Mittwoch, 21. Oktober 2020
Freitag, 17. Juli 2020

OSTELBIEN

Mehr als nur ein schmuckes "Eingangstor" für Bahnreisende in Beilrode

Von links: Bürgermeister Holger Reinboth (Arzberg), Bürgermeister René Vetter, Gabriela Fröhlich vom ZVNL sowie Sozialdezernentin Heike Schmidt in Vertretung des LandratesFoto: Nico Wendt

von unserem Redakteur Nico Wendt

Beilrode. Zahlreiche Beilroder kamen am Donnerstagnachmittag zur offiziellen Freigabe des Park & Ride in die Bahnhofstraße. Sie wurden von Bürgermeister René Vetter begrüßt, der später in seiner Rede auf die Bedeutung der Investition für ganz Ostelbien einging.

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Beilrode. Zahlreiche Beilroder kamen am Donnerstagnachmittag zur offiziellen Freigabe des Park & Ride in die Bahnhofstraße. Sie wurden von Bürgermeister René Vetter begrüßt, der später in seiner Rede auf die Bedeutung der Investition für ganz Ostelbien einging. Nach dem offiziellen Teil mit Zerschneiden des symbolischen Bandes – das Programm gestaltete die Kinderoase Beilrode –  ließen sich die Anwesenden Bratwurst, Bier, Sekt und andere Getränke schmecken. TZ nutzte die Gelegenheit, mit René Vetter  zu sprechen: 

 

TZ: Sie können heute einen Schlussstrich unter das Großprojekt ziehen? 

R. Vetter: Ja es ist geschafft! Nach vier Monaten Bauzeit mit viel Schweiß, Geduld, Durchhaltevermögen, Sicherheitsabstand und verschiedenen Allgemeinverfügungen können wir den Park & Ride Beilrode heute offiziell freigeben. Zugegeben – es ist leider noch nicht alles komplett. Die Lieferung und Montage der Fahrradgaragen wird voraussichtlich erst im Oktober erfolgen können. Und trotzdem ist hier im Beilroder Ortszentrum eine mehr als vorzeigbare Anlage entstanden. 

 

Warum war die Investition so wichtig für ganz Ostelbien? 

Mit dem neuen Park & Ride Beilrode schaffen wir nicht nur ein schöneres Eingangstor für Bahnreisende, nein vielmehr haben wir attraktive und wesentlich bessere Bedingungen im Bereich der ÖPNV-An-
bindung nach Leipzig, Cottbus, Torgau und auch Herzberg geschaffen. Das Thema Mobilität/ÖPNV ist ein großes Thema, an dem man in Zukunft nicht mehr vorbeikommen wird. Von Beilrode ist jeder Bahnreisende in 42 Minuten auf dem Leipziger Hauptbahnhof und in exakt 61 Minuten in Cottbus. Hinzu kommt ab August die regelmäßige Anbindung der Buslinien Torgau- Herzberg, sowie die Rufbusfahrten des Arzberger Bürgerbusses.  Dies ist umso bemerkenswerter, als dass wir konsequent die länderübergreifende Zusammenarbeit –  hier in Richtung Brandenburg – weiter intensivieren werden. 

 

Die Idee von Park & Ride in Beilrode existiert schon lange, schon seit gut 20 Jahren. Wann nahm das Projekt richtig Fahrt auf? 

Der Grundstein für Park & Ride wurde vor sechs Jahren gelegt. Mit der Machbarkeitsstudie „Verknüpfungspunkt Bahnhof Beilrode und Umfeld“, den ersten Verhandlungen zu den Grundstücksankäufen sowie mit dem Kauf des Bahnhofsgebäudes schafften meine Vorgängerin  Heike Schmidt sowie die damaligen Gemeinderäte alle Voraussetzungen, um das Projekt realisieren zu können.

 

Welche Hindernisse mussten danach noch ausgeräumt werden? 

Wir haben um die Verwirklichung noch lange kämpfen müssen, ging es doch darum, zwei notwendige Grundstücke mit dem ehemaligen Bahnerhaus käuflich zu erwerben. Ende des Jahres 2017 bzw. Anfang 2018 fanden wir nach intensiven Verhandlungen eine Einigung und erwarben die Grundstücke mit einer Gesamtfläche von rund 1 900 Quadratmetern. Ein Dank gilt hier dem Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig. Ohne die 90 prozentige  Förderung für den Grundstücksankauf wäre die Umsetzung um ein vielfaches schwieriger geworden!

 

Und dann ging es los? 

In den Jahren 2018 und 2019 erfolgten dann die Planung, Bauantrag, der Abriss des alten Bahnerhauses und der Toilettenhäuschen, Gespräche und Abstimmungen mit den Fördermittelgebern, Einwohnerinformationen sowie anschließend die entsprechenden Ausschreibungen zur baulichen Umsetzung. 

Können Sie den Park & Ride nochmal näher beschreiben? 

Es sind 32 Pkw und 9 Kradstellplätze entstanden. Doch nicht nur an die Auto- und Motorradfahrer wurde gedacht. Der Park & Ride bietet  künftig eine zusätzliche Fahrradüberdachung mit Anlehnbügeln und Platz für insgesamt 17 Räder. Darüber hinaus werden – wie bereits erwähnt – spätestens im Oktober zwei Fahrradgaragen mit jeweils sechs weiteren Stellplätzen noch fertiggestellt. Ladestationen für e-bikes sind natürlich selbstverständlich. Die Vergabe der Stellplätze organisiert die Gemeindeverwaltung. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die neu geschaffenen barrierefreien Bushaltestellen.

 

Wie hoch waren die Kosten für den Park & Ride?

 Es entstand eine Asphaltfläche von insgesamt 710 Quadratmetern sowie 1 000 Quadratmeter Pflaster. Die Gesamtkosten mit Planung  betragen 440 000 Euro. Dafür erhalten wir eine rund 90 prozentige Förderung.

 

Wie geht es nun weiter? 

Die heutige feierliche Eröffnung des Park & Ride ist eigentlich nicht das Ende, sondern vielmehr der Startschuss zur weiteren positiven Entwicklung des Haltepunktes Beilrode. Die Entwicklung des Bahnhofsgebäudes als Bürger- und Begegnungszentrum ist dabei das nächste große Ziel der Gemeinde. Sehr begrüßen wir ebenfalls die Bestrebungen der Deutschen Bahn, mittelfristig die Bahnsteige zu erneuern bzw. auszubauen. In den letzten Wochen fanden bereits interne Abstimmungen zur Erneuerung von einem – vielleicht auch sogar zwei Bahnsteigen für den Haltepunkt Beilrode statt. Der Umsetzungszeitraum ist in den Jahren 2022 bis 2024 geplant.  Optional besteht übrigens auch die Möglichkeit - bei langfristiger sehr guter Auslastung der Parkplätze – in einem zweiten Bauabschnitt noch weitere 7 Pkw Stellplätze und 22 Fahrradabstellmöglichkeiten zu schaffen.


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