Dienstag, 26. Januar 2021
Dienstag, 7. Juli 2020

BELGERN-SCHILDAU

Und plötzlich riss das Seil

Der Schubverband zur Rettung der Fähre geht längsseits. Foto: Thomas Keil

von unserem Volontär Thomas Keil

Belgern. Gestern bargen die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtamtes die havarierte Fähre Belgern. Diese trieb am Montag Abend circa 500 Meter stromabwärts. Personen kamen nicht zu Schaden.

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Der Fährbetrieb zwischen Belgern und Tauschwitz ist seit Montag Abend unterbrochen. „Das Gierseil riss am Montag gegen 17.15 Uhr“, sagte Fährmann Werner Ruben. Dies könne bei Gierseilfähren durchaus vorkommen, auch wenn das Seil regelmäßig kontrolliert werde. Das jetzt gerissene wurde 2013 montiert und sollte in Kürze ohnehin ausgetauscht werden. „Nun ziehe ich das eben vor“, so der ehemaliger Schiffsführer auf Binnenschifffahrtsstraßen.

Vorerst bleibt die Fähre geschlossen.

Werner Rubens Berufserfahrungen haben am Montag offenbar Schlimmeres verhindert. „Ich steuerte das Boot mit der herabgelassenen Heckrampe zum ostelbischen Ufer“, erläuterte der Fährmann. Mehr habe er nicht an Antriebs- oder Steuerungstechnik. Dort ging er vor Anker. Der zum Dienstag hin niedrigere Wasserstand der Elbe erleichterte das Sichern der Fähre. Diese setzte in der Nähe des Ufers teilweise auf Grund, was zusätzlichen Halt versprach.

Übernahme der Festmacher auf die havarierte Fähre.

Gestern gegen 11 Uhr trafen Rubens ehemalige Kollegen vom Wasser- und Schifffahrtsamt mit einem Schubverband ein, gingen längsseits und vertäuten die Fähre mit dem Leichter des Schubverbandes. Nach etwa einer halben Stunde konnte die havarierte Fähre auf ihrem angestammten Platz auf Tauschwitzer Elbseite festgemacht werden. Das neue Seil sollte nach Angabe Rubens noch gestern kommen. Wann es eingebaut werde, wisse er noch nicht. Dies hänge von der technischen Unterstützung des Wasser- und Schifffahrtsamts ab. Immerhin wiegt das 312 Meter lange Seil knapp eine Tonne.

Nach dem Verta¨uen der Fa¨hre am Schubverband (oben) ging es zuru¨ck zum
Liegeplatz Tauschwitz (links), der 500 Meter stromaufwa¨rts liegt.

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