Mittwoch, 21. Oktober 2020
Freitag, 10. Juli 2020

OSTELBIEN

Wenn der Räumdienst grünes Licht gibt, geht es richtig los

S 25- Buckelpiste bei Packisch. Foto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Packisch. Seit einer Woche ist die Staatsstraße S 25 zwischen Packisch und Stehla nun für den Verkehr voll gesperrt. Sachsens peinlichste Buckelpiste wird endlich ausgebaut. Noch sind die Kampfmittelberäumer am Werk, aber danach geht es richtig los. 

 

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Packisch. Neugierig schauen Spaziergänger über die Sperrschilder hinweg. Ein älteres Ehepaar ist extra mit dem Auto von Arzberg gekommen, um sich selbst ein Bild zu machen. Tatsächlich. Es geht los! Der Ausbau der Staatsstraße S 25 ist ein Ereignis in der ostelbischen Gemeinde. Wie viele Jahre hat man auf diesen Augenblick gewartet? Wie lange musste man darum kämpfen?

 

Unvergessen

 Seit einer Woche nun stehen zwischen Packisch und Stehla die Sperrschilder.

 Bürgermeister Holger Reinboth hat wohl einen großen Anteil daran, dass das Bauvorhaben schließlich recht schnell in die Gänge kam. Sein Auftritt im Dezember 2017 im MDR-Fernsehen bleibt unvergessen, als er Ministerpräsident Michael Kretschmer persönlich darauf ansprach. Von Sachsens peinlichster Buckelpiste war die Rede. 

Nun also der Baubeginn. Auch Reinboth lässt es sich nicht nehmen, dieser Tage immer mal wieder einen Blick auf die Baustelle zu werfen. Zugegebenermaßen ist noch nicht allzuviel passiert. Dass liegt unter anderem an den Untersuchungen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes. Nach den eingehenden Erfahrungen der letzten Jahre wird inzwischen im Freistaat sehr gründlich darauf geachtet, dass sich keine explosiven Altlasten mehr im Boden befinden. Reine Routine! Als prägnantes Kampfgebiet ist die Region Packisch zu Kriegsende nicht in Erinnerung geblieben. 

Auch militärische Liegenschaften gibt es in unmittelbarer Nähe nicht. Somit könnte bald grünes Licht für Bagger & Co gegeben werden. Zwei Kilometer umfasst die aktuelle Ausbaustrecke. Das „berühmt-berüchtigte“ Pflaster kommt raus. Dafür erhält die Fahrbahn auf einer Breite von sechs Metern eine zweischichtige Asphalt-Lage. Der Untergrund wird natürlich entsprechend stabilisiert und befestigt. 

 

Bäume bleiben 

Einige Obst- Bäume, die zu nahe an der Straße standen, hat die Straßenmeisterei schon vor längerer Zeit entnommen. Der jetzt noch hier befindliche Baum-Bestand bleibt. Hauptauftragnehmer ist die Firma GP Günter Papenburg AG. Weil es sich um eine Staatsstraße handelt, ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LaSuV) zuständig. Die Behörde rechnet damit, dass die Fahrbahnerneuerung Packisch/Stehla voraussichtlich bis Oktober 2020 abgeschlossen werden kann. Corona sei da kein Störfaktor. Trotz der Pandemie sei das LaSuV ein zuverlässiger Auftraggeber für die regionale Wirtschaft, hieß es. 126 Millionen Euro stünden in diesem Jahr im Freistaat Sachsen für den Staatsstraßenbau zur Verfügung. Für Bundesstraßen und Autobahnen sind weitere 337 Millionen Euro festgeschrieben. Seit Jahresbeginn habe man trotz Corona Aufträg für rund 115 Millionen Euro vergeben, so Rosalie Stephan vom LaSuV. 

 

Kreuzungsausbau 

Eingeschlossen vom Ausbau zwischen Packisch und Stehla ist der Kreuzungsbereich mit der K 8914 Blumberg/Tauschwitz. Hier ist vergangene Woche schon der alte Asphalt abgefräst worden. 

Die Umleitung der S 25 erfolgt von Packisch über die B 183 bis zur Kreuzung mit der L 67 / Liebenwerdaer Straße, ab dort in Richtung Koßdorf und schließlich auf der L 661 nach Stehla. Die Gegenrichtung wird analog geführt. Die Verbindung der K 8914 zwischen Tauschwitz und Blumberg bleibt an der Kreuzung mit der S 25 weitgehend halbseitig mit einer Baustellenampel befahrbar. 

Insgesamt belaufen sich die Baukosten für den Abschnitt Packisch/Stehla auf rund 1 Million Euro. Diese Summe wird vom Freistaat mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes finanziert. Bereits im Februar hatten Abteilungsleiter Steffen Sonnekalb und Planer Karsten Wehner, vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr das Millionenprojekt bis ins kleinste Detail vorgestellt. Demnach soll die S 25 in den nächsten fünf Jahren grundlegend in vier Abschnitten erneuert werden. 

 

Zeitplan 

Bürgermeister Holger Reinboth erinnerte an den groben Zeitplan: So soll im Jahr 2021 die Strecke zwischen Packisch bis nördlich Kaucklitz erneuert werden. Parallel dazu laufen 2021 die Planungen zum Ausbau der beiden Ortsdurchfahrten Stehla und Packisch. 2023 ist der Ausbau der Ortslage Packisch vorgesehen und 2024 der Ausbau der Ortslage Stehla.


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