicht bis zum Hals. In gemeinsamen Not fanden ASB und Stefan Bräuer zusammen. Als befristet Angestellter im Bereich Marketing,  ist des Oschatzers wirtschaftliche Basis gesichert. Mit seinem Aufgabenbereich „Unterhaltung“ ist er mit seinen Erfahrungen als Eventmoderator für gute Laune in den ASB-Einrichungen während der grauen Corona-Zeiten zuständig. Hier fällt ihm immer was ein, egal ob Hofkonzert oder Sportveranstaltung. „Wir nutzen das voll aus“, gesteht Dirk Marschatka aus der Marketing-Abteilung ohne jede Scham.

Ellywunschente bringt die Olympische Flamme durch das Spalier der Pflegekräfte.

Die Idee
Eine von Bräuers Konzepten ist eine Sportveranstaltung quer durch viele Kinder-Einrichtungen. „Die Idee dazu geisterte schon lange durch meinen Kopf“, sagt Bräuer. Jetzt, mit dem ASB als Partner, habe sich diese wunderbar umsetzen lassen. So entstand Anfang Mai die Olympia-Tour durch die ASB-Einrichtungen des Torgau-Oschatzer Kreisverbandes. Sie dient als Ersatz für die auf das nächste Jahr verschobenen 32. Olympischen Somer-Spiele. „Tokio kann stolz auf uns sein“, wertete Stefan Bräuer die Organisation und das Team hinter den ASB-Spielen. Falls er noch Anregungen für die großen Weltspiele bräuchte, so könne IOC-Präsident Thomas Bach ruhig mal vorbeikommen. Die Utensilien für die kleine Olympiade bastelten die Kindereinrichtungen in Wermsdorf, Mehderitzsch und Weßnig. „Wahnsinn, was da von den Kindern geschaffen wurde“, lobt der Oschatzer Eventmoderator die Vorberitungen der Kinder. Egal ob olympische Flagge, Plakate oder auch die olympische Fackel – alles entstand in den Kitas.

„Die Spiele sind eröffnet“: Heimleiterin Ann Zimmermann übernimmt die Olympische Flamme.

Die Spiele im Husarenpark
Nach einer kurzen Aufwärmrunde mit den Senioren konnte der olympische Tag starten. Stefan Bräuer feuerte die olympische Hymne ab. Kurz darauf watschelte Ellywunschente zu den Fanfarenklängen durch das Spalier der Pflegekräfte ins weite Rund der Bewohner. Unterm rechten Flügel klemmte die hell brennende Fackel mit dem olympischen Feuer. Frühmorgens hatte Elly diese noch aus dem Hort in Wermsdorf abgeholt. Jetzt übergab sie das Feuer an Ann Zimmermann. Die Heimleiterin erklärte daraufhin die Spiele im Torgauer Husarenpark für eröffnet.

Begeisterung bei Jung und Alt: Vor allem Giesela Truschka (vorn, 2. v. li.)
war bereits während der Erwärmung Feuer und Flamme.


Im Hof und rund um den Westflügel waren neun Stationen für die Bewohner aufgebaut: Rollstuhlslalom, Heißer Draht, Klettdart, Hütchenschubsen, Dosenwerfen, Memory, Armburstschießen, Ballzielwurf und Stadt-Name-Land. Gerade auf der Slalom-Rennstrecke entbrannte zwischen den Senioren ein verbissener Kampf um die beste Rundenzeit. „Immer schön die Füße hoch“, empfahl Stefan Bräuer den Wettkämpfern, die in den Rollstühlen saßen, denn nicht jeder hatte Fußstützen an seinem Renner, von aerodynamischer Optimierung selbiger ganz zu schweigen.
Nach gut anderthalb Stunden waren alle Stationen von jedem Teilnehmer absolviert. Während sich die Wettkämpfer noch im südlichen Innenhof zwischen West- und Ostflügel versammelten und stärkten, wertete die Wettkampfleitung die Ergebnisse aus.

Stoppuhr, Pylonen und karierte Flagge – Stielecht ging es beim Rollstuhlslalom zu.

Siegerehrung
Den krönenden Abschluss bildete die standesgemäße Siegerehrung. Hierfür wurden insgesamt zwölf Goldmedaillen vergeben. Jede war mit dem Schriftzug „Winner“ und einem Stern verziert. Einzeln wurden die Athleten nach vorn gerufen und bekamen die Siegermedaillen umgehängt, alles im Schein der Olympischen -Fackel, die ein nicht so erfolgreicher Sportsfreund währendessen unverdrossen und gemäß des olympischen Geistes hoch hielt.

Das soll das Ende sein?
Nachdem der letzte Applaus für die Sieger verklungen war, blieb nur noch eine Frage Stefan Bräuers zu klären: „Wollen wir Party machen?“ „Ja!“, scholl es ihm aus mindestens 50 Kehlen lautstark entgegen. So starteten die Senioren, abgekämpft, aber glücklich, mit Blasmusik in eine ausgelassene After-Show-Party.

Volltreffer beim ersten Versuch: Siegbert räumt beim Büchsenwerfen ab.

Nachbetrachtungen
Nicht nur der Oschatzer legte sich in Zeug und gab als Organistor alles. Auch das ASB-Personal war mit dem Herzen dabei. „Die Pfleger haben Gänsehaut gehabt“, berichtete der Eventmoderator. Einige seien vor Ort gewesen und halfen, obwohl sie gar keinen Dienst hatten. „Das lief super“, lobte außerdem Ann Zimmermann ihre Schützlinge. Diese waren durchweg nur mit begeisterten Gesichtern in der Wettkampfarena zu sehen. „Mir als fröhlichem Menschen hat dies richtig gut gefallen“, sagte Giesela Truschka, die erst vor kurzem ihren 93. Geburtstag feierte.
Entgegen der ursprünglichen Planung wird die letzte Station am 30. Juni die Kindereinrichtung „Schlumpfhausen“ in Oschatz sein, informierte Stefan Bräuer.

Gemischtes Doppel am Heißen Draht – Stefan Bräuer unterstützte unparteieisch alle Athleten.

 


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